,

Pasta mit Cedro und Cime di Rappa | chestnutandsage.de

Ich atme ein. Ich atme aus. Ich öffne die Augen und sehe den Himmel. Lasse die Hand auf meinem Bauch liegen und stelle mir vor, mein Atem wäre eine große, wogende Welle blauen Meerwassers. Die mich den zarten Wolken, die sich um die strahlende Sonne schmiegen, entgegen tragen, immer weiter hinaus aufs offene Meer. Fischschwärme rauschen silber glitzernd unter mir vorbei, vogelwilde Formationen schwimmend. Möwen streiten um den “Catch of the Day”, lass es eine Sardine, vielleicht aber auch einen Makrele sein. Mit jeder neuen Welle ändert sich die Perspektive, verändert sich der Blick auf die Sonne, in die ich blinzle. Doch wenn ich genau hinsehe, die Augen ein wenig zusammen kneife, dann merke ich, dass die Wölkchen am Himmel eigentlich aus dem Kamin des Nachbarhauses stammen, in dem die Heizkörper auf Hochtouren laufen um gegen die eisigen Temperaturen anzukämpfen. Dass die Fischschwärme eigentlich die Straßenbahnen sind, die unten vor der Haustür vorbei rattern. Und dass die lärmenden Möwen meine Nachbarn sind, die über alltägliche Kleinigkeiten den Respekt voreinander verloren haben und ihrer Fassungslosigkeit darüber freien lauf lassen. Erstaunlich, wie das Leben in Augenblicken eine bittere Wendung nehmen, wie sich zuckersüß in zitronensauer wenden kann. Doch wenn das Leben mir Zitronen gibt, dann mach ich eben Pasta. Die durch den verschwenderischen Einsatz von Cedro, der Zedrat-Zitrone, so sommerlich anmutet, sodass das Graue, das Enttäuschende – in Augenblicken – ganz erträglich scheint.  Weiterlesen…

5
Share

Photo by Patrick Tomasso on Unsplash
Fotograf: Patrick Tomasso

Der Februar hat es mir dieses Jahr ausgesprochen schwer gemacht ihn zu mögen. Die Enttäuschungen, die dieser Monat für mich bereit hielt, waren doch überraschend vielfältig. Was einen weiteren Rückzug ins Private mit sich brachte, den ich mir durch Suchen, Sammeln und Teilen versüßte:

Auf dass es im März besser wird!
Julia

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

9
Share

,

Zatar-spiced Süßkartoffel-Pommes | chestnutandsage.de

Wenn der Geist in Stücke zerfallen ist vermischt man diese am besten ordentlich und spielt mit dem Rest seines Verstandes Mikado. Dem kaiserlichen Spiel des Aufräumens und Ordnungschaffens. Wodurch innere Konformität wiederhergestellt werden soll. So kann man es zumindest sehen wenn man annimmt, dieses Spiel entstamme dem alten Rom. Nähme man jedoch an, sowohl Wort als auch Spiel lehnten sich an ostasiatische Orakeltechniken an, dann wäre man – man denke nur an Delphi – zumindest mit dem Herzen wieder in Europa, woraufhin sich mein Geist schon um ebenjene Tentakel des gleichnamigen Orts dreht und mich erinnert, dass man in der Antike annahm, die Seele sei ein Oktopus. Die auf Mauritius übrigens von einer illustren Runde von Oktopus-Fischerinnen gefangen werden könnten, die – man stelle es sich nur vor – in der einströmenden Flut ein Boot besteigen das sie hinaus in ein farbenfrohes Riff bringt. Man stelle sich weiter vor: Während die Damen ihre löchrigen Badeschuhe laut schnatternd anlegen beschwert sich der Steuermann dass des linken Nachbars Kühe seinen Garten leer fraßen und den Mais im angrenzenden Feld des rechten Nachbarn verspeisten. So ein Unglück! Wer solle nur für den Schaden aufkommen! Und wie solle nun das nächste Abendessen auf den Tisch kommen? Die letzte Frage stellt die Kuh sich nun nicht, sattgefressen wie sie ist. Dieses Leben hätte man auch gerne, zumindest so lange, bis die Kuh ihrem Schlachter gegenüber steht und die Filets kurz darauf in der Pfanne brutzeln (womit die Frage nach dem nächsten Abendessen beantwortet wäre). Dabei sollten in der Pfanne doch nichts weiter brutzeln als (Süß-)Kartoffelstifte. Denn wenn nichts mehr geht, gehen immer noch Pommes. Weiterlesen…

7
Share

,

Scharf-Saure-Suppe | chestnutandsage.de

Wer im Jahr des Hundes geboren ist, der soll ein ehrlicher, treuer und loyaler Freund sein. Und wer wünscht sich nicht genau so einen Freund an seiner Seite? Einen Freund, der nicht nur in den guten, glücklichen Zeiten zu einem steht, sondern sich auch im Sturm nicht vor den Wellen fürchtet. Der im Zweifel sogar mit Dir das mit Wasser vollgelaufene Boot mit Eimern leer schöpft. Man rettet ja gerne, was zu retten ist. Vor allem, wenn das  4715. chinesische Jahr hält, was es verspricht – nämlich stürmisch zu werden! Ein Jahr, in dem subjektive Sicherheitsbedenken und Intoleranz wie Unkraut wachsen werden. Weswegen die besonderen Werte des chinesische Sternzeichen des Hundes – Loyalität, Solidarität und Bereitschaft zum konstruktiven Dialog – hochgehalten werden müssen. Da sich der Hund aber nicht nur um das Große kümmert, sondern als guter Freund auch für seine Liebsten da ist, sorgt er rührend für ihr Wohlbefinden. Und da ich von mir behaupte, eine ganz passable Freundin zu sein der das Wohl ihrer Liebsten am Herzen liegt, springe ich den Hund-Geborenen heute gerne zur Seite. Denn das chinesische Neujahrsfest, das heute begangen wird, soll mit einer Festtafel voller Köstlichkeiten begangen werden. Und weil man zu Neujahr ja meistens gute Vorsätze hat (und meiner war ja, mich intensiver mit der chinesischen Küche auseinander zu setzen) koche ich heute eine köstliche sauer-scharfe Suppe deren Brühe so intensiv ist, dass man nicht glauben kann, dass sie rein pflanzlich ist. Der Trick sind dabei die – nicht authentischen – Trockenpflaumen und die Kaffirlimettenblätter. Zwei Zutaten, die ich mir bei Ottolenghi abgeschaut habe und die den Unterschied machen. Dazu reiche ich diese veganen Dumplings (die ich mittlerweile auch ordentlich falten kann) sowie “smashed cucumbers”, zerdrückte Gurken mit Ingwer in süß-saurer Marinade. Und mit diesem herrlichen Festtagessen kann man das neue Jahr doch Willkommen heißen. Weiterlesen…

9
Share

,
huyen | unsplash.com
Fotografin: Huyen

Nach vielen Jahren des Bloggens kommt mir manchmal der Gedanke, dass es vielleicht doch mal angebracht wäre zu erklären, warum ich so koche, wie ich das hier auf dem Blog tue. Warum meine Gerichte so sind, wie sie sind. Und was sich so alles als Grundstock in meiner Küche bewährt hat um eben dieses Kochen (und am Ende dieses Essen) zu ermöglichen. Wenn ihr nämlich oft und gerne meine Rezepte nachkocht (und ich weiß, dass es da ein paar Menschen gibt <3), dann kann es von Vorteil sein, wenn ihr wisst, was ich so ständig daheim habe. Als Vorbereitung, sozusagen. Meine Küchenschränke, meine Schubladen und mein Kühlschrank sind nämlich voll von Gläsern und Flaschen, in denen ich meine Vorräte aufbewahre. Was sich in ihnen verbirgt, das zeige ich Euch heute. Weiterlesen…

8
Share

Links with Love | Cristina Gottardi | unsplash.com
Fotografin: Christina Gottardi

Es zwitschert und zirpt, es sprießt und grünt, der Januar gibt den Frühling und bringt mich damit komplett durcheinander. Und was macht der verwirrte Geist am liebsten? Sammeln, sortieren und teilen, was (neben dem Vogelgezwitscher) am besten gefallen hat:

Habt einen schönen Februar!
Julia

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

6
Share