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Zitrussalat mit Radicchio und Granatapfel | chestnutandsage.de

Wer sich wie ich gerade im Winterschlafmodus befindet, lebt im himmlischen und dauerschleiflichen Dreiklang aus aufwachen, ermüden, einschlafen. Bewegung konsumiert man ausschließlich aus dem berieselnden Hintergrundrauschen des öffentlich-rechtlichen Wintersports. Dabei soll der Schnee doch immer weniger werden, Schneeflöckchen und Weißröckchen scheinen vor lauter Diskussion, wie nun mit dem Klimawandel umgegangen werden soll, vergessen haben, was ihre eigentliche Aufgabe ist. Weshalb das Auge auch eher an Pfützen als an Schneemännern hängen bleibt und Biathlon in einem Stadion stattfindet in dem normalerweise mit Bällen anstatt Kugeln geschossen wird. Wer bei all den Touren de Ski und Abfahrtsläufen noch ein Auge offen hat, der wird alsbald vom beruhigenden Wutschen und Wedeln der Vierschanzentournee sanft in den wohligen Zwischen-den-Jahren-Schlaf geschaukelt, in dem man von besseren Tagen als denen der Altjahrswoche träumt. Und was da alles passiert! Orangen treffen auf Radicchio und Granatapfelkerne, wie aus der Zeit gefallenen Onkeln und Tanten, die wissen, dass man sich die Sonne, wenn sie denn schon nicht strahlt, auf den Teller zaubern muss. Ein bunter Reigen obszöner Farbenpracht. Der in der Realität, außerhalb der Traumwelt, und als Salat genau so funktioniert, wie er soll. Im trüben Wintergrau leuchtend. Energetisierend, belebend und die Müdigkeit vertreibend. Weiterlesen…

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Wunderkerzen | Ian Schneider | unsplash.com
Fotograf: Ian Schneider

“Dass bald das neue Jahr beginnt, spür ich nicht im Geringsten. Ich merke nur: die Zeit verrinnt. Genau so wie zu Pfingsten.” Ein kluger Mann, der Ringelnatz. Bis Pfingsten haben wir aber noch ein wenig vor uns. Drei Könige erwarten uns, Fasching will gefeiert werden, einer muss gen Himmel fahren. Die Monate, sie werden wieder aufgereiht wie Perlen einer Kette, die hoffentlich wieder so schön glänzen wie die des vergangenen Jahres. An diesem ruhigen Neujahrstag lehne ich mich aber nochmal entspannt zurück, sammle und teile mit Euch, was mir besonders gut gefallen hat.

Habt ein aufregendes und gesunde neues Jahr!
Julia

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Kuechenradio | Kieran White | unsplash.com
Fotograf: Kieran White

Bevor ich mich in eine kurze Winterpause verabschiede hab ich Euch noch eine Playlist für’s Plätzchenbacken und die Feiertage zusammen gestellt. Sie darf fröhlich sein, wie die Zeit, die vor uns liegt und die wir alle hoffentlich im Kreise unserer Liebsten verbringen. Habt es schön, froh und munter, und genießt die Zeit unter dem Mistelzweig!

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Schokoladen-Lebkuchen | chestnutandsage.de

Treffen sich ein Hase, ein Hutmacher und eine Maus. So beginnen nicht nur schlechte Witze sondern oft langjährige Freundschaften. Ein Wunder, bedenkt man den Zeitdruck unter der die Teegesellschaft sich in eben jenem Land trifft. Denn so wie dort der Blumertag ins Haus steht, klopft bei uns Weihnachten an die Türe. Doch anstelle des Jabberwocky steht die Familie davor – hungrig wie eine Hydra, durstig nach Neuigkeiten, Klatsch und Tratsch. Eigentlich eine schöne Aussicht, würde mich dieses Jahr nicht wie ein Blatt, das der Wind durch die Straßen fegt, vor sich her treiben. Zeit sich zu besinnen, Zeit, alles aufzuschreiben, die Sortierhilfe für alle emotionalen Laubhaufen schlechthin. Deshalb gibt es dieses Jahr auch nur adventliches Sonntagssüß, das in weniger als 15 Minuten zusammengerührt und in eben gleicher Zeit gebacken ist. So wie diese Schoko-Lebkuchen die genau das Richtige sind für all die Adventsseelen, die nicht wissen, wo ihnen der Kopf steht. Weiterlesen…

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Goldene-Milch-Schnitten | chestnutandsage.de

Wörter. Wörter, Wörter, Wörter. Es sind doch nur Wörter. Der Einen fehlen sie, der Anderen purzeln sie unbedacht aus dem Mund. Und so wie man Dinge unterschiedlich sehen kann, kann man sie auch unterschiedlich benennen. Obwohl im Grund immer das Gleiche gesagt wird. Nur möchte das eben nicht jeder zugeben, denn einen einfachen Gedanken aufzugreifen und noch einfacher zu formulieren könnte ein simples Gemüt enttarnen. Es sind müßige Diskussionen, basierend auf Regeln, die ich nicht gemacht habe. Im Gegenteil, sie waren schon lange vor mir da und werden auch noch eines schnöden Tages, wenn ich schon lange nicht mehr auf dieser Welt weile, bestehen. In Stein gemeißelt sind sie, von großen Menschen, viel größer als ich, die nur im Sitzen die Königin der Riesen ist. Zeit, die Hände zu beschäftigen und etwas zu schaffen, dass auch noch da ist, wenn der Laptop zugeklappt wird. Heute, weil der erste Advent im Hause steht, etwas winterliches. Denn Fett und Zucker ist das, was wir jetzt auf den Hüften brauchen, um nicht zu erfrieren. Gern mit etwas Schärfe, etwas Bitterem und viel zitroniger Frische. Weiterlesen…

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Annie Spratt | unsplash.com
Fotografin: Annie Spratt

Die Wälder sind schon lange nicht mehr bunt, die Felder nicht mehr gelb, der Herbst – und in meinem Fall der Nebel – hat uns fest im Griff. Zeit, die Kerzen anzuzünden und sich der Weihnachtsbäckerei zu widmen, am Sonntag ist immerhin schon der 1. Advent. Zeit, sich auf die Couch zurück zu ziehen und sich durch’s Internet zu klicken. Heute mit all dem, was mir besonders gut gefallen hat:

Kommt gut durch den vorweihnachtlichen Trubel!
Julia

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