Verrückte Zeit, wo bist Du nur geblieben? Auf der B17, im Büro und auf Instagram vertrödelt. Das ich ja so gar nicht mehr mögen möchte. Dabei erwacht das Leben, der Garten, der Frühling gerade jetzt mit den ersten warmen Sonnenstrahlen, die uns fast vergessen lassen, dass wir noch im März sind. Und weil der März gestern so einen schönen Ausklang fand, zeige ich Euch heute, wie ich – ganz im Frederick’schen Sinne – gestern Farben sammelte, Gerüche und Düfte einsog und den Winter allmählich vergaß. Weiterlesen…

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Fermentierte Radieschen | chestnutandsage.de

Manch einer fühlt sich zu gut. Zu gut, um die Arbeit zu erledigen, die sonst liegen bleiben würde. Zu gut, um den Geschirrspüler auszuräumen, der gerade fertig gelaufen ist. Zu gut, um zu grüßen. Sie sind sich zu schade dafür, die Dafür-werde-ich-nicht-Bezahlten. Und fühlen sich dabei gut. Dabei schadet es ja nicht, den eigenen Wert zu kennen. Sich wertschätzen, wenn es schon die anderen nicht tun. Den Körper, der uns jeden Tag treu zur Seite steht, wenn einen die anderen schon im Stich gelassen haben. Den Geist, der uns innewohnt. Damit man sich gut fühlt. Und nicht für die Tonne. Denn zu gut für eben diese sind viele Lebensmittel, die Tag für Tag in Supermärkten entsorgt werden. Weil sie den Ansprüchen all Jener nicht mehr genügen, die vergessen haben, dass der dumme Witz mit der krummen Banane nicht daher kommt, weil die gelbe Frucht 40 Jahre einen Bogen um die Ex-DDR machen musste, sondern weil Obst und Gemüse eben krumm und schief wächst. Und Dellen hat. Und noch lange nach dem Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums in einwandfreiem Zustand ist. So wandert vieles in den Müll, das aufwändig angebaut, geerntet, verpackt, transportiert und gelagert wurde. Lebensmittel müssen aber mehr Wert sein, weshalb ich froh bin, dass einige Supermärkte hier jetzt das anbieten, was sie wegwerfen müssten. Weshalb ich in den Besitz fünf einwandfreier Bund Radieschen gekommen bin. Und wenn das Leben Dir Radieschen gibt, dann fermentiere sie am besten. Denn mit ein wenig Ingwer, ein bisschen Chili, wird dieses kleine Gemüse zum echten Schatz, der das beste aus sich heraus holt. Und das beste, das darf heute für mich gerade gut genug sein. Weiterlesen…

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Bienenwachstücher selber machen | chestnutandsage.de

Kunststoff so weit das Auge reicht: Würde man den ganzen Plastikmüll auf LKWs packen, so habe ich gelesen, man hätte einen Müllstau, der dreimal um den Erdball reichen würde. Enden tut diese Müll-Karawane in Südostasien, zurzeit in Malaysia, dem wunderschönen Land an der Straße von Malakka. Und was für mich einfach nur unter einer Verlagerung des Problems läuft, ist für Unternehmen, die ihren Müll ordnungsgemäß verwerten, Recycling. Es ist ein augenwischendes Geschäft, dass KonsumentInnen im Glauben lässt, etwas für die Umwelt getan zu haben. Weshalb ich darauf achte, Plastikmüll zu vermeiden. Obwohl jede dieser Anstrengungen mit einem Langstreckenflug ad absurdum geführt wird: Nicht nur das globale Klima wird mit jeder Flugmeile belastet, auch lokal muss mit einer Verschlechterungen der Luftqualität und Erhöhung der Lärm- und Umweltbelastung gerechnet werden. Aber das eine Schlechte gegen das andere Schlechte aufzurechnen ist defätistisch, weshalb ich weiter daran arbeite, den Plastikkonsum in meinem Haushalt zu reduzieren. Aus alten T-Shirts werden Stoffbeutel genäht die ich zum Einkaufen verwend und Frischhaltefolie und Alufolie werden in der Küche durch Bienenwachstücher ersetzt. Und wie man die macht, zeige ich Euch heute. Weiterlesen…

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Kuechenradio | Keila Hötzel unsplash
Fotografin: Keila Hötzel

Eine Playlist um zurück zu schauen und zu überlegen, ob wir schon dort sind, wo wir sein möchten. Musik von Künstlerinnen für den 8. März, an dem der internationale Frauentag gefeiert wird und daran erinnern darf, dass wir noch lange nicht am Ziel angekommen sind. Denn einen Platz am Tisch müssen wir uns erkämpfen. Gehör verschaffen. Und den Kuchen mit Genuss zur Hälfte essen.

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Fotograf: Martin Zangerl

In Bayern haben sich im Februar mehr als 18 % der Wahlberechtigten dafür eingesetzt, dass das bayerische Naturschutzgesetz geändert wird. Die Lebensräume von Lebewesen sollen erhalten und verbessert werden, um einen weiteren Verlust von Biodiversität zu verhindern. Liest man sich den Gesetzentwurf durch, bekommt man aber den Eindruck, dass nur die Landwirtschaft dazu beitragen soll, die Umwelt und die Artenvielfalt zu schützen. Dabei muss jede_r von uns ihren Beitrag leisten und auf Kirschlorbeer, englischen Rasen und Mähroboter im Dauerbetrieb verzichten. Damit uns das leichter fällt, stelle ich Euch heute Garten-Blogs vor, auf denen Ihr für kleine Balkone und große Gärten Inspriation für eine insektenfreundliche Bepflanzung findet.

Der kleine Horrorgarten
Hier gärtnern und imkern Anja und Andreas im Schrebergarten, von wo aus sie Tipps für die Gartengestaltung teilen und DIY-Anleitungen veröffentlichen.

Gartenfräulein
Bei Silvia gibt es nicht nur Tipps und Tricks rund um den Selbstversorger-Balkon, sondern auch Tipps für das Grün auf der Fensterbank.

Osmers
Ein wunderschöner Bauerngarten mit viel Know-how rund um das Gartenjahr. Svetlana teilt ihr Wissen über Naturkosmetik, Hausmittel und von der Aussat bis zur Ernte.

Wilde Gartenküche
Wild geht es zu in Lisanas Garten, in dem die Hühner leben und das Lagerfeuer brennt. Dank des Saisonkalenders lassen sich Ihre Rezepte im Handumdrehen zubereiten.

Wilder Meter
Auf wildermeter.de berichtet Katharina Herberge von ihrem Leben auf einem Münchner Balkon. Der Fokus liegt dabei auf einer Balkonbepflanzung, die auf Wildpflanzen basiert und Insekten reichlich Nahrung bietet.

Ye olde Kitchen
Rezepte, Balkonien und jetzt der eigene Garten. Bei Eva und Philipp gibt’s nicht nur Einblicke in den Garten sondern auch Tipps für ein verpackungsfreies Leben.

Ich hoffe, ihr findet hier ein bisschen Inspiration – denn auch auf dem kleinsten Balkon ist Platz für ein paar Pflanzen, die Bienen und Schmetterlinge erfreuen.
Habt ein schönes Wochenende!
Julia

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Tahin-Granola | chestnutandsage.de

Morgenstund hat in meinem Fall niemals, aber auch wirklich ganz und gar überhaupt nicht niemals, Gold im Mund. Kaffee, ja natürlich. Wach werden muss ein Mensch ja schließlich. Aber mehr geht einfach nicht. Kein Sprechen, kein Lächeln, ich bin einfach kein Morgenmensch. Deshalb beginnt mein Tag am Wochenende auch zu Zeiten, zu denen Andere schon die Hälfte ihres Tagwerks verrichtet, auf Wertstoffhöfen ihr wenig Wertvolles abgeliefert, auf Straßen zerbrochene Träume zusammengekehrt haben. Die Fleißigen, sie sind schon bereit zum Mittagessen, während ich noch faul im Bett liege und in Zeitschriften blättere. Sie blicken auf mich, die Langschläferin, herab. Doch ein Mensch muss auch einfach mal da liegen und nichts tun. Weil man sonst irgendwann verrückt wird vor lauter “hast Du schon” und “wolltest Du nicht”. So eingeleitet werden dürfen am Wochenende nämlich nur zwei Fragen. “Hast Du schon Frühstückshunger?” und “Wolltest Du nicht zum Bäcker gehen?”. Denn satt werden, das muss ein Mensch ja auch. Und doch kommt der Tag, an denen man selber die erste Frage mit “ja” und die zweite Frage von dem, der seit Jahren der Backwarenbeauftragte im Haushalt ist, mit “nein” beantwortet wird. Für diesen Fall muss man gewappnet sein. Denn Streit am Morgen (oder – bewahre! – dass ich zum Bäcker gehe), das kann kein Mensch wollen. Weshalb ich aufgerüstet habe. Mit Müsli. Und Nüssen, Kakaonibs, geröstetem Buchweizen und Tahin. Denn auf ein gutes Frühstück soll kein Mensch verzichten müssen. Weiterlesen…

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