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Gebratene Zucchini mit Haselnüssen und Parmesan | chestnutandsage.de

Wie man normalerweise mit etwas beginnt: man überlegt, was man möchte. Wie es am Ende sein soll. Wie es aussehen, sich anfühlen und riechen soll. Und dann überlegt man, wie man dieses Ziel erreicht, das Wolkenkukusheim nach und nach dekonstruiert, sodass sich am Ende ein – wenn auch zugegebenermaßen – abgespeckter und realistischer Plan abbildet, an dessen Umsetzung man sich mit aller Energie macht. Und so beginnt man zu säen, zu gießen, Unkraut zu zupfen und Schnecken zu bekämpfen. Man freut sich über die ersten, zarten Triebe, nimmt Verluste hin, betrachtet mit bangen Augen das Wetter, bis – und endlich ist es soweit – die Zeit der Ernte kommt. Wer glaubt, dass die Arbeit hier endet, der täuscht. Denn was da ist, muss verarbeitet werden. Die Vorratsschränke sind leer, Marmelade und Tomatensoße will wieder gekocht, Kräuter getrocknet, Saft gepresst werden. Doch wohin mit all den Zucchini? Aus irgendeinem Grund ist gerade dieses Gemüse an Wuchskraft und -freude nicht zu übertreffen. Deshalb haben die wunderbaren Lisana und Laura die Zucchiniwochen ins Leben gerufen: 15 Bloggerinnen und Instagramer teilen ihre liebsten Zucchinirezepte mit Euch, auf dass wir alle die Situation wieder unter Kontrolle bekommen und den Überfluss, in dem wir Dank unserer Anstrengungen schwelgen, genießen können. Weiterlesen…

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Okonomiyaki | chestnutandsage.de

“Julia, das Bier gibts beim Späti am Görli! Am Görli! Ist das nicht süß?” A. strahlt mich an. Ich lache. Ihr Begeisterung allem Neuen gegenüber macht mich sprachlos. Ja, ja, der Görli, da laufen wir jetzt aber nicht hin, außerdem gibt es ja an jeder Ecke einen Späti. A. ist begeistert. Wir setzen unseren Weg durch Kreuzberg fort. Immerhin war das ja der eigentliche Grund für unsere Reise, Kreuzberg, die Markthalle 9, der Streetfood Thursday. Streetfood-Märkte gibt es ja überall in der Republik, doch dieser hier hat eine besondere Strahlkraft, mit der ich sogar A., die Kritische, davon überzeugen konnte mit mir zu verreisen. Und sie ist weiterhin begeistert: “Das ist ja so toll! Sowas gibts bei uns halt nicht. Toll! Toll, toll, toll!” Ich lache. A., die die Einrichtung des Spätis erst gestern bei unserer Anreise kennenlernte, ist voll des Lobes über diese Berliner Besonderheit der örtlichen Nahversorgung. Wo andere Touristen über die Schönheit des Verfalls staunen, die Freizügigkeit des Berghain bejubeln oder mit dem Trabi die frühere Mauer abfahren, hat meine liebe Freundin ihr Highlight auf unserer Reise entdeckt: eine absolut lückenlose Versorgung mit Bier und Knabbereien, 24 Stunden, 7 Tage lang. Immerhin kommen wir aus Bayern, wo die Läden bereits zu taghellen Stunden ihre Türen schließen. Wir schlendern weiter, vorbei an Streetart, Geschichte und Alltag, und lassen uns – eher zufällig als bewusst – in Richtung Markthalle treiben. Das Wetter ist fantastisch, die Stimmung auch, und irgendwann stehen wir vor den großen Toren des alten Marktes. Hungrig stürzen wir uns ins Getümmel, doch wo sollen wir nur beginnen? Hier locken Bao-Burger, dort mexikanische Tacos, oder sollen wir doch lieber – und A.s Stimme überschlägt sich, denn nirgends ist es bekanntlich so schön wie im Allgäu – Kässpatzen essen? Zum Glück lieben wir beide die japanische Küche und stehen alsbald mit glänzenden Augen vor dem Stand, an dem Okonomiyaki, dicke japanische Pfannkuchen, verkauft werden. Bestrichen werden sie mit einer glänzenden, süßlichen Sauce, verziert mit japanischer Mayonnaise und bestreut, A. lässt sich mehrmals versichern, dass dies auch wirklich die originale Zubereitungsweise ist, mit Bonito-Flocken. Die erste Gabel, der erste Bissen und sofort ist klar, dass wir unsere Rollen in diesem Moment tauschen, denn jetzt bin ich es, die sich vor lauter Begeisterung nicht mehr einkriegt, deren Stimme vor Begeisterung bebt. A. lacht – und wir beiden wissen, dass dies nicht die einzige Portion sein wird, die wir heute verspeisen werden. Satt und glücklich verlassen wir Stunden später die Markthalle und stürzen uns wieder in die Berliner Nacht, die uns mit ihren funkelnden Lichtern begrüßt, und machen uns auf die Suche nach dem nächsten Späti. Weiterlesen…

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Zwetschgenknoedel mit Kartoffelteig | chestnutandsage.de

Den Sommer vorm Balkon verbracht. Im Garten sitzend und mit den Nachbarn über alles, was so im Viertel passiert, gequatscht. Geburtstage gefeiert. Auf Dachterassen die Lichter der Stadt funkeln gesehen. Freundinnen getroffen und die Gewinne und Verluste des Lebens ausgerechnet. Die Straße zurückerobert. Mit Weißwein-Kopfweh zur Arbeit gegangen. Alte Bücher gelesen. Neue Geschichten erlebt. Dabei Sonnenbrände gesammelt. Das Auto stehen gelassen und mich mit dem Rad verfahren. Den Sonnenuntergang in Siebenbrunn gesehen. Dabei das erste Mal wieder eine Jacke getragen. Dem Herbst die Tür geöffnet, den Blog wieder hergerichtet. Denn bei fallenden Temperaturen braucht man Süßes und einen Zwetschgenknödel in jeder Hand. Weiterlesen…

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Fotograf: Samuel Zeller via unsplash

Auch in Bayern sind die Sommerferien endlich da. Die Sonne lacht, die Koffer sind gepackt und die Autobahnen voll. Genießt die Zeit, springt in jeden See, in jeden Fluss, ins Meer, lasst Sand durch Eure Zehen rieseln, gehabt Euch wohl. Ich verabschiede mich auch in die Sommerpause, natürlich nicht ohne Euch mit genügend Lesestoff zu versorgen. Und da es im August keine neue Ausgabe des Küchenradios geben wird, verlinke ich Euch die schönste Sommer-Sonne-Strand-Playlist. Habt einen tollen Sommer!

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Wie man richtig einkocht | Michael Nunes und Monika Grabkowska
Fotografen: Michael Nunes und Monika Grabkowska via unsplash.com

Der Sommer ist im vollen Gange. An den Bäumen reift das Obst und in den Beeten das Gemüse. Zeit, sich darüber Gedanken zu machen, was man mit dem unvermeidlichen Überangebot, dass auf einen zukommt, anstellen wird. Der Platz im Gefrierschrank ist schnell zu knapp, was der Natur, die uns mit ihrem Reichtum überschüttet, herzlich egal ist. Schnell wird klar: im Vorratsschrank muss Platz gemacht werden, denn wirklich Herr wird man den guten Gaben nur, wenn man beherzt einkocht. Und da man beim Pflücken, Sammeln, Ernten und Einwecken am besten zu Zweit ist, habe ich mir heute eine wunderbare Gesprächspartnerin und Expertin zur Seite geholt, die mir ein paar Fragen beantwortet und Euch zeigt, wie man Lebensmittel richtig einkocht, sodass man lange an ihnen Freude hat. Herzlich Willkommen, liebe Britta! Britta bloggt seit 2011 auf Glasgeflüster über alles, was sich in der Flasche oder im Glas haltbar machen lässt und hat im Frühjahr 2018 ihr erstes Buch “Liebe im Glas” veröffentlicht. Weiterlesen…

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