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Foodblog-Bilanz 2017

Während ich darauf warte, dass der Silvesterabend mit all seinen Traditionen, Erwartungen und Enttäuschungen beginnt, habe ich ein wenig Zeit, das diesjährige Blogjahr Revue passieren zu lassen. Ich habe versucht, mich von einigem frei zu machen, Lebewohl zu sagen, nur um im gleichen Atemzug Neues zu begrüßen. Weshalb ich mich hier so wohl fühle, wie schon lange nicht mehr.  Sabine möchte die Gründe dafür gerne etwas genauer wissen und ruft deshalb (bereits zum vierten Mal) zur Foodblog-Bilanz auf. 

Was war 2017 dein erfolgreichster Blogartikel?

Der Alltime-Favorit meiner LeserInnen ist, wie jedes Jahr, der Post zur Pizza Bianca. Überhaupt bin ich sehr erstaunt, dass einige der frühen Posts absolute Dauerbrenner sind. Der Brotbacken für Anfänger-Post, zum Beispiel. Dabei ist das wirklich das schlimmste Brot, das man backen kann. Wer auf der Suche nach einem guten Einsteigerbrot ist, sollte viel lieber dieses Weizenbrot oder dieses Roggenmischbrot backen. Beide Brote sind einfach in der Zubereitung und um Welten besser, als das erste. Die Lust auf Brotbacken hat mich in den letzten Jahren übrigens verlassen, was vor allem daran liegt, dass wir in Augsburg hervorragende Bäckereien haben.

Welche drei deiner eigenen Blogartikel aus diesem Jahr haben dir persönlich am meisten bedeutet?

Ich mochte meine diesjährigen Reiseartikel am liebsten Bonjour TriestSommerhaus, jetzt und Ferienhausküche. Dieser Sommer war einfach ein besonderer für mich, hatte ich doch endlich Zeit genau das zu tun auf was ich Lust hatte: Eis essen, Kardemummarbullar backen und die Welt kennenlernen.

Und welche drei aus anderen Blogs haben dich am meisten inspiriert?

Auch wenn ich keine drei Blogposts benennen kann, so kann ich doch die drei inspirierendsten Blogs benennen: Ich bin eine treue Seele und liebe einfach Michas Blog Grain de Sel, meiner Konstante in meinem Blog-Universum. Durch sie fand ich auch den wunderbarsten Blog Read on my Dear, read on der mich mit seinen Geschichten und Gedanken laut lachen lässt und zu Tränen rührt. [wie sich 2019 herausstellte, war nicht nur ich ihren Geschichten aufgesessen.] Visuell angesprochen hat mich dieses Jahr mit seiner unverwechselbaren fotografischen Sprache der Blog Artful Desperado.

Welches der Rezepte, die du 2017 veröffentlicht hast, hast du selbst am häufigsten gekocht – und warum?

Am häufigsten habe ich dieses Jahr wohl Falafel gemacht. Das Rezept ist super einfach und tatsächlich perfekt. Ich habe angefangen, den Teig portioniert einzufrieren und kann jetzt immer, wenn die Lust auf Falafel da ist, schnell welche zubereiten. Dazu gibt es immer Hummus (auch in Variation), total gerne auch diesen Spinat und Pitabrot.

Was hat dich im Zusammenhang mit Kochen, Essen oder deinem Blog 2017 beschäftigt und warum?

Essen und Kochen lief dieses Jahr irgendwie so nebenher, einfache und unkomplizierte Gerichte standen eindeutig im Vordergrund. Dagegen war 2017 mein erstes Bienenjahr, und diese faszinierenden Wesen schwirren nicht nur ständig in meinem Kopf herum, sondern haben auch endlich ihren Platz auf dem Blog gefunden.

Was war deine größte kulinarische Neuentdeckung dieses Jahres – welches Lebensmittel, welches Rezept, welche Küchentechnik, welcher Geschmack hat dir eine völlig neue Welt eröffnet?

Für mich ist die chinesische Küche dieses Jahr die Länderküche, die ich gerne besser verstehen möchte. Der absolut unauthentische Fastfood-Klassiker General Tso’s Tofu hat mich ins Thema einsteigen und das alte Kochbuch The Thousand Recipe Chinese Cookbook von Gloria Bley Miller zur Hand nehmen lassen. Durch das koche ich mich jetzt – was bei den wenigen vegetarischen Rezepten, die sich im Buch befinden, ein leichtes ist.

Was war der beste (oder lustigste) Suchbegriff, über den Besucher auf dein Blog gekommen sind?

Besonders gut gefällt mir die Frage “ist essen fotografieren asozial”. Diskutieren würde ich das gerne im hoffentlich bald wieder stattfindenden Event “Blogg den Suchbegriff” der Feedmeups. Ansonsten habt ihr über weniger kontroverse Fragen zu mir gefunden: Was Kopenhagen besonders mache, zum Beispiel. Oder was man in Hanoi tun könne.

Was wünschst du dir und deinem Blog für 2018?

Ich würde mich wieder über einen stärkeren Austausch mit Euch LeserInnen freuen. Euer Feedback, Eure Nachrichten, sind, was das Veröffentlichen von Geschichten und Rezepten belohnt. Zwar freue ich mich auch über Kommentare auf Instagram, aber das ist (und hier möchte ich nicht undankbar klingen) irgendwie nicht das gleiche.

Ihr Lieben, kommt gut ins neue Jahr!
Julia

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