Brot backen für Anfänger: schnelles Sauerteigbrot

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Sauerteigbrot | chestnutandsage.de

Plötzblog-Leser klicken jetzt am besten ganz schnell weiter, denn es wird dilettantisch: Ich backe Brot. Ylva hat ja vor kurzem erst mit ihrem Sauerteigbrot vorgelegt, Katharina legte nach, und so wurde es für mich auch langsam mal Zeit, mich an’s Brotbacken zu wagen. Denn wenn ich eines schönen Tages vor dem jüngsten Food-Blogger-Gericht stehen werde und mich rechtfertigen muss, wo ich eigentlich war und was ich eigentlich getan habe, während die halbe Food-Blogger-Welt Sauerteigbrot buck, möchte ich mich entspannt zurücklehnen können und dem vorsitzenden Richter sagen: “Da schaust her, ich hab mich wenigstens bemüht!”. Denn die Sache mit dem Sauerteig ist mir immer noch ein wenig suspekt. Diffuse Ängste halten mich davon ab, ihn selber anzusetzen. Außerdem fand ich bei Clara ein Rezept für ein Brot, dass so einfach klang, dass ich mir das auch selber zutraute, und bei dem ein fertig gekaufter Sauerteig die Hauptrolle spielte. “Das ist mein Brot!” dachte ich mir und kaufte also fertigen Natursauerteig eines schwäbischen Herstellers. Woisch, Karle, den kennsch, da machsch nix falsch. Ihr wisst schon… Na gut! Mit dem Ergebnis bin ich ganz zufrieden, aber es besteht noch Luft nach oben. Die Kruste ist nicht wirklich kräftig und für meinen Geschmack ist da auch zu viel Hefe drinnen, aber gut, das ist mein erstes Brot, von weiteren Experimenten werde ich auf jeden Fall berichten!

Sauerteigbrot | chestnutandsage.de

Für den Vorteig braucht Ihr:

  • 1 TL Zucker
  • 2 TL Salz
  • 1 Päckchen frische Hefe
  • 50 ml lauwarmes Wasser
  • 100 g Weizenmehl
  • 125 ml lauwarmes Wasser

Vermischt und verrührt Zucker, Salz, Hefe und die 50 ml Wasser, bis sich die Hefe aufgelöst hat. Geht jetzt das Mehl und die 125 ml Wasser dazu und verrührt alles so lange, bis sich ein homogener Teig, der von der Konsistenz her an Pfannkuchenteig erinnert, entsteht. Lasst diesen Vorteig etwa 20 Minuten gehen, bis er blubbert.

Für den Hauptteig braucht Ihr:

  • 100 g Weizenmehl
  • 200 g Roggenmehl
  • 1 Päckchen fertiger Sauerteig
  • 2,5 g Brotgewürz (Fenchelsamen, Koriandersamen und Kümmel fein mörsern) Ich hab hier einfach ein bissl mehr gemacht und den Rest in ein Gläschen gefüllt. Das kann ich schon irgendwann wieder brauchen…

Gebt die Zutaten des Hauptteiges in den Vorteig und knetet alles so lange, bis ein homogener und klebriger Teig entsteht. Lasst den Teig so lange gehen, bis er sein Volumen verdoppelt hat. Knetet ihn dann nochmal ein wenig durch, formt eine Teigkugel und gebt diese auf ein Backblech. Bestreut die Teigkugel mit etwas Mehl und lasst sie jetzt nochmal 30 Minuten ruhen. Heitzt in der Zwischenzeit den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vor. Stellt eine ofenfeste Schüssel mit Wasser in den Backofen. Backt das Brot dann etwa 35 bis 40 Minuten, dann dürfte es fertig sein.

Habt alle einen schönen freien Montag!

Julia

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18 comments on “Brot backen für Anfänger: schnelles Sauerteigbrot

  1. Ylva
    20. Mai 2013 at 12:53

    Hihi – das hast Du ja wieder süß geschrieben! :)

    Das Brot sieht echt lecker aus! Das mit den Gewürzen hört sich vor allem toll an; das werd ich auch bald mal ausprobieren.

    Den fertigen Sauerteig hatte ich beim letzten Einkaufen auch in der Hand, aber da ich noch Anstellgut im Kühlschrank habe, hab ich den erstmal nicht gekauft. Wie ist der so?

    Ganz viele liebe Grüße und auch Dir einen schönen Feiertag!
    Ylva

    • Julia
      20. Mai 2013 at 13:22

      Danke, liebe Ylva! Die Gewürze haben sich echt gut im Brot gemacht, 2,5 Gramm klingen zwar wenig, haben aber auf die 500 g Mehl vollkommen ausgereicht. Tja, und wie der fertige Sauerteig so ist? Keine Ahnung, er hat sich gut gemacht, würde ich sagen. Ich bin ja totaler Anfänger, deshalb kann ich leider überhaupt keine Aussage treffen :)
      Liebe Grüße
      Julia

  2. Micha
    20. Mai 2013 at 13:14

    Dranbleiben am Brotbacken – Julia, du wirst sehen, ein schönes Brot aus dem eigenen Ofen befriedigt mehr als jeder Kuchen. Es sei denn, du bist eine ausgesprochene Süßschnute ;O)

    viele liebe Grüße

    • Julia
      20. Mai 2013 at 13:26

      Ach Micha, das hoffe ich auch! Brot ist ja so ein essentielles Nahrungsmittel, das ist schon irgendwie was besonderes, wenn man es selber bäckt. Deshalb hoffe ich auf die nächsten Exemplare, die bestimmt gebackt werden :)
      Liebe Grüße!
      Julia

  3. Claudia ~ Food with a View
    21. Mai 2013 at 07:44

    Wunderschön inszeniert ist Dein Brot auf jeden Fall, zumindest da dürfte das jüngste Gericht nichts zu meckern haben ;-). Deine Sauerteig-Ängste teile ich, daher bewundere ich Deinen Mut (und das Ergebnis sieht doch sehr, sehr lecker aus). Und fürchte mich schon jetzt davor, was in meiner einstigen Endzeit-Überprüfung alles an Versäumnissen auf den Tisch kommen wird, die ich in irdischen Gefilden unter selbigen habe fallen lassen… Lieben Gruß!

    • Julia
      21. Mai 2013 at 13:25

      Also das Sauerteigbrot rettet mich vielleicht, aber die Belper Knolle zum Beispiel oder auch das karamellisierte-48Stunden-Apfelkompott wird mir das Genick brechen, ich befürchte das Schlimmste ;)
      Liebe Grüße!
      Julia

    • Claudia ~ Food with a View
      22. Mai 2013 at 00:40

      Oh weh, was kann man denn da machen? Und was um Himmels Willen (hihi) ist denn 48-Stunden-Apfel-Kompott? Das klingt spannend!

    • Julia
      23. Mai 2013 at 20:13

      Na ok, da war ich wohl etwas überschwenglich, die Äpfel müssen nur 6 Stunden in den Backofen, nicht ganze 48 Stunden ;) Google einfach mal “Karamellisiertes Ofen-Apfelmus”, da wirst Du einiges finden!

  4. LeckerMone
    21. Mai 2013 at 12:56

    Das sieht ja mal wieder lecker aus! Wenn da nicht die Feinschaft zwischen dem Hefeteig und mir wäre ;-)
    Liebe Grüße
    Mone :-)

    • Julia
      21. Mai 2013 at 13:27

      Es ist zwar Schade, dass Du und der Hefeteig nicht die besten Freunde sind, es beruhigt mich aber immer wieder zu lesen, dass nicht immer Allen auch Alles gelingen mag …. ein schwacher Trost, ich weiß ;) Mein neues Feindbild ist ja Mürbteig. Seit ich weiß, dass man den nicht so lange kneten soll geht er mir regelmäßig in die Hose…
      Liebe Grüße!
      Julia

  5. Persis
    21. Mai 2013 at 13:28

    Ach, ich habe am Wochenende zwei leicht verunglückte Brote gebacken, die im Vergleich zu der Schönheit aus Sauerteig so schlecht abschneiden, daß sie sich zum Schämen eine Runde in die Ecke stellen müssen.
    Kohlenhydrate sahen selten so lecker aus wie bei Dir!

    • Julia
      21. Mai 2013 at 19:46

      Hach schön! Dann stehen Deine Brote jetzt bei meiner verünglückten Rhabarber-Tarte und meiner Spargel-Terrine. Was die sich da in ihrer Ecke wohl erzählen :)
      Liebe Grüße!
      Julia

  6. mangoseele
    22. Mai 2013 at 00:02

    Ich habe mich auch ganz lange nicht an Sauerteig getraut und war dann ganz überrascht, dass es gar nicht schwierig war selbst einen anzusetzen! Vielleicht versuchst du es ja doch einmal? Ein selbstgezüchteter Sauerteig ist schon noch leckerer als ein fertiger. Weniger Hefe und dafür längere Ruhezeiten bringen auch geschmacklich wirklich viel. Bei mir auf dem Blog findest du auch alle Rezepte, die ich bisher mit Sauerteig gemacht habe – mit Garantie weniger professionll als beim Plötzblog ;-). Und gerade die ersten waren wirklich Idiotensicher.

    • Julia
      24. Mai 2013 at 08:40

      Du, ich werd’s ganz bestimmt mal ausprobieren, denn ehrlich gesagt, will ich jetzt auch wissen, wie das geht :) Die Brote auf Deinem Blog sehen super lecker aus, da werde ich bestimmt fündig!
      Liebe Grüße!
      Julia

  7. zorra
    29. Mai 2013 at 19:30

    Den Backofen musst du volle Pulle aufheizen und dann alle 10 Minuten so 10-20 Grad runterschalten und kurz die Ofentüre öffnen. Mit 180 C gibt das keine Kruste. ;-)

    • Julia
      30. Mai 2013 at 20:13

      Danke Zorra, für Deine Tipps! Ich werde beim nächsten Versuch auch auf jeden Fall deine Bücher zur Hand nehmen und mich an das Basisrezept nach Richmond halten!
      Viele liebe Grüße!
      Julia

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