Ein Besuch im Rührkuchen-Himmel: Mandel-Küchlein mit Aprikosen

Mandel-Aprikosen-Gugl | chestnutandsage.de

Der aktuelle Gugl-Hype kommt mir sehr entgegen, denn da meine Bäcker-Fähigkeiten ausgebaut werden wollen kann ich mich an dieser Kuchenart trainieren. Denn eigentlich gehört Backen nicht zu meinen All-time-Favourites der Küchentätigkeiten. Aber nachdem es so tolle Blogs gibt, auf denen Zutaten abgewogen, gerührt und gebacken werden, will ich da auch mitmachen. Also stehe ich jetzt Sonntag Vormittags in der Küche und werkel gar nicht so streng nach Rezept vor mich hin. Und was dabei heraus kommt, seht ihr hier – ein fluffig, saftiger, leckerer, ach was sag ich: himmlischer Kuchen, zu dem mich Dirk von Cucina e Passione inspiriert hat. Dirk kennt Ihr ja alle, oder? Muss ich nicht viel zu sagen, der Herr weiß eindeutig was er tut. Seine Kreationen bestaune ich (gerne auch mal erfurchtsvoll), das ist nicht nur kochen, damit was auf dem Tisch steht, sondern das ist Lebensmitteln huldigen und das Beste aus ihnen heraus holen. Und so hat er vor ein paar Wochen ein Kuchenrezept vorgestellt bei dem ich mir gedacht hab “Das will ich jetzt sofort essen”: Ein opulenter Cranberry-Schokoladen-Kuchen. Aber einfach so nachbacken wäre ja zu einfach, immerhin will ich ja eine bessere Bäckerin werden. Also habe ich das Rezept für meine vier Guglförmchen umgerechnet, Dulce de Leche gekocht, den Geschmacksthesaurus nach harmonierenden Aromen durchstöbert, und so entstand eben meine Variante: opulente Mandel-Küchlein mit Aprikosen. Anstelle der dunklen Schokolade habe ich Weiße genommen, die Cranberries wurden durch Aprikosen (die ja eh hervorragend zu Mandeln passen) und die Vanille durch Kardamom (weil das so gut zu weißer Schokolade passt) ersetzt. Lecker, sag ich Euch! Übrigens möchte ich mit diesem Beitrag auch mal hochoffiziell Herrn S. vorstellen: Er hat sich extra sein schickes Hemd für dieses Fotoshooting angezogen. Mitgemacht hat er nur, weil ich ihm versprochen habe, ihn ganz groß rauszubringen… und voilà: Sagt “Hallo” zu Herrn S.!

Für 4 Gugl braucht Ihr:

  • 50 g getrocknete Aprikosen
  • 125 g Butter
  • 50 g Zucker
  • 40 g Muscovadozucker
  • 2 Eier
  • 15 g Dulce de leche
  • 15 g Mandelmus
  • 1 Kardamomkapsel, die Samen fein gemörsert
  • 125 g Mehl
  • 2 TL Backpulver
  • 50 g weiße Schokolade, geraspelt
  • 25 g gemahlene Mandeln

Bevor wir anfangen ein kleiner Hinweis zur Dulce de Leche: Ich habe am Vortag zwei Dosen gezuckerte Kondensmilch für 3,5 Stunden gekocht. Ein Schweineenergieaufwand. Ich hätt gleich vier Dosen kochen sollen, aber das krieg ich nie weggegessen. Die Dosen müssen über die ganze Zeit vollständig mit Wasser bedeckt sein, ansonsten können sie angeblich explodieren. Da ich nicht bei den Mythbusters bin, wollte ich das nicht probieren. Verwendet einfach einen ausreichend großen Topf, in den Ihr genügend Wasser füllen könnt, dann passiert da auch nix.

Die getrockneten Aprikosen im Mixer zerkleinern und mit ein bisschen heißem Wasser übergießen, damit sie weicher werden.
Den Backofen auf 170°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Butter und den Zucker schaumig schlagen, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat. Nach und nach Eier, Dulce de Leche und Mandelmus unterrühren.
Das Backpulver mit dem Mehl vermischen, in die Butter-Zucker-Eier-Mischung sieben und unterrühren. Die geraspelte Schokolade und die gemahlenen Mandeln unterheben. Gießt das Wasser der Aprikosen ab und drückt sie noch ein wenig aus. Mischt sie dann in den Teg.
Den fertigen Teig in die Förmchen geben und für etwa 25 Minuten backen, dann aus dem Backofen nehmen und abkühlen lassen.

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