Food for the Soul: Rhabarber mit weißem Schokoschäumchen

Rhabarber und Schokoschaum | chestnutandsage.de

Wenn man es mal so betrachtet, habe ich zwei Vollzeit-Jobs. Bei meinem ersten Job stehe ich von Montag bis Freitag gegen 07:30 Uhr auf, ziehe mein imaginäres Ingenieurs-Kostüm an (so richtig schön mit blauem Kittel, Messschieber und Bleistift hinterm Ohr) und düse dann so um 08:00 Uhr zur Arbeit. Wenn ich dann nach einem langen, harten Arbeitstag (hihihi) nach Hause komme, lege ich das Ingenieurs-Kostüm ab und hervor kommt meine Food-Blogger-Haut. Und das ist mein zweiter Vollzeit-Job, der auch vor Wochenenden kein Halt macht: Food-Blogger. In letzter Zeit ist das ganz schön anstrengend, beide Jobs unter einen Hut zu bekommen. Deshalb muss es ab und zu Auszeiten geben, in denen ich auf der Couch liege, die Füße schön hochgelegt, ein Buch in der Hand, und einfach nichts tue. Um dieses Nichts-tun allerdings zu perfektionieren, sollte ich mir noch ein Social-Media-Verbot auferlegen, denn manchmal überfordert mich die ganze Informationsflut: Immer habe ich Angst die neusten Küchengeräte, das neuste Kochbuch oder das aktuelle Lieblingsrezept von irgendwem zu verpassen. Stress. Homemade sozusagen. Aber Lieblingsrezept ist ein ganz gutes Stichwort, denn dieses hier ist übrigens mein aktuelles Lieblingsrezept: Rhabarberkompott mit weißem Schokoschäumchen. Und es ist genau das Richtige für mich, wenn ich da so auf meiner Couch liege: Wenig Zutaten, kaum Aufwand in der Zubereitung, maximaler “Hmmmmm-ist-das-fein”-Genuss. Außerdem bereite ich es mit einem Sahnesyphon zu, dann geht’s noch schneller. Den gab’s mal beim Kaffeeröster und seitdem bin ich Fan. Die liebe I. hat auch einen, die Profi-Ausgabe davon, und wir alle nutzen ihn gerne und ausgiebig. Denn häufig fehlt ja die schaumige Konsistenz beim Essen – cremig, knackig, sahnig, das hat man häufig auf dem Teller – aber etwas fluffig-schaumiges, das kriegt man nicht so einfach hin. Und ich mag Schaumiges. Aber ich schweife ab… dieses Rezept lässt sich selbstverständlich auch ohne einen Sahnesyphon herstellen, dann hat man eine kompakte, sahnige Schokocreme, das tut dem Geschmack jedoch keinen Abbruch.

Rhabarber Schokoschaum | chestnutandsage.de

Für das Rhabarberkompott braucht Ihr:

  • 500 g Rhabarber in ca. 1 cm große Stücke geschnitten
  • 50 g Zucker
  • 50 ml Pimm’s No. 1
  • 1 TL Vanilleextrakt oder 1 Vanilleschote, halbiert und das Mark herausgekratzt

Heitzt den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vor. Gebt alle Zutaten in eine feuerfeste Form und vermischt alles gut. Backt den Rhabarber ca. 20 Minuten, nehmt ihn dann raus und lasst ihn ein wenig abkühlen.

Rhabarber und Schokoschaum | chestnutandsage.de

Für das Schokomousse braucht Ihr:

  • 100 ml Sahne
  • 1/2 Tonkabohne
  • 200 g weiße Schokolade
  • 200 g Joghurt

Erhitzt die Sahne und raspelt etwa eine halbe Tonkabohne rein. Lasst die Sahne ein wenig vor sich hin sieden, damit sie das schöne Aroma der Tonkabohne aufnimmt. Gebt dann die weiße Schokolade dazu und lasst sie vorsichtig schmelzen. Schüttet diese Sahne-Schoko-Mischung durch ein feines Sieb und gebt dann den Joghurt dazu. Füllt alles in den Sahnesyphon, verschließt ihn und befüllt ihn so wie in der Gebrauchsanweisung beschrieben mit einer Sahnekapsel. Schichtet jetzt erst das Rhabarberkompott in Gläser. Zerbröselt darauf zwei Löffelbisquits pro Glas und füllt dann das Schokomousse darauf. Hach… Lecker!

Meine Lieben, genug entspannt! Ich mach mich jetzt auf zu the Hive und komme dann nächste Woche wieder voller Ideen nach Haus!

Liebe Grüße
Julia

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