Für die Glücksgötter: Sobanudeln mit Gurke und Wakame

,

Sobanudeln mit Gurke und Wakame | chestnutandsage.de

Das Altern zu verlangsamen sei möglich, hörte ich diese Woche. Notwendig sei dafür nur weniges: Glück, wenig Stress, Gemüse und Fisch. Eine einfache Formel, die man auch mitternachts, wenn man eigentlich andere Formeln herunterleiern können sollte, aufsagen kann. Das Altern zu verlangsamen, das finde ich eine attraktive Vorstellung – ich würde sofort, wenn man mich denn lassen würde, zurück auf Anfang 20. Natürlich nicht mit den Erfahrungen, die ich bis heute gesammelt habe, nein. Ich würde gerne wieder genau so naiv, wissbegierig, hungrig sein. Denn das sind doch die besten Voraussetzungen für die ersten zwei Teile dieser Gleichung, die sich an einem bestimmten Punkt im Leben von Konstanten zu Variablen ändern. Meine ich zumindest, stehe aber, wenn man sich die japanische Mythologie anschaut, ziemlich alleine da. Denn hier gibt es die sieben Glücksgötter, die Klugheit, Erfahrung, Wissen, Gelehrsamkeit, Wohlstand, ein langes Leben und Zufriedenheit symbolisieren. Das Altern, so scheint es zumindest, umarmt das Glück und beide bedingen sich gegenseitig. Einig werden sich Japan und ich da wohl nicht. Das werden wir uns nur bei der Tatsache, dass Sobanudeln, Gurken und Wakame-Algen zusammengehören und damit nicht nur ein gelungenes Abendessen an einem heißen Tag bilden, sondern auch die Glücksgötter milde stimmen.

Für 2 Personen braucht Ihr:

  • 180 g Sobanudeln
  • 1 Salatgurke
  • 4 EL Wakame
  • 1 grüne Chili, in feine Ringe geschnitten
  • 2 TL Sesam
  • 2 EL Koriander, fein gehackt
  • Saft von 2 Limetten
  • 2 EL Reisessig
  • 2 EL Mirin
  • 2 EL Sesamöl
  • 2 TL Zucker
  • Salz

Kocht die Sobanudeln nach Packungsanleitung.
Weicht die Wakame in einem kleinen Schüsselchen mit kaltem Wasser für 5 Minuten ein. Gießt sie dann ab und stellt sie beiseite.
Schneidet die Gurke mit einem Sparschäler in dünne Streifen. Gebt die Gurkenstreifen in eine Schüssel und bestreut sie mit 1 TL Salz. Lasst sie solange stehen, bis die Sobanudeln fertig sind.
Gießt die fertigen Sobanudeln ab und schreckt sie mit eiskaltem Wasser ab. Die Nudeln müssen richtig kalt werden. Lasst die Nudeln gut abtropfen.
Vermischt den Saft von 2 Limetten mit dem Reisessig, Mirin, Sesamöl, Zucker und 1 TL Salz zu einem homogenen Dressing.
Vermischt jetzt Sobanudeln, Gurkenstreifen, Wakame und Chili miteinander und gießt das Dressing darüber.
Garniert die Nudeln mit Sesam und Koriander.

Wenn ihr könntet, wie ihr wolltet – würdet ihr zurück auf Anfang gehen oder darf alles so bleiben, wie es ist – im besten Falle nämlich gut?
Alles Liebe,
Julia

Share

11 comments on “Für die Glücksgötter: Sobanudeln mit Gurke und Wakame

  1. Kirschbiene
    11. Juli 2016 at 11:59

    Huhu Julia,
    beim Lesen musste ich eben schmunzeln – zurück auf Anfang 20 erscheint zumindest hin und wieder ganz attraktiv. Doch ich muss sagen, dass ich mich heute (ein paar Jährchen *hüstel* davon entfernt) zufriedener und ausgeglichener fühle. Doch was ich wie du sofort zurücknehmen würde, ist ein gewisses Maß an unschuldiger Naivität – die wäre manchmal gar nicht so schlecht, wie ich heute feststelle ;-).
    Sobanudeln finde ich übrigens g e n i a l und auch die übrigen Zutaten des Rezepts lesen sich fein (Koriander, oh ja).
    Liebe Grüße
    Bianca

    • Julia
      14. Juli 2016 at 21:06

      Oh wie schön, eine weitere Koriander-Befürworterin, das freut mich! Und natürlich würde ich nicht ständig, dauernd, ab jetzt sofort, wieder ganz zurück in die Vergangenheit, ein paar Vorteile bietet das Hier und Jetzt doch schon ;)
      Liebe Grüße!
      Julia

  2. brittakama
    11. Juli 2016 at 17:24

    Echt? Bei mir ist das ganz anders ;-) ich bin heute viel zufriedener und glücklicher als früher, nur die Unbeschwertheit wünsche ich mir oft zurück… und äh ja, okay, ich hätte auch nicht soo viel gegen meinen 20-jährigen Körper einzuwenden, hehe!

    • Julia
      14. Juli 2016 at 21:03

      Ich glaube, mir geht es auch vor allem um die Unbeschwertheit. Die fehlt. Und der 20-jährige Körper natürlich, den tät ich auch wieder nehmen ;)

  3. Ela
    12. Juli 2016 at 21:59

    Ist das Rezept von Ottolenghi? Habe mal eines mit Sobanudeln, Wakame und Gurke von ihm ausprobiert und das war große Klasse :) Die Mischung ist echt toll!
    Liebe Grüße,
    Ela

    • Julia
      14. Juli 2016 at 21:00

      Liebe Ela,
      nein, das ist kein Rezept von Ottolenghi, aber ich kenne das natürlich und muss leider sagen, dass es das erste war, das mir von ihm überhaupt nicht geschmeckt hat. Meiner Meinung nach haben die Mengenverhältnisse nicht gepasst und dann war da noch diese asiatische Süßsauersoße drinnen – nein, meins war das nicht…
      Liebe Grüße
      Julia

  4. Carla
    16. Juli 2016 at 14:51

    Zurück auf Anfang 20? Hm, ich hoffe ja, das sich meine Naivität und Orientierungslosigkeit die nächsten Jahre legt und ich ausgeglichener und zufriedener durchs Leben gehen kann. Ein wenig mehr innere Ruhe und Selbstsicherheit wäre doch schön… Wissbegierig will ich allerdings gerne bleiben und hungrig sowieso – nicht nur auf Essen, aber auch ;) Der Salat klingt sehr fein!
    Liebe Grüße
    Carla

  5. Ylva
    21. Juli 2016 at 12:08

    Was für eine geniale Kombination, liebe Julia… ich bin vernarrt! <3 Und ja, das Altern. So attraktiv es klingt, ich weiß nicht, ob ich zurück möchte nach Anfang zwanzig, müsste ich dann wieder zurück auf die Schulbank und zu viel zu vielen Unsicherheiten. Da zähle ich dann lieber meine Falten, die immer mehr werden. Und gönne mir dann dieses feine Essen hier um zumindest im Kopf schön frisch zu bleiben. Die Zutaten wären sogar alle im Haus ;)
    Ganz liebe Grüße, ich drück Dich feste!
    Ylva

  6. Mel | Ricemikmaid Blog
    22. Juli 2016 at 10:01

    Tolles Rezept! Auch dein Text ist sehr inspirierend. Vielen Dank dafür. :-) Ich versuche mich so gut ich kann auf das Jetzt zu fokussieren. Vergangenheit und Zukunft sind im Prinzip nur in unserer Vorstellung real. Sich davon in der Gegenwart beeinflussen zu lassen ist also eigentlich blöde. Ich versuche deshalb das Jetzt immer als wertvolles Ergebnis meiner Entwicklung zu betrachten. Jeder Abschnitt hat schließlich seine Stärken, Herausforderungen und Freuden – das zu erkennen ist sehr wichtig, denke ich. ;-) LG, Mel

  7. Maikki | Maikin mokomin
    14. November 2016 at 19:07

    This is beautiful! I love your food styling :)

    • Julia
      14. November 2016 at 19:47

      Thank you so much! I’m happy you like it <3

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *