Zwischen Spät-Winter und Früh-Jahr: Orangensalat mit Fenchel

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Orangensalat mit Fenchel | chestnutandsage.de

Es ist die Zeit des Dazwischen-seins, ein Nicht-mehr-Winter aber Noch-nicht-Frühling. Die Übergangsjacken-Zeit. Ein Heizköper an, Heizkörper aus, winter-traurig und doch frühlings-froh. Und in dieser Zeit, in der der Wandel greifbar ist, hofft man ja gerne darauf, dass alles besser wird, nicht nur anders, sondern überraschend und neu. Dass sich Möglichkeiten eröffnen, von denen man nicht gewagt hat zu träumen. Dass man sich nur bücken müsse, um die neuen Chancen zu pflücken, Chancen, die nur so aus dem Boden schießen, wie Schneeglöckchen, Krokusse und Märzenbecher. Doch hoffen reicht nicht, kann Veränderung doch nicht durch andere geschehen, soll sie zufriedenstellen, sie muss aus einem selber herauskommen, sonst bleibt da nur ein Gefühl des Überrumpeltseins, des Nicht-mitsprechen-dürfens. Dabei möchte man doch selber gerne sein Schicksal in der Hand halten. Es weht also der Wind der Veränderung, und ein chinesisches Sprichwort sagt, dass die Mutigen jetzt Windmühlen bauen. Ich nutze den frischen Wind erstmal dazu, die schweren Töpfe im Schrank zu lassen und endlich wieder Salatbesteck vor sich hin klappern zu lassen. Mehr Veränderung brauche ich gerade nicht.

Für 2 Personen braucht Ihr:

  • 4 (Blut-)Orangen, z.B. Tarocco-Orangen
  • 1 kleiner Fenchel, fein gehobelt
  • 150 g Feta, zerkrümelt
  • 1 kleiner Bund Dill, zerrupft
  • 1 kleine Handvoll Minze, grob gehackt
  • 2 Frühlingszwiebeln, in Ringe geschnitten
  • 1/2 Chili, fein gehackt
  • 3 EL Olivenöl
  • 2 EL Apfelessig
  • 1 TL Senf
  • 1 TL (Szechuan-)Pfeffer
  • Salz

Bereitet zuerst die Orangen vor: Schält die Orangen und schneidet sie in etwa 0,5 cm dicke Scheiben. Werft die Schalen nicht weg, sondern bereitet lieber diese Köstlichkeiten zu.
Vermischt die Orangen mit Fenchel, Dill, Minze und Frühlingszwiebeln.
Verrührt dann Olivenöl, Essig, Senf, Salz und Pfeffer zu einem homogenen Dressing, das ihr gleich über den Salat gebt.
Krümelt dann noch den Feta über den Salat und gebt – je nachdem, wie gerne ihr scharf esst – noch ein wenig Chili über alles.

Genießt den Salat mit schönem Baguette, wickelt Euch in eine warme Decke, streckt die Füße in die warme Sonne und habt einen schönen Sonntag!
Julia

Photo-Credit: Orangenbild von Erol Ahmed via unsplash.com

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12 comments on “Zwischen Spät-Winter und Früh-Jahr: Orangensalat mit Fenchel

  1. Franziska
    22. März 2015 at 14:06

    Chancen pflücken und Windmühlen bauen – das spielt sich bei mir gerade auch ab. Manchmal ist es beflügelnd und in anderen Momenten macht es mir riesengroße Angst. Vor allem der Gedanke, eventuell die falsche Chance zu nutzen und die richtige nicht zu bemerken…
    Dein Salat klingt sehr lecker, ich bin kein Fenchel-Fan, aber in dieser Kombi kann ich ihn mir doch gut vorstellen.

    Liebe Grüße
    Franziska

    • Julia
      22. März 2015 at 15:20

      Deine Situation kommt mir nur zu bekannt vor, liebe Franziska. Wenn man mittendrinnen steckt, weiß man nicht, wo einem der Kopf steht. Und im Nachhinein betrachtet lacht man sich manchmal kaputt, wie man sich nur so viel Gedanken hat machen können. Ich hoffe, Du findest Dich im Chancen-Dschungel zurecht <3
      Liebe Grüße!
      Julia
      ...und der Fenchel passt hier ganz hervorragend!

  2. Alex
    22. März 2015 at 14:17

    Hm, das klingt aber lecker. Greift die besten Sachen des Winter nochmal auf (Orangenliebe) und verbindet sie mit dem Frühling! Danke für das tolle Rezept!

    • Julia
      22. März 2015 at 15:18

      Sehr gerne, liebe Alex! Ich liebe Orangen auch sehr und versuche noch so viele zu essen, wie es nur geht, bevor die Saison vorbei ist :)

  3. Our Food Stories
    22. März 2015 at 16:49

    wunderbare worte liebe julia! und der salat sieht köstlich aus <3
    alles liebe,
    laura & nora

    • Julia
      23. März 2015 at 20:37

      Danke, ihr Lieben!

  4. Claudia ~ Food with a View
    22. März 2015 at 23:14

    Mmmh, so ein schöner Übergangssalat! KItzelt alle Sinne, wie der Frühling – in Berlin hat er sich schon blicken lassen mit Krokussen und Sonne. Liebe Grüße!

    • Julia
      23. März 2015 at 20:38

      Ich wünschte, der Übergang würde es ein wenig eiliger haben, hier ist schon wieder Trübsalblasen angesagt… hoffen wir, dass sich die Sonne bald wieder zeigt :)

  5. Ylva
    23. März 2015 at 08:26

    Mhh, liebe Julia! Ich kann diese zitrushaft-spritzige Frische bis hier hin riechen und die Kräuter tun ihr Übriges um alle Sinne wach zu kitzeln, damit man aufgeweckt und bereit in den Frühling starten kann. Und allein schon diese Frische ist doch vorerst Veränderung genug… 
    Ich drück Dich feste und wünsche Dir, dass Du all die Veränderung findest, die Du gerade brauchst. <3
    Liebe Grüße,
    Ylva

    • Julia
      27. März 2015 at 18:46

      Absolut! Das ist gerade das richige Maß an Veränderung, mehr brauche ich auch nicht :) Liebe Grüße zurück!
      Julia

  6. Dani
    25. März 2015 at 17:30

    Veränderungwind… das hört sich nach einer spannenden aber auch herausfordernden Zeit an. Wir spüren die Ausläufer zur Zeit indem wir plötzlich Platz machen müssen weil wir zu viel alles überall finden – so sind die Küchenschränke seit dem letzten Wochenende bereits frühlingsleicht und frisch und erfreuen mich seither jeden Tag. Jaja, die kleinen Dinge… :)
    Liebe Grüße!
    Dani

    • Julia
      27. März 2015 at 18:47

      Das ist eigentlich auch eine sehr gute Idee zum Frühlingsanfang, liebe Dani, sich vom Winterballast trennen. Das gehe ich jetzt auch langsam an, frühlingshafte Leichtigkeit klingt doch zu verlockend :)
      Liebe Grüße!
      Julia

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