Kaffeeküchentratsch: Zwetschgen-Streusel

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Zwetschgen-Streusel | chestnutandsage.de

Mit dem Wechsel der Jahreszeiten wird der Lauf der Zeit greifbar. Nicht nur Bäume wechseln ihr Laub, auch bei Menschen fallen Veränderungen auf. Die erste graue Strähne. Fältchen, die sich wie Sonnenstrahlen um Augenpaare, die lesebrillenberahmt werden wollen, eingebrannt haben. Wohlstandsbäuchchen, die sich unter Poloshirts wölben und von denen belächelt werden, die die späte Freude des Ausdauersports entdeckt haben. Es ist schön, Menschen so lange Zeit zu kennen, dass man weiß, wie sie sich in den vergangenen Jahren verändert haben. Und wie sie doch die Gleichen geblieben sind obwohl sich Gegebenheiten so sehr verändert haben. Es ist diese Vertrautheit, eine Verlässlichkeit und ein Wissen, dass man im Notfall füreinander einsteht. Dass man ein Team ist und trotzdem jedem die Möglichkeit bietet zu glänzen. Und dass man sich einfach mal so in der Kaffeeküche treffen und bei einem Stück Zwetschgen-Streusel und einem Tässchen Espresso den letzten Tag, die letzte Nachtschicht – selbsverständlich inklusiver aller Kuriositäten – Revue passieren lassen kann.

Für eine 22 cm große Backform voll Zwetschgen-Streusel braucht Ihr:

(nach einer Idee von hier)

  • 240 g Mehl (geht gut mit einer Mischung aus Vollkorn und normalem Mehl)
  • 30 g Haferflocken
  • 115 g Zucker
  • 1 TL Zimt
  • 1/2 TL gemahlenen Ingwer
  • 1 Prise Salz
  • 180 g geschmolzene Butter (wer es vegan mag nimmt Margarine)
  • 400 g halbierte und entkernte Zwetschgen (oder was die Saison gerade so hergibt)

Heizt den Backofen auf 180°C (Ober-/Unterhitze) vor. Vermischt alle Zutaten bis auf den Zwetschgen miteinander. Verrührt einfach alles zu einem schönen, homogenen Teig. Das geht am besten mit den Händen.
Buttert die Backform ein. Verteilt dann zwei Drittel des Teiges in der Backform. Drückt den Teig einfach flach in die Form, zieht den Teig am Rand ein wenig hoch. Verteilt die Zwetschgen auf dem Teig. Krümelt aus dem restlichen Teig schöne unregelmäßige Streusel, die ihr über den Zwetschgen verteilt.
Schiebt den Kuchen in den Ofen und backt ihn dort 50 Minuten, bis die Streusel schön golden sind.

Ihr Lieben, kommt gut ins Wochenden! Und wenn Ihr Zwetschgenkuchen lieber mit Hefeteig mögt, dann schaut unbedingt bei Julia vorbei. Dieser Kuchen sieht einfach zu gut aus!
Liebe Grüße,
Julia

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19 comments on “Kaffeeküchentratsch: Zwetschgen-Streusel

  1. Julia
    25. September 2015 at 17:22

    Beim Anblick dieses Crumbles möchte ich gleich auf den Markt und Zwetschgennachschub kaufen!
    Das Schöne oder Beruhigende an den altersbedingten Veränderungen: Es betrifft nicht nur einen selbst, sondern auch die anderen.

    • Julia
      28. September 2015 at 19:43

      Hach ja, wem sagst Du das! Auch wenn man das Ziehen im Rücken langsam nicht mehr wegdiskutieren kann ;)
      Liebe Grüße!

  2. Krisi von Excusemebut...
    25. September 2015 at 19:03

    Sieht unglaublich lecker aus, ich liebe Crumble sowieso. Ich habe gerade auf meinen Blog auch einen Zwetschgen-Crumble gepostet, nur auf eine bisschen andere Art. Falls du Lust vorbei zuschauen:
    http://excusemebutitsmylife.blogspot.ch/2015/09/blitzrezept-pflaumencrumblesnack.html

    Liebe Grüsse,
    Krisi

    • Julia
      28. September 2015 at 19:41

      Liebe Krisi, Dein Zwetschgen-Crubmle sieht ja auch zu verführerisch aus, auch wenn das Obst-Streusel-Verhältnis nahezu umgekehrt zu meiner Variante ist ;)
      Liebe Grüße!
      Julia

  3. brittakama
    25. September 2015 at 19:47

    Wenn man das liest, möchte man sofort deine Freundin sein :)
    Ich bin auch immer froh, dass ich mit Freunden, die ich schon laaange kenne, so viel Vertrautes habe und so vieles teilen kann, inklusive (nicht immer erwünschter :D) Veränderungen…

    • Julia
      28. September 2015 at 19:39

      Ach Britta, das ist so lieb, danke <3 Die eigenen Veränderungen verdrängt man ja zu gerne, nicht wahr?
      Liebe Grüße!

  4. Claudia ~ Food with a View
    27. September 2015 at 10:32

    Wunderschön sehen sie aus, Deine Zwetschgen-Streusel für den Kaffeeplausch über den Wandel der Zeit :-). Lieben Gruß!

    • Julia
      28. September 2015 at 19:37

      Vielen Dank, liebe Claudia!

  5. Ylva
    27. September 2015 at 15:45

    Liebe Julia, was liebe ich Deine unkomplizierten Kuchenrezepte! Und bei so einem feinen Krümel-Boden mit Zimt bestreutem Obst obendrauf kann man einfach nur alles richtig machen. Außerdem geht doch nichts über Streusel…! ;)
    Liebe Grüße,
    Ylva

    • Julia
      28. September 2015 at 19:36

      Hach ja, Ylva, Du weißt doch, dass ich zwar gerne Kuchen esse, aber nicht so die große Bäckerin bin :) Und mit Zimt (und mit Streuseln) ist doch sowieso gleich alles besser, oder?
      Ganz viele lieb Grüße <3
      Julia

  6. Birgit K.
    28. September 2015 at 17:18

    Gestern nachgebacken – einfach köstlich. Habe Alsan genommen, dann ist er sogar vegan! Kommt auf jeden Fall in mein Backbuch!

    Danke, Gruß Birgit

    • Julia
      28. September 2015 at 19:34

      Oh, Birgit, wie wunderbar! Ich werde im Rezept gleich noch nachtragen, dass der Kuchen mit Alsan auch gut schmeckt :)
      Liebe Grüße!
      Julia

  7. Ela
    29. September 2015 at 14:47

    Zwetschgen sind gebacken einfach ein Traum :) Ich hab auch schon Zwetschgen Crumble gemacht, aber ohne Teig unten drunter, weil ich das Obst sowieso am liebsten mag, hehe..
    Liebe Grüße,
    Ela

    • Julia
      4. Oktober 2015 at 19:58

      Dann dürfte Dir doch auch bestimmt die Kombination von Krisi am besten gefallen, oder? Nur eine große Zwetschge, die leicht “be-crumbled” wird :)
      Liebe Grüße!

  8. Raumfee
    30. September 2015 at 17:58

    Oh, sieht der lecker aus. Zwetschgenkuchen mit Streuseln udn Zimt ist für mich eine dieser Kindheitserinnerungen, die sich ganz fest in meine Seele geschraubt haben. Bilder- und Erinnerungsflut…
    LG, Katja

    • Julia
      4. Oktober 2015 at 20:00

      Liebe Katja, was für eine schöne Kindheitserinnerung! Ich hoffe, Du konntest ein wenig schwelgen?
      Liebe Grüße!

  9. Mahée Ferlini
    30. September 2015 at 23:22

    Seht sehr suß und schmackhaft aus!

    • Julia
      4. Oktober 2015 at 19:59

      Ganz so süß ist der Kuchen gar nicht, es kommt natürlich auf das Obst an. Wenn du es also lieber süß magst, würde ich Dir empfehlen, die Zuckermenge zu erhöhen!

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