Ein schnelles Pausenbrot: Crostini mit Hummus und Cavolo Nero

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Crostini Cavolo Nero | chestnutandsage.de

Die Mittagspause mal nicht im Büro zu verbringen birgt einen gewissen Reiz in sich. Man verlässt für nur kurze Zeit das Arbeitsleben mit all seinem Dunst, Trott, Alltag und tritt hinaus in das Gefühl, dass man sonst nur von einem Freitagabend oder Wochenende kennt. Ein kurzer Abstecher in eine andere Welt, warum nicht für ein schnelles Date mit dem Liebsten? Diese Mittagspausen-Dates sind irgendwie romantisch, was große Worte sind für eine ausgesprochene Nicht-Romantikerin wie ich es bin. Eine schnelle Portion Yaki Udon im Sakura, ein Teller Kässpätzle am Stand ganz vorne in der Fleischhalle, ein kurzer Spaziergang über den Markt, ein flüchtiger Kuss, ciao ciao, wir sehen uns heute Abend, und schon sitzt man wieder am Schreibtisch. Ich mag das sehr gerne.

Auf dem Nachhauseweg eines solchen Mittags-Tête-à-Tête sah ich dann ihn: den Cavolo Nero. Für mich ist der Palmkohl, oder auch Schwarzkohl, die Neuentdeckung des Winters, denn abgesehen von Rosenkohl und Rotkohl, bin ich kein Kohl-Fan. Zu muffig, zu schwer – Kale-Chips hin oder her – ich muss nicht alles mitgemacht haben. Bei dieser Kohlart mache ich aber eine Ausnahme: Süßlich schmeckt er und herrlich nussig, so irgendwie, dass ich gar nicht genug davon bekommen kann. Bei jedem Gang über den neu dazu bekommenen Markt in der neuen Nachbarschaft wandert er nun in den Korb und wird seitdem gerne als Belag für Crostini zubereitet, die übrigens ein wunderbarer Snack sind für alle, die ihre Mittagspause nicht ganz so ausgedehnt zelebrieren können. Die Idee für diese Leckerei stammt von Sybille, mit Spinat und Dukkah zubereitet wandert diese hoch-delikate Variante des belegten Brots immer wieder und sehr gerne auf meinen Teller. Eine Schande, dass ich sie jetzt erst mit Euch teile!

Für zwei Personen braucht Ihr:

  • 2 kleine Portionen Cavolo Nero
  • 1 kleine Zwiebel, in feine Ringe geschnitten
  • 1 Knoblauchzehe, in feine Scheiben geschnitten
  • Olivenöl
  • Muskatnuss
  • Hummus (schaut mal hier und dort und vielleicht auch da…)
  • Pecorino
  • Salz und Pfeffer
  • Pecorino, frisch gerieben
  • Brot, Weißbrot geht immer, aber ein reines Roggenbrot passt auch wunderbar

Entfernt vom Cavolo Nero die harten Blattstrunke und schneidet die Blätter dann in grobe Stücke.
Bratet die Zwiebelringe und die Knoblauchscheiben in Olivenöl an, sie dürfen ruhig etwas Farbe annehmen. Gebt dann die grob gehackten Kohlblätter hinzu und gießt etwas Flüssigkeit an, sodass der Kohl schön weich werden kann. Gebt eine Prise Salz und Pfeffer hinzu und lasst alles etwa 15 Minuten abgecket vor sich hin schmurgeln. Schmeckt den Kohl mit Muskatnuss ab.
Bestreicht die Brotscheiben mit etwas (viel) Hummus. Belegt jede Scheibe dann mit einer schönen Portion des Cavolo Nero. Garniert jede Portion mit frisch geriebenem Pecorino.

Wenn Ihr diesen kleinen Snack in eine veritable Vorspeise verwandeln möchtet, könnt Ihr jede Portion noch mit einem pochierten Ei garnieren.

Lasst es Euch gut gehen, ihr Lieben, und habt ein schönes Wochenende!

Julia

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14 comments on “Ein schnelles Pausenbrot: Crostini mit Hummus und Cavolo Nero

  1. Dani
    14. Februar 2014 at 10:40

    Du. hast. Schwarzkohl. gefunden.
    Ich will auch!
    Du Glückliche… bei uns gibt´s nur den normalen, krausen Grünkohl… der ist zwar auch sehr nett, aber ich würde sooooooo gerne mal den anderen probieren, wurde aber hier auf den Märkten bisher leider noch nicht fündig. Spiele seit Neuestem mit dem Gedanken, ihn deshalb selbst auf dem Balkon anzubauen, Samen hab ich sogar schon gefunden aber ob das was wird ;)

    Ach und: Mittagspausen Tête à Têtes sind was ganz wunderbares. Bei uns leider kaum möglich, aber ganz ganz selten klappt es doch mal und das ist dann besonders schön.

    Liebe Grüße!
    Dani

    • Ylva
      14. Februar 2014 at 11:18

      Schwarzkohl habe ich hier auch noch nicht gefunden, meine Liebe. Dabei würde auch mich das jetzt auch total reizen. Sobald ich eine Quelle ich der Gegend gefunden habe, melde ich mich mal bei Dir… (hmmm… ob die Markthalle das hat…?).

    • Dani
      21. Februar 2014 at 12:08

      Das wäre total lieb, Ylva! :)

    • Julia
      15. Februar 2014 at 09:31

      Liebe Dani, ich war selber auch überrascht, als ich ihn da einfach so liegen sah. Manchmal muss man vielleicht einfach die Suche aufgeben, dann findet man Dinge viel leichter? Ich werde ihn übrigens auch im Garten anbauen, den Schwarzkohl, und muss dann halt hoffen, dass er nicht den Schnecken zum Opfer fällt. Warum sollte das denn auf dem Balkon nichts werden? Ich pflanz Gemüse ja auch gerne in so großen Speiseimern an, die haben dann etwa 60 L, mit Mangold hab ich da super Erfahrungen gemacht, probier’s doch einfach?
      Liebe Grüße!
      Julia

    • Ylva
      15. Februar 2014 at 21:27

      Guten Abend meine Liebe(n).
      Gegen Schnecken hilft (soweit ich weiß – ich hoffe, ich erzähl da jetzt nix falsches) daneben gepflanzter Knoblauch. Hat bei uns im Garten bisher immer geholfen, obwohl wir auch ziemlich oft Schnecken aussortieren müssen…
      Ganz herzliche Grüße,
      Ylva

    • Dani
      21. Februar 2014 at 12:10

      Mensch Mädels, ihr macht mir ganz schön Balkongärtnerlust :) Letztes Jahr gab´s u.a. Pflücksalat, den hatte ich ohne große Hoffnung in einem großen runden Terrakotta Topf ausgesät und zu meiner größten Überraschung war es der totale Hit! Es gibt einfach nichts Schöneres, als sich sein Grünzeug kurz mal vom Balkon (oder Garten) zu ernten.

  2. Ylva
    14. Februar 2014 at 11:22

    Ist das wieder ein herrliches Rezept, liebe Julia. Und dann wieder so wunderschön abgelichtet!

    Tête à Têtes zur Mittagspause klingen wirklich verlockend – ich muss mal Herr Zuckerwatte fragen, ob wir das auch ab und an einführen können.

    Dein Rezept wandert jedenfalls umgehend auf die Probieren-Liste – allein schon wegen der Kombination Brot & Pecorino ;) Schwarzkohl habe ich leider wie Dani auch noch nirgendwo entdecken können, aber vielleicht muss ich nur nochmal die Augen besser aufhalten.

    Ganz liebe Grüße und ein schönes Wochenende!
    Ylva

    • Julia
      15. Februar 2014 at 09:28

      Vielen lieben Dank, Ylva! Ich freu mich ja immer sehr, wenn sowohl Rezept und Bild gefallen :) Der Schwarzkohl hatte mich ja auch vor Herausforderungen gestellt, geisterte er doch letztes Jahr schon durch viele Blogs, so ähnlich wie der Cime di Rapa. Für beide hab ich jetzt endlich meine Bezugsquelle gefunden, was mich wirklich froh macht! Heute wandert endlich Puntarelle in den Einkaufskorb, mal sehen, was mich da erwartet :)
      Ich wünsch Dir auch ein sehr schönes Wochenende!
      Liebe Grüße,
      Julia

  3. Theresa
    14. Februar 2014 at 14:16

    liebe Julia,
    den Schwarzkohl habe ich auch schon in meinem Bioladen des Vertrauens erspäht, aber mich bisher noch nicht an ihn herangewagt. Wie es aussieht, ein fataler Fehler! ;) Ich danke dir für das leckere Rezept mit dem attraktiven Herrn Cavolo Nero und wünsche dir auch ein wunderschönes Wochenende! Liebe Grüße, Theresa

    • Julia
      15. Februar 2014 at 09:22

      Liebe Theresa, dann machen wir es doch so: Ich kauf heute irgendein Gemüse, dass ich noch überhaupt nicht kenne, und Du kaufst Schwarzkohl. Mal sehen, was uns beiden dann passiert :)
      Viele liebe Grüße,
      Julia

  4. Sybille
    15. Februar 2014 at 10:50

    Wunderbar dein “Pausenbrot!… und selbstverständlich ganz mein Geschmack.♥♥

    • Julia
      15. Februar 2014 at 17:39

      Ach Sybille <3 Da schieb ich Dir noch ne belegte Stulle rüber :)
      Liebe Grüße!
      Julia

  5. Claudia ~ Food with a View
    20. Februar 2014 at 22:06

    Hach! Ich hätte jetzt auch gern Mittagspause, so am Abend um 22 Uhr und mit diesen leckeren kleinen Leckerdingern ;-). Ich finde ja, dass Kohl für alles taugt, und wie Du beweist sogar als Brotbelag. Ich bin derzeit ein bisschen Blog-müde, was vor allem an sehr viel Arbeit liegt, aber solche Posts zeigen mir dann wieder, das man den Leseausflügen in die Blogosphäre nicht zu lange fernbleiben darf, man verpasst zu viel Schönes. Danke für die Inspiration, liebe Julia!

    • Julia
      22. Februar 2014 at 13:34

      Liebe Claudia, alles hat nunmal seine Zeit, manchmal muss man mehr arbeiten, manchmal mehr bloggen, machmal keines von beidem tun :) Hauptsache Du bleibst uns erhalten! Ich bin dieses Jahr vom Kohl tatsächlich sehr angetan, mal sehen, wie lange ich ihn noch auf dem Markt finden werde und was ich dann noch mit ihm anstellen werde :)

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