Gelbe-Rueben-Ingwer-Suppe | chestnutandsage.de

Das Offensichtliche: Gelbe Rüben mit Ingwer

Es hat sich etwas verändert, ganz langsam, ganz leise. Die unbarmherzige Härte des heißen Sommerlichts ist einem sanften, die Landschaft mit Gold überziehenden Glanz gewichen. Die gedankenlähmende Hitze wird durch kecke Windstöße, die leichte Sommerröcke wie Schwalben in die Luft aufschrecken und bunte Blätter durch die Luft wirbeln lassen, abgekühlt. Es ist ganz offensichtlich: der Spätsommer ist da. Und wie jedes Jahr, wenn die Tage kürzer werden, wenn die Freiluft gewöhnten Beine wieder in lange Hosen gesteckt, wenn das Vergängliche, ja die Vergänglichkeit von Freibadküssen und Barfußgehen geradezu greifbar wird, drängt sich eine Melancholie in den Alltag, die heuer jedoch umarmt und Willkommen geheißen werden will. Denn jedes Ende, diesen Spruch bemühe ich hier doch allzu gerne, bedeutet ja auch einen Anfang wagen, und dieser Zauber des Neuen, des beginnenden Herbstes, der doch so viel mehr kann als Nieselregen und Nebelschwaden, soll ganz einfach und farbenfroh begrüßt werden.

Für 2 Personen Gelbe-Rüben-Ingwer-Suppe braucht Ihr:

(nach einer Idee von J. Lafer)

  • 1 kleine weiße Zwiebel, geschält und fein geschnitten
  • 20 g frischer Ingwer, geschält und fein geschnitten
  • 400 g Möhren, fein feschnitten
  • 2 TL Honig
  • 700 ml Gemüsebrühe
  • Saft 1/2 Zitrone

Erhitzt 1 EL Öl in einem Topf und schwitzt darin Zwiebel, Ingwer und Möhren an. Gebt 2 TL Honig dazu, lasst ihn leicht karamellisieren und löscht dann alles mit heißer Gemüsebrühe ab.
Lasst die Suppe mit aufgelegtem Deckel etwa 20 Minuten leise köcheln. Püriert die Suppe und schmeckt sie mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer ab.

Wer sich dem Wetter auch mal gerne so smalltalk-sprengend nähern möchte, kann dies hier tun, denn der philosophische Wetterbericht ist bereits in der dritten Ausgabe erschienen.
Habt eine schöne Woche!
Liebe Grüße
Julia

Photo Credit: links von Davide Ragusa via unsplash.com, rechts von mir.

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