Yasai Yaki Udon | chestnutandsage.de

Yasai Yaki Udon

Wenn ich essen gehe neige ich dazu immer das gleiche zu bestellen. Gnocchi im Pastissima, Gemüse-Curry im Rheingold, Yasai Yaki Udon im Sakura, meinem Lieblingsimbiss auf dem Stadtmarkt. Sakura, die japanische Kirschblüte, steht für Schönheit, Aufbruch und Vergänglichkeit doch nach der fragilen Zartheit der filigranen Blüten muss man in diesem schmucklosen Büdchen suchen. Hat man sich durch die volle Gemüsegasse gedrängt, ist man an Obst-, Fisch- und Wildhändlern vorbei, hat man all die exotischen Lebensmittel bestaunt, findet man das Sakura versteckt am hinteren Teil des Marktes zwischen Parkhauseingang und dem Café, in dem sich die etwas abgehalfterte Hautevolee auf einen Expresso (einen besonders schnell herunterzustürzenden Espresso) oder ein Glas Prosecco trifft. Wie eine Mischung aus Gartenlaube und Baucontainer steht es da, mit einer großen Glasscheibe durch die man das bunte Treiben beobachten und kommentieren kann, eingesäumt von dunkelbraunen, massiven Holztischen, die das kleine Häuschen im Sommer wie im Winter vor dem Ansturm hungriger Gäste zu schützen scheinen. Serviert wird, was im japanischen vermutlich unter “gut bürgerlich” zu verstehen ist – Misosuppe, Curry Roux, Yakitori und das Essen meiner Wahl: Yasai Yaki Udon. Dicke Weizennudeln, pfannengerührt in einer süßlich-herben Sauce mit knackigen Karottenscheiben, feinen Kohlblättchen und ein paar wenigen, weichen Tofuwürfeln. Ein Gericht, das so zufrieden macht, wie es eben nur eine Schale voll dampfender Nudeln vermag und das ich mir aus genau diesem Grund immer wieder bestellen werde.

Für 2 große Portionen Yasai Yaki Udon braucht Ihr:

(inspiriert von Japan Food Addict | mit selbstgemachten Udon-Nudeln)

  • 250 g Weizenmehl
  • 12 g Salz
  • 125 g Wasser
  • 1 Frühlingszwiebel, in Ringe geschnitten
  • 2 Knoblauchzehen, in feine Scheiben geschnitten
  • 3 EL Sojasoße
  • 2 EL Mirin
  • 1 EL Sake, alternativ geht auch Sherry oder Portwein
  • Salz und Pfeffer
  • Sesam
  • Kräuter, z.B. Thaibasilikum (das ist zwar nicht authentisch, aber lecker)

Vermischt Mehl, Salz und Wasser miteinander und knetet alles mit der Küchenmaschine für 10 Minuten. Der Teig soll sehr fest und trocken, aber trotzdem elastisch sein. Lasst den Teig dann eine Stunde ruhen.
Gebt den Teig dann in eine Plastiktüte und tretet 5 Minuten darauf herum (ab Minute 6). Rollt den Teig dann mit einem Nudelholz 2 mm dick aus. Bestäubt den Teig mit Reismehl und faltet ihn dann zickzackartig zusammen. Schneidet den Teig in 2 mm dicke Scheiben und fieselt die Nudeln auseinander. Erhitzt Wasser in einem Topf und kocht die Nudeln darin 6 Minuten. Gießt die Nudeln dann ab und schreckt sie mit warmen Wasser ab, die überschüssige Stärke soll abgewaschen werden.
Erhitzt in einer großen Pfanne 2 EL neutrales Öl und bratet darin für 2 Minuten die Frühlingszwiebel und den Knoblauch.
Vermischt Sojasoße, Mirin und Sake miteinander.
Gebt dann die Sojasoßenmischung und die Udon-Nudeln in die Pfanne und bratet alles für weitere 3 Minuten, sodass die Nudeln wieder richtig heiß werden.
Verteilt die Nudeln auf 2 Schüsseln und garniert sie mit Sesam und Kräutern.

Ich mag Yasai Yaki Udon auch gerne mit gebratenen Kräutersaitlingen, Tofu und Gari. Oder natürlich ganz klassisch mit Kohl und Karotten. Oder eben so, ganz pur, ganz einfach, mit nur Frühlingszwiebeln und viel Knoblauch – probiert einfach aus, wie es Euch am besten schmeckt.

Habt ein schönes Wochenende!
Julia

 

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