Die Ferne, die Nähe, das Gute, greif zu!

Kokospudding | chestnutandsage.de

Man reist ja, um das Fremde zu erleben. Mir fällt dabei auf, dass ich mich umso wohler fühle, je weiter ich fort bin. Beim ersten Schritt auf einen neuen Flughafen atme ich die vertraute Melange aus Kerosin und Filterkaffee ein, begrüße ich die Wärme, die sich wie ein Mantel um mich schmiegt. Asien und ich, das ist eine große Liebesgeschichte. Dabei ist das Ziel beim Reisen doch die eigene Komfort-Zone zu verlassen. Bekanntes beiseite zu schieben. Sich in ein Abenteuer stürzen. Und das muss nicht in der Ferne geschehen, sondern kann im eigenen Garten stattfinden. Denn eine Nacht im Zelt auf der grünen Wiese kann den tapfersten Bürotiger in ein ängstlich schnurrendes Kätzchen verwandeln. Das Wispern des Windes, rauschende Blätter, hier ein Knacken – da muss doch was sein! Ein Wildschwein, mindestens! Soll sich hier nicht auch wieder der Wolf ansiedeln? Und dann… Entwarnung! Ein Igel, der sich durchs Dickicht wühlt, ein Mäuschen auf der Suche nach ein paar Beeren. Fest eingekuschelt in eine Decke fällt man unter dem Firmament in einen tiefen Schlaf, der erholsamer nicht sein könnte und durch das Zwitschern der Vögel in den dunstigen und frühen Morgenstunden beendet wird. So erlebt man kleine Abenteuer. Man ist nicht weit gereist und doch weit weg gewesen. Nach so einer Nacht hilft dann nur etwas, das Leib und Seele wieder zusammenführt und für einen Tag im Freien stärkt. Etwas Süßes, dass sich zur Not auch auf dem kleinsten Camping-Kocher zubereiten lässt und auch die derzeit hohen Temperaturen gut übersteht, wenn es zu späterer Stunde, nach einer Wanderung, genossen werden will.

Für 4 Portionen Kokospudding braucht Ihr:

  • 1 Dose Kokosmilch (400 ml)
  • 100 ml Wasser
  • 80 g Zucker
  • 15 g Speisestärke
  • Frische Beeren
  • Pro Portion 1 EL Granola (z.B. das hier, oder das, oder das)

Löst die Speisestärke in 100 ml Wasser auf. Kocht die Kokosmilch, die aufgelöste Speisestärke und den Zucker miteinander auf. Füllt den Pudding dann in Gläser und lasst ihn fest werden. Garniert jede Portion mit frischen Beeren und einem Esslöffel Granola.

Wie sehen Eure Urlaubspläne aus? Werdet Ihr in die Ferne schweifen oder das Gute, das so nah liegt, genießen?
Liebe Grüße!
Julia

…dieser Post ist auch gestern bei Britta als kleiner Beitrag zur Camping-Woche erschienen. Und weil es mal wieder ein rein pflanzliches Rezept ist, darf es auch wieder am Tierfreitag teilenehmen.

  1. Pingback: Fighting the summer blues - Der Klang von Zuckerwatte

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