Death to the Stockphoto

How time flies: 4 Jahre Chestnut & Sage

Chestnut & Sage wird heute vier Jahre alt. Eine ganz schöne Dauer für einen Blog, für ein online-Wesen, für mich. Viel ist passiert, viel hat sich entwickelt und auch wenn das Bloggen ein fester Bestandteil meines Alltags ist, fühle ich mich zurzeit wie in der Schule, ich stehe ein wenig am Rand der Blogosphäre, schaue mich um und weiß nicht so recht wohin mit mir.
Denn ja, natürlich schaut man sich um: Da gibt es die Wunderschönen, die Blogs, die ich bewundere, die Persönlichkeit, Wärme und Intelligenz ausstrahlen. Deren Freundin ich unbedingt sein will. Dann gibt es die Blogs, die mit einer Leichtigkeit und einer Fröhlichkeit Post um Post produzieren, ein nicht enden wollender Quell guter Laune und schöner Bilder. Die Kumpeltypen. Es gibt die Blogs, die sich in schrebergärtnerischer Manier Kodizes unterwerfen, klotzen und klüngeln. Die Professionellen, was weniger abwertend gemeint ist, als es sich lesen mag. Und es gibt die Coolen, die wie eine Clique Cheerleader durch Blogistan bömmeln und einen Sog der Begehrlichkeit generieren, dass man gar nicht mehr weiß, wo oben und unten ist. Von denen sollte man Abstand halten. Und dann, ja dann gibt es mich – irgendwo dazwischen, meinen Weg suchend. “Blogging your way” heißt eine Workshop-Reihe, in der man wohl lernen soll, wie man selber so ist. Oder, wie man sich selber so verbiegt, dass man (ja wem eigentlich?) gefällt. Wie auch immer: Nach vier Jahren des Bloggens weiß ich immer noch nicht, wo mein Blog so steht. Vielleicht bei mir. Das sollte ausreichend sein. Für mich (so rede ich mir ein) ist es das zumindest.
“Ein Buch ohne Leser ist kein Buch, sondern nur ein Stapel bedrucktes Papier”, habe ich gelesen. Ein Blog ohne Leser, nun ja, ihr wisst, schon, ist kein Blog, sondern nur eine Ansammlung von Bits & Bytes. Ich danke Euch deshalb sehr, dass Ihr hier mitlest und manchmal sogar mitkocht. Dass Ihr mir Nachrichten hinterlasst und dass ich die eine und den Anderen so richtig, in Echt, kennenlernen durfte. Und dass, man soll es kaum glauben, einige zarte freundschaftliche Bande entstehen konnten.

Auf die nächsten vier Jahre!

Julia

…das Bild, wie so gerne, von death to the stock photo.

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