Eine Frage der Definition: Goldene-Milch-Würfel

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Goldene-Milch-Schnitten | chestnutandsage.de

Wörter. Wörter, Wörter, Wörter. Es sind doch nur Wörter. Der Einen fehlen sie, der Anderen purzeln sie unbedacht aus dem Mund. Und so wie man Dinge unterschiedlich sehen kann, kann man sie auch unterschiedlich benennen. Obwohl im Grund immer das Gleiche gesagt wird. Nur möchte das eben nicht jeder zugeben, denn einen einfachen Gedanken aufzugreifen und noch einfacher zu formulieren könnte ein simples Gemüt enttarnen. Es sind müßige Diskussionen, basierend auf Regeln, die ich nicht gemacht habe. Im Gegenteil, sie waren schon lange vor mir da und werden auch noch eines schnöden Tages, wenn ich schon lange nicht mehr auf dieser Welt weile, bestehen. In Stein gemeißelt sind sie, von großen Menschen, viel größer als ich, die nur im Sitzen die Königin der Riesen ist. Zeit, die Hände zu beschäftigen und etwas zu schaffen, dass auch noch da ist, wenn der Laptop zugeklappt wird. Heute, weil der erste Advent im Hause steht, etwas winterliches. Denn Fett und Zucker ist das, was wir jetzt auf den Hüften brauchen, um nicht zu erfrieren. Gern mit etwas Schärfe, etwas Bitterem und viel zitroniger Frische.

Für etwa 30 Goldene-Milch-Würfel braucht ihr:

(mit tausend Dank für’s kritische Probeessen)

  • 70 g Vollkornkekse
  • 1 EL gerösteter Buchweizen
  • 30 g Butter
  • 200 g weiße Kuvertüre, grob gehackt
  • 12 g geriebener Ingwer
  • 1 TL gemahlener Kurkuma
  • 1 TL Abrieb einer Zitrone
  • 2 EL Hafermilch
  • Blüten zur Deko

Zerbröselt die Volkornkekse und gebt den Buchweizen dazu.
Schmelzt die Butter und rührt die Keksbrösel ein.
Kleidet eine Auflaufform (ca. 10×20 cm) mit Backpapier aus und füllt die Keks-Butter-Mischung in die Form. Drückt die Brösel zu einem festen Boden zusammen und stellt die Auflaufform in den Kühlschrank.
Schmelzt die weiße Kuvertüre über einem Wasserbad. Rührt dann Ingwer, Kurkuma, Zitronenabrieb und 2 EL Hafermilch unter.
Rührt so lange, bis eine homogene Masse entstanden ist. Lasst die Schokomasse abkühlen und rührt sie ein paar Mal um.
Nehmt den Keksboden aus dem Kühlschrank, gießt die Schokomasse auf den Boden und bestreut alles mit ein paar Deka-Blüten. Stellt die Form dann wieder in den Kühlschrank und lasst alles über Nacht fest werden.
Nehmt die Auflaufform aus dem Kühlschrank und schneidet den Schokoblock in 1×1 cm große Würfel. Ich hab die nur fürs Foto nicht kleiner geschnitten, ich hoffe, ihr verzeit mir.
Bewahrt die Goldenen-Milch-Würfel im Kühlschrank auf.

Ihr seid noch auf der Suche nach Plätzchen-Ideen? Dann schaut bei Micha und Christina vorbei! Die beiden waren so freundlich, ihre Lieblingsrezepte zusammenzufassen. Ich dagegen kann Euch nur nochmal (wie jedes Jahr) Hilda ans Herz legen.

Habt einen schönen ersten Advent!
Julia

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8 comments on “Eine Frage der Definition: Goldene-Milch-Würfel

  1. Esther
    2. Dezember 2018 at 13:24

    Klingt wundervoll zitronig perfekt! Danke!

    Die Regeln zerbrechen mir auch immer wieder den Kopf. Habe mich aber mittlerweile entschieden, daran nicht mehr teilzunehmen. Klappt so mittel, aber ich werde besser. Ich glaube auch wirklich, dass sie sich gerade selbst über den Haufen werfen. Mit Erstaunen beobachte ich und bin dankbar.

    • Julia
      2. Dezember 2018 at 16:52

      Sehr gerne, Esther <3 Die Grenzen der Regeln auszutesten kann nicht schaden, finde ich. Und wenn man dabei herausfindet, dass man manche Regeln auch überhaupt nicht einhalten muss - um so besser!

  2. ina whatinaloves.com
    2. Dezember 2018 at 15:33

    die sehen einfach absolut lecker aus ;D
    Schönen ersten Advent an dich

    • Julia
      2. Dezember 2018 at 16:50

      Das sind sie auch, liebe Ina! Und wenn du so ein bisschen auf Eiskonfekt stehst, dann sind sie genau das Richtige für Dich ;) Dir auch einen schönen ersten Advent <3

  3. Nina
    3. Dezember 2018 at 15:28

    Leider zu spät für den ersten Advent, aber unbedingt geeignet für den zweiten! :-)
    Sieht mega lecker aus, die getrockneten Blüten begeistern mich noch mehr. Danke für’s Rezept!

    • Julia
      3. Dezember 2018 at 18:22

      Sehr gerne, Nina! Und die sind nicht nur was für den zweiten, sondern auch für den dritten und vierten Advent was ;)

  4. Sabrina
    4. Dezember 2018 at 13:09

    Die sehen ja toll aus! Ich bin gerade noch gar nicht in Backstimmung, aber falls du zukünftig noch eine kritische Probeesserin brauchst … du weißt ja, wo du mich findest. ;-)
    LG Sabrina

  5. Andrea Pufahl
    9. Dezember 2018 at 20:09

    Liebe Julia,
    Danke für den Hilda-Tipp, für mich war er neu. Und prompt waren die Orangen Plätzchen daraus unser heutiger Platz 1. Das nächste Mal back ich deine glutenfreien Mandel-Kokos-Platzerl, damit die Allergie-geplagte Schwägerin an Weihnachten auch was zum Naschen kriegt. – Schließlich weiß ich jetzt, was ich mit den hübschen Blumen mache, die in meinem Küchenschrank liegen. Die „Goldies“ sehen klasse aus. Da freu ich mich gleich ein dritten Mal!
    Liebe Grüße von Andrea und Sona :)

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