Für den Vorratsschrank: Auf diese Zutaten kann ich nicht verzichten

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huyen | unsplash.com
Fotografin: Huyen

Nach vielen Jahren des Bloggens kommt mir manchmal der Gedanke, dass es vielleicht doch mal angebracht wäre zu erklären, warum ich so koche, wie ich das hier auf dem Blog tue. Warum meine Gerichte so sind, wie sie sind. Und was sich so alles als Grundstock in meiner Küche bewährt hat um eben dieses Kochen (und am Ende dieses Essen) zu ermöglichen. Wenn ihr nämlich oft und gerne meine Rezepte nachkocht (und ich weiß, dass es da ein paar Menschen gibt <3), dann kann es von Vorteil sein, wenn ihr wisst, was ich so ständig daheim habe. Als Vorbereitung, sozusagen. Meine Küchenschränke, meine Schubladen und mein Kühlschrank sind nämlich voll von Gläsern und Flaschen, in denen ich meine Vorräte aufbewahre. Was sich in ihnen verbirgt, das zeige ich Euch heute.

Wo ich einkaufe

In Augsburg zu leben bedeutet den unglaublichen Luxus zu haben, dass jeden Tag Markttag ist. Auch wenn die Stadt immer im Schatten Münchens steht, so muss sich der Stadtmarkt auf keinen Fall hinter dem Viktualienmarkt verstecken. Hier erledige ich fast alle meine Einkäufe bei einem Händler, der natürlich auch im Großmarkt einkauft, hauptsächlich aber das Gemüse aus der eigenen Gärtnerei verkauft. So habe ich das Glück, meistens Produkte direkt aus der Region kaufen zu können. Alles, was ich dort nicht finde, versuche ich im Unverpackt-Laden RutaNatur zu kaufen. Das ist bis jetzt aber noch nicht ganz eingespielt weil dieser Laden nicht direkt auf meinen üblichen Wegen liegt, ich versuche aber meine Routine zu ändern und den Weg in die Prinzregentenstraße einzuplanen. Und wenn ich diesen Weg nicht auf ich nehmen möchte, dann finde ich immer alles im Viktualien in der Bäckergasse.

Gewürze | chestnutandsage.de

Was ist immer im Vorratsschrank?

Gewürze

In meinem Küchenschrank befinden sich immer folgende Gewürze: Currypulver (Meat Curry und Vegetabel Curry), Fenchelsamen, Garam Masala, Gochugaru, getrocknete Chilis, Kardamom (grün und schwarz), Koriandersamen, Kreuzkümmel, Langpfeffer, Muskatnüsse, Nelken, Senfsaat (schwarz und gelb), Schwarzkümmel, Sezuchanpfeffer, Sternanis, Tonkabohnen, Zimt und Zimtblüten.

Nudeln, Reis und Linsen

“Trockenen Zutaten”, wie ich sie mal nenne, bilden für mich die Grundlage meiner Ernährung. Deshalb habe ich immer folgende Dinge zu Hause: Rote Linsen, Alb-Linsen und Beluga-Linsen. Basmati-Reis, Sushi-Reis und Risotto-Reis. Graupen, Bulgur und Couscous. Na klar und dann sind natürlich immer Pasta, Mie-Nudeln, Udon-Nudeln und Soba-Nudeln da, sonst wäre es ja kein ordentlicher Haushalt.

Mehl und Hartweizengrieß

Egal ob Pizza, Pasta oder Kuchen, jedes Gericht erfordert sein eigenes Mehl. Deshalb finden sich in meinem Küchenschrank Weizenmehl (Typ 550 und Tipo 0), Roggenmehl (Typ 1150), Weizenmehl für Nudeln und Hartweizengrieß für Pizza.

Essig, Öle, Sojasoßen

Olivenöl, klar, wer hat das nicht im Schrank. Ich erweitere das Öl-Sortiment aber noch um Sonnenblumenöl und geröstetes Sesamöl. Vom letzteren immer nur eine kleine Menge, sonst wird es mir ranzig. Beim Essig bin ich ähnlich konservativ, da werdet ihr nur Apfelessig und  Balsamicoessig finden. Dann wird es in der Schublade endlich aufregender: Tamari steht neben Mirin, Orangenblütenwasser trifft auf Kochwein.

Salzzitronen und Pasta | chestnutandsage.de

Was ist immer in meinem Kühlschrank?

Milchprodukte und Würzpaste

Da gibt es natürlich die Dinge, die unverzichtbar für meinen Alltag sind: Eier, Butter, Frischkäse, Parmesan und Büffel-Mozzarella. Und dann gibt es eine Vielzahl von Würzpasten die ich brauche: Harissa, Gochujang, Sriracha, Sambal Oelek, Miso und fermentierte Schwarze-Bohnen-Paste. Und natürlich Nussmus, angefangen von Erdnussbutter bis hin zu Tahin.

Gemüsebrühe

Ich setze meine Gemüsebrühe immer selber an. Nicht als fertige Brühe, sondern in Form von eingesalzenem Gemüse. So weiß ich stets, was drinnen ist und kann auf Mononatriumglutamat, Zusatzstoffe und Hefen verzichten. Diese Gemüsebrühe ist die Basis für alle meine Suppen, Risotti und Eintöpfe.
Zubereitet ist sie denkbar einfach (und nach der Grundidee von Britta): Raspelt 1 Sellerieknolle, 3 Karotten, 2 Stangen Lauch und schneidet 1 Bund Liebstöckel klein. Gebt 130 Gramm Salz hinzu und verknetet alles einmal kräftig. Füllt das Gemüse in ein ausgekochtes Glas. Lasst das Glas noch 5 Tage in der Küche stehen, sodass das Gemüse fermentieren kann. Stellt das Glas dann in den Kühlschrank. Die Gemüsebrühe ist mindestens ein halbes Jahr haltbar.

Salzzitronen

Da sich meine Ernährung in den letzten Jahren (und Dank Yotam Ottolenghi) hauptsächlich um den östlichen Mittelmeerraum dreht, steht in meinem Kühlschrank natürlich immer ein Glas Salzzitronen. Diese kommen eigentlich in jedes Gericht, dass Zitronen verträgt, dem jedoch ein wenig Pepp fehlt. Die Zubereitung ist super einfach: Schneidet 6 Bio-Zitronen kreuzweise ein, sodass sie unten nicht auseinander fallen. Steckt in jede Zitrone ein Lorbeerblatt. Gebt die Zitronen dann in ein großes, ausgekochtes Glas. Ich nehme immer ein 1-Liter-Glas. Gebt 6 EL Salz in das Glas und füllt es mit heißem, nicht mehr kochendem Wasser auf. Lasst die Zitronen eine Woche in der Küche stehen und stellt sie dann in den Kühlschrank. Nach etwa 4 Wochen werden die Zitronen bereit für die Verwendung sein.

Kimchi

Wer, wie ich, oft im Home Office arbeitet, freut sich über ein Glas Kimchi im Kühlschrank. Denn keine andere Zutat macht die Zubereitung eines schnellen Mittagessens so einfach. Egal ob mit gebratenem Reis vom Vortag, mit einer Portion Soba-Nudeln oder auf einem gegrillten Käse-Sandwich, Kimchi verwandelt jede noch so simple Grundzutat in ein spektakuläres Mittagessen. Das Rezept für Baechu-Kimchi findet ihr hier und für mediterranes Kimchi hier.

Was ist nie in meinem Kühlschrank?

Auch wenn sie gerade überhaupt keine Saison haben: Tomaten gehören, so wie das meiste Gemüse, das viel Wasser enthält, auf keinen Fall in den Kühlschrank. Sie verlieren ihr Aroma. Honig muss ebenso wenig in den Kühlschrank, dort wird er kristallisieren. Das lässt sich durch ein warmes Wasserbad wieder auflösen, wenn ihr ihn im Küchenschrank aufbewahrt könnt ihr Euch das aber sparen. Brot trocknet im Kühlschrank nur aus. Wenn ihr Brot übrig habt, friert es lieber ein. Kaffee hat im Kühlschrank übrigens auch nichts verloren, ebenso wie Tomaten verliert er sein Aroma und kann sogar Gerüche aus dem Kühlschrank annehmen. Auch Zwiebeln, Knoblauch und Kartoffeln sollten lieber bei Zimmertemperatur und dunkel gelagert werden, denn im Kühlschrank werden sie weich und beginnen zu schimmeln.

Und bei Euch so?

Mich interessiert jetzt natürlich, wie es bei Euch zuhause aussieht? Ist der Kühlschrank eher leer? Seid ihr Wochenplaner und kauft immer nur genau das ein, was ihr braucht? Oder lebt ihr im Überfluss und habt eine wohlgefüllte Speisekammer?
Ich bin gespannt!

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19 comments on “Für den Vorratsschrank: Auf diese Zutaten kann ich nicht verzichten

  1. Sabrina
    9. Februar 2018 at 12:37

    Ein schöner Einblick, liebe Julia! Und vielen Dank für die Erinnerung, dass wir endlich mal Gemüsebrühe selbst ansetzen sollten! Ansonsten finde ich Vieles von deiner Liste auch in unserer Küche und Speisekammer wieder. Wohlgefüllt wäre mit Blick in unsere Speisekammer eher ein Euphemismus. Da ist leider viel zu viel drin. Doch auf unser Gewürzsammelsurium, das uns wahrscheinlich die nächsten Jahrzehnte versorgen wird, könnte ich nicht verzichten.
    Liebe Grüße
    Sabrina

    • Julia
      9. Februar 2018 at 19:58

      Liebe Sabrina,
      ich habe letztes Jahr auch angefangen, den Vorratsschrank leerzuessen. Seitdem hält der sich ganz gut und ich kaufe Sachen nur noch nach, wenn sie aufgebraucht sind. Auch das hält sich bisher ganz gut :) Außerdem mag ich es gerne wenn ich weiß, dass alles da ist was ich brauche. Und mehr ist einfach manchmal mehr, nicht wahr?
      Liebe Grüße
      Julia

  2. Raspberrysue
    9. Februar 2018 at 14:00

    Liebe Julia, ein schöner Post! Ich fand das sehr interessant und muss jetzt gerade überlegen, auf welche Lebensmittel ich eigentlich Zuhause nicht verzichten kann. Da kommt einiges zusammen. Allerdings versuche ich seit einigen Monaten, weniger Vorräte anzusammeln und viel auf dem Wochenmarkt zu kaufen. Vielleicht gibt es dieses Jahr auch endlich eine Biokiste vom Hof im nächsten Ort. Viele Grüße, Carina

    • Julia
      9. Februar 2018 at 19:55

      Liebe Carina,
      eine Biokiste finde ich immer eine gute Idee, das hatte ich vor vielen Jahren auch. Allerdings fehlte mir auf Dauer die Abwechslung und so habe ich dann meinen Schwerpunkt wieder auf den Stadtmarkt gelegt.
      Viele Grüße!
      Julia

  3. Barbara
    9. Februar 2018 at 17:13

    Hallo Julia ,

    Das war ein wichtiger und sehr ehrlicher Post .
    Ich habe nicht so viele Lebensmittel und Vorräte( momentan) ,weil die Gläser so ziemlich verbraucht sind.
    Z.B. Es fehlt die eingesalzene und so praktische Gemüsebrühe ,weil ich die Zeit verpasst hatte ,wo es im Garten noch Liebstöckel gab. Es gibt wohl keinen Ersatz für diese Sommerzutat ?
    Ich koche daher in den Wintermonaten die Gemüsebrühe von den sauberen Abfällen in kleinen Portionen . Da es bei uns viel Gemüse gibt ,habe ich immer ein paar Gläser im Vorrat .
    Liebe Grüsse
    Barbara

    • Julia
      9. Februar 2018 at 19:51

      Hallo Barbara,
      vielen Dank für Deine Nachricht! Ich habe Gemüsebrühe früher auch oft aus Gemüseresten gekocht und sie dann eingefroren. Leider habe ich keinen großen Gefrierschrank, deshalb bin ich auf das eingesalzene Gemüse umgestiegen. Einen Winterersatz für den Liebstöckel gibt es wohl nicht, Kräuter die Du jetzt bekommst, kommen natürlich aus dem Gewächshaus. Das gilt natürlich auch für die Karotten und den Sellerie, das ist jetzt halt Lagerware. Aber das gute ist ja, dass der Frühling bald vor der Türe steht und dann braucht es nicht mehr lang, bis der Liebstöckel wieder wächst :)
      Herzliche Grüße
      Julia

  4. Carla
    9. Februar 2018 at 17:43

    Schöne Auflistung, sehr interessant! Meine Schubladen und der Kühlschrank sind in aller Regel auch gut gefüllt und mein Gewürzregal ist sowieso am Limit ;) (Um genau zu sein passen nicht mal alle Gewürze rein, sondern ich musste einige auslagern…) Trotzdem wage ich zu behaupten, dass ich einen recht guten Überblick habe, was da so alles schlummert und das meiste kaufe ich auch gezielt nach, sobald es zur Neige geht. Dazwischen gibt es natürlich genug Saisongäste, wie letzthin der fermentierte Cashew-Frischkäse – wobei der sich fast zum Stammgast entwickeln könnte…
    Salzzitronen und selbst gemachte Gemüsebrühe wollte ich auch mal angehen, daran habe ich mich noch nie versucht.
    Liebe Grüße
    Carla

    • Julia
      9. Februar 2018 at 19:53

      Genau so geht es mir auch, Carla, ich kaufe nur gezielt nach und vor allem nur in kleinen Mengen. So habe ich immer eine schöne Abwechslung und nichts verdirbt. Hast Du den Cashew-Frischkäse schon verbloggt? Das klingt nämlich ganz schön interessant :)
      Liebe Grüße
      Julia

  5. Ye Olde Kitchen
    11. Februar 2018 at 10:32

    Da können wir wohl alles abnicken. Ergänzen müssen wir bei uns unbedingt Reisessig, Dinkelmehl, Bohnen und in Salz/Essig eingelegten Ingwer. Und natürlich unseren Kräuterbestand im Gefrierschrank.
    Unser Kühlschrank ist eigentlich dafür eher leer, außer wenn freitags die Biokiste kommt :-)
    Liebe Grüße!

    • Julia
      11. Februar 2018 at 15:09

      In Zukunft wird der Kühlschrank aber doch bestimmt voll mit der Gartenernte sein, oder? So wie das bisher bei Instagram aussieht, werdet ihr da reich beschenkt ;) Wie legt ihr denn den Ingwer ein?
      Liebe Grüße <3
      Julia

    • Ye Olde Kitchen
      12. Februar 2018 at 09:56

      Hihi, ja der Garten wird uns wirklich den Kühlschrank und alle anderen Schränke füllen und dazu noch Familie und Freunde miternähren :-)
      Den Ingwer hobeln wir fein und schichten ihn mit grobem Salz in einem Einmachglas. Das Ganze dann ziehen lassen, gut andrücken und gern noch einen ordentlichen Schuss Essig dazugeben. Den Ingwer geben wir dann klein gehackt in fast alle asiatisch angehauchten Gerichte.

  6. Dani
    14. Februar 2018 at 12:27

    Oh meine Liebe, was für ein schöner Einblick! Wir sind ja seit Jahren schon überzeugte Wochenplaner und kaufen immer nur kleine Mengen ein, einen Grundstock an Trockenvorrat haben wir aber natürlich auch immer da – für spontane Gelüste und Planänderungen ;) Jeden Tag Wochenmarkt klingt traumhaft, bei uns ist er 3x pro Woche, aber letztendlich planen wir eigentlich immer nur den Samstag dafür ein. Schönerweise ist unser kleines Städtchen ziemlich grün / öko angehaucht und entsprechend viel Auswahl. Was mir hier aber schmerzlich fehlt ist ein unverpackt Laden. Den gibt es leider erst in Stuttgart und deshalb extra hinzufahren wäre ein bisschen kontraproduktiv.
    Liebe Grüße!
    PS: Das mit dem Kaffee muss ich dem Liebsten gleich mal stecken. Der hat nämlich aufgerüstet mit einer manuellen Mühle und all so nem Hipsterkram und seit Neuestem finden sich die Bohnen immer im Kühlschrank – wo sie mir ehrlich gesagt sowieso wertvollen Platz wegnehmen ;)
    PPS: Alblinsen <3 ;) <3

  7. cibelle
    23. Februar 2018 at 20:01

    Liebe Julia, hast du Nussmus immer im Kühlschrank? Bei mir stehen das Mandel- und das Erdnussmus einfach im Regal. Und hast du einen Büffelmozzarella ohne tierisches Lab gefunden? Ich habe bisher kein Bioprodukt gefunden, das keines drin hat.

    • Julia
      23. Februar 2018 at 21:51

      Ja, genau, Nussmus, dass ich nicht häufig verwende (also alles außer Erdnussbutter) steht bei mir im Kühlschrank. Und beim Mozzarella hab ich noch nicht drauf geachtet, ob tierisches Lab verwendet wird, wie auch bei anderem Käse vernachlässige ich das.
      Herzliche Grüße
      Julia

    • cibelle
      24. Februar 2018 at 21:29

      Lieben Dank!

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