A not so messy Eton Mess

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Eton Mess | chestnutandsage.de

Es ist mal wieder Zeit für ein Geständnis meine Lieben: Ich und Adrian Monk sind uns sehr ähnlich. Mein Ordnungswahn macht vor nichts halt. Es heißt ja auch, Aufräumen führt zu äußerer und innerer Ordnung, also innere Konformität durch äußere Anpassung, und Ordnung, ja Ordnung ist mein halbes Leben. Jetzt ist es raus. Hallo Gruppe, mein Name ist Julia und ich räume gerne auf. Dieser Aufräumwahn stoppt nicht mal vor dem unordentlichsten Dessert, das man sich vorstellen kann: Eton Mess. Ein klassisches englisches Dessert, welches das Chaos schon im Namen trägt und perfekt in diese Jahreszeit passt. Süße Erdbeeren und cremiger Vanillejoghurt treffen auf knuspriges Baiser und ein wenig Minze. Eigentlich nimmt man alle Zutaten in eine Schüssel und vermischt sie zu einer großartigen Pampe, aber ich nehme lieber alle Zutaten und schichte sie schön übersichtlich aufeinander, denn so können ich und mein innerer Monk dieses Dessert völlig entspannt genießen.

Eton Mess | chestnutandsage.de

Ich mache es mir heute ein wenig einfacher und bereite diesen Nachtisch mit meinem Lieblingsprodukt aus der Foodist-Box zu: Der Erbeer-Fresco-Soße. Die könnt Ihr aber auch ganz einfach durch ein paar zerdrückte, kleingeschnittene oder pürierte Erdbeeren ersetzen. Die Box wurde mir von Foodist zur Verfügung gestellt und ist auch schon zur Hälfte leergefuttert, denn man kann es schon so sagen, dass der Inhalt dieser Box sehr fein ist. Außerdem gefällt mir die Foodist-Idee gut, denn die verschickten Produkte stammen allesamt von kleinen Manufakturen aus Europa. Aber (es muss ja immer ein “Aber” geben), ich finde, dass so eine Box niemals das sinnliche Erlebnis eines Marktbesuchs ersetzen kann. Das Schlendern, Produkte entdecken, Probieren, Vergleichen und mit den Markthändlern schäkern, das ist es, was mir beim online-Lebensmittel-Shopping fehlt. Außerdem wiederspricht das Boxen-Prinzip meinem Grundsatz “Geh nicht fort, kauf im Ort”, denn was passiert mit den kleinen Manufakturen, wenn sie nicht mehr von den regionalen Kunden unterstützt werden? Als Geschenk für einen Foodie allerdings finde ich solche Boxen immer eine witzige Idee.

Nun gut, Eton Mess also! Ein einfacher zuzubereitendes Dessert werdet Ihr kaum finden. Die Baisers nehmen zwar etwas Zeit in Anspruch, wer sich die Arbeit aber nicht machen will, der kauft sich einfach fertige Baisers beim Bäcker, zerbröstelt sie und vermischt alle Zutaten zu einem ordentlichen Mischmasch.

Eton Mess | chestnutandsage.de

Für etwa 10 Mini-Portiönchen oder 5 normale Portionen braucht Ihr:

  • 3 Eiweiß
  • 150 g Zucker
  • 300 g Joghurt
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • Erdbeer-Fresco-Soße oder pürierte Erdbeeren
  • 10 Erdbeeren

Heizt den Backofen auf 100°C Umluft vor. Schlagt für das Baiser das Eiweiß und den Zucker steif. Gebt 10 Kleckse des Eischnees auf ein mit Backpapier ausgekleidetes Blech und lasst die Baisers etwa 1 bis 2 Stunden im Backofen trocknen.
Vermischt den Joghurt mit dem Vanilleextrakt. Wenn die Creme nicht süß genug ist, gebt noch ein wenig Zucker dazu.
Gebt auf jedes Baiser 1 EL Erdbeer-Soße und 1 EL Joghurt. Garniert jede Portion mit einer Erdbeere und ein wenig Minze, and then my dearest Dears, war’s das auch schon! Enjoy your Eton Mess!

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16 comments on “A not so messy Eton Mess

  1. Dani
    12. Juni 2013 at 10:24

    Mir fiel eben (mal wieder) die Kinnlade runter; was für ein wunderhübsches Foto, so schön clean und rein, das passt zum Inhalt Deines Textes ;)
    Ich persönlich wäre ja so frech und würde noch etwas Sahne unter den Joghurt mischen… da freut sich die Hüfte, haha ;))
    Hach, sind Erdbeeren nicht was Wunderbares?
    Liebe Grüße!

    • Julia
      12. Juni 2013 at 20:41

      Hach, Du bist zu gut zu mir ;) Danke <3 Eigentlich wollte ich Halb-Halb machen, aber nachdem keine Sahne im Kühlschrank war, blieb es dann halt bei Nur-Joghurt!
      Liebe Grüße
      Julia

  2. junifaden
    12. Juni 2013 at 12:33

    traumhaft hübsch sieht das aus, wie ein kleines wolkentürmchen :) eton mess gibts bei mir im juli, da steht eine party nach englischem motto an! viele liebe grüße julia

    • Julia
      12. Juni 2013 at 20:42

      Danke, liebe Julia! Bis Juli ist ja noch ne Weile hin… ich hoffe, Du kannst davor schon viele leckere Erdbeer-Nachtische genießen :)
      Liebe Grüße!
      Julia

  3. ninive
    12. Juni 2013 at 14:10

    einfach schön, dieses Schneeweißchen und Rosenrot….

    • Julia
      12. Juni 2013 at 20:43

      Ohjaaa! Schneeweißchen und Rosenrot passt so gut!
      Liebe Grüße!
      Julia

  4. Marina
    12. Juni 2013 at 15:20

    mmmhhhh, erst knusprig und dann vergeht es auf der Zunge… nicht nur ein Augenschmaus, glaube ich ;-)
    Sieht wirklich köstlich aus!
    Sonnige Grüße,
    Marina

    • Julia
      12. Juni 2013 at 20:44

      Vielen lieben Dank, Marina! Es war auch wirklich köstlich ;)
      Liebe Grüße!
      Julia

  5. Persis
    12. Juni 2013 at 17:12

    Mr Monk would approve! Und ich übrigens auch :o)

    • Julia
      12. Juni 2013 at 20:46

      Yes! Ich lehne mich dann wieder zum psychotherapeutischen Schlemmen zurück ;)

  6. Claudia ~ Food with a View
    12. Juni 2013 at 21:31

    Hat man je ein schöneres aufgeräumtes Dessert gesehen ;-)? Ich liebe Baiser, Erdbeeren sowieso, und zu meinen liebsten Food-Trends gehört seit jeher Ursus Wehrli (der ja nicht nur Kunst aufräumt, sondern auch Essen). Dein wunderschönes Eton Mess ist also in jeder Hinsicht ganz weit vorn. Ich habe übrigens selten lieber aufgeräumt als in der Zeit meines Studienabschlusses, jede noch so kleine Schreib-Blockade bot dafür Anlass (in der Erwartung: je ordentlicher die Schränke, desto logischer die forschungsleitende Fragestellung ;-)). Lieben Gruß!

    • Julia
      14. Juni 2013 at 19:48

      Jaaa! Ursus Wehrli finde ich auch ganz toll! Ich gestehe, dass ich auch schonmal angefangen hatte meine Buchstaben in der Minestrone zu sortieren, aber nachdem ich nicht mal zwei gleiche Buchstaben auf dem Löffel hatte, gab ich mehr oder weniger entnervt auf… Dieses Aufräumphänomen während des Studiums hatte ich übrigens nie! Da ich ja Ingenieurswissenschaften (sehr ordentlich und strukturiert) studiert habe, musste wenigstens in der WG kreatives Chaos herrschen ;)
      Liebe Grüße!!!

  7. Andrea
    13. Juni 2013 at 10:01

    Das sind wundervolle Fotos!
    Und Dein Monk-Tum kann ich voll und ganz verstehen… Bin auch ein Monk…
    Ist aber auch nicht schlimm, ist doch gut, dass es uns gibt ;)
    Liebe Grüsse
    Andrea

    • Julia
      14. Juni 2013 at 19:34

      Danke, liebe Andrea, das freut mich – also sowohl Dein Lob für die Bilder und dann die Sache mit dem inneren Monk, willkommen im Club! Und JA! Es ist gut, dass es uns gibt <3
      Liebe Grüße
      Julia

  8. uda
    13. Juni 2013 at 12:12

    Ich bin kein Monk. Bei mir läuft alles eher chaotisch. So aufgeräumt würde bei mir kein Eton Mess aussehen. Aber auch sicherlich nicht so gut schmecken…

    • Julia
      14. Juni 2013 at 19:33

      Du Glückliche! Ich könnte Dir ein wenig meines Aufräumwahns abgeben, so dass es bei mir erträglich ist! Eton Mess schmeckt übrigens auch durcheinander, wir haben das mal getestet ;)

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