Stilkritik: Veggie-Burger

,

Veggie Burger | chestnutandsage.de

Burger, früher einmal die Henkersmahlzeit eines jeden armen Teufels, sind zurzeit ja sehr in Mode. Weit entfernt ist jedoch das, was da durch die kulinarischen Weiten des WWWs geistert, von dem, was traurige Realität bei Fast-Food-Ketten ist: Feinste Zutaten, liebevoll verpackt in flauschig-weiche Brioche Buns, gebacken, gegart, gebraten, in stimmungsvoller Atmosphäre bei anregenden Gesprächen geteilt. Burger gelten so nicht mehr als prolliger Snack bildungsferner Schichten sondern als hip, gesund und von der lukullischen Intelligenzija akzeptiert. Sie gehören zum guten Stil und Stil, so lese ich gerade in der „Hohe Luft“, verbindet unsere Lebenswelt mit dem Schönen und dem Guten. Und das Schöne und das Gute, der Genuss, das ist es ja, was hier bei Chestnut & Sage im Vordergrund stehen soll und so freue ich mich natürlich darüber, dass endlich das Essen, dem ich mit kindlicher Freude zuspreche, salonfähig und präsentabel ist, so wie dieser vegetarische Burger, der cremig, knackig, süß, scharf, salzig ist, also all das kombiniert, was für mich eine gelungenes Gericht ausmacht.

Für 8 Burger Buns braucht Ihr:

(nach Ylvas wunderbarem Rezept)

  • 75 ml Milch
  • 150 ml Wasser
  • 1/2 Frischhefe
  • 2 EL Zucker
  • 460 g Weizenmehl, Typ 550
  • 2 TL Salz
  • 2 Eier + 1 weiteres zum Bestreichen
  • 60 g zimmerwarme Butter
  • Sesam oder Schwarzkümmel zum Bestreuen

Erhitzt Milch, Wasser und Zucker, sodass sich der Zucker auflöst. Die Mischung muss handwarm sein, bevor Ihr die Hefe zugebt, ist sie zu heiß, geht die Hefe kaputt.
Gebt Mehl, Salz, Eier und Butter in ein Schüssel und gebt die Hefe-Mischung dazu. Vermischt die Zutaten und knetet alles so lange, bis ein homogener, weicher Teig entsteht. Wenn Ihr eine Küchenmaschine verwendet, lasst den Teig mindestens 5 Minuten kneten. Stellt den Teig dann beiseite und lasst ihn 2 Stunden gehen. Teilt den Teig dann in 8 gleich schwere Stücke, nehmt dafür am besten eine Waage. Knetet jedes Teigstück dann gut durch und formt es zu einem kleinen Brötchen. Gebt die Brötchen dann auf ein mit Backpapier ausgekleidetes Backblech und lasst sie dann nochmals eine halbe Stunde gehen. Heizt in der Zwischenzeit den Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vor. Bestreicht die Brötchen bevor Ihr sie in den Ofen schiebt mit einem verquirlten Ei und bestreut sie mit Sesam oder Schwarzkümmel. Schiebt die Brötchen dann in den Ofen, wo Ihr sie 15 Minuten backt. Nehmt die Burger Buns dann aus dem Ofen und lasst sie auskühlen. Die Burger Buns lassen sich hervorragend einfrieren.

Für 8 Burger braucht Ihr:

(inspiriert durch The green kitchen)

  • 2 Avocados
  • 8 Scheiben einer frischen Gemüsezwiebel
  • Saft 1 Zitrone
  • 8 große Pilze, z.B. Austernpilze oder Portobello-Pilze
  • 8 Eier, Größe S
  • 2 Tomaten, in 8 Scheiben geschnitten
  • 1 Pfirsich, in 8 Scheiben geschnitten
  • 1 gelbe Chili, in feine Ringe geschnitten
  • 1 große Handvoll Kräuter, z.B. Koriander und Basilikum
  • Senf
  • Chipotle-Salz
  • Pfeffer

Bratet die Pilze in Öl an. Vermischt in der Zwischenzeit die Avocados mit dem Zitronensaft zu einer Guacamole, die ihr mit Salz und Pfeffer abschmeckt. Stellt sie dann beiseite. Wenn die Pilze fertig gebraten sind, bratet 8 Spiegeleier. Würzt sie mit dem Chipotle-Salz und Pfeffer.  Belegt jetzt jeden Burger mit Guacamole, Zwiebeln, Pilzen, Tomaten, Nektarinen, Chili und Kräutern. Legt oben auf je ein Spiegelei. Bestreicht den Burger-Deckel mit Senf, voilà, das wars dann auch schon.

Ihr Lieben, der Sommer steht vor der Türe und so hoffe ich, dass Ihr heute einen wunderbaren Start in das Wochenende habt.

Lasst es Euch gut gehen!
Julia

Werbung: Mehr Burger-Rezepte findet ihr in der neuen Ausgabe der REWE frisch & gut in der sich alles rund ums Kochen dreht.

Share

28 comments on “Stilkritik: Veggie-Burger

  1. Ylva
    4. Juli 2014 at 10:09

    Ohh, mein Gott, liebe Julia! Wie wunderschön sehen Deine Burger aus!! Ich sabber hier gerade fast auf die Tastatur und glaube, ich muss meinem quengelndem Bauch unbedingt bald etwas finden, damit er Ruhe gibt! ;)

    Burger – also die echten, guten Blogger-Burger – sind so etwas Feines und es gibt doch nichts besseres als seine Lieben mit einem eben solchen zu verwöhnen, gemeinsam darüber zu lachen, wie die Sauce tropft um schließlich in kollektivem, genussvollem Schweigen zu versinken.

    Deine Veggie-Variante klingt so köstlich, dass ich mir die Zutaten gleich mal merken werde. Man weiß ja nie, wann der Burger-Hunger einen überfällt, gell? ;)

    Ich mache mir heute einen frühen Start in den Feierabend und wünsche auch Dir und Deinem Herr S ein wunderbares Wochenende.
    Ganz liebe Grüße, <3
    Ylva

    • Julia
      6. Juli 2014 at 12:53

      Da sagst Du etwas wahres, Ylva, es tropft und kleckst (hoffentlich geht es Deiner Tastatur noch gut?) und man hat immer eine Hand zu wenig, um das verschmierte Gesicht mit einer Serviette abzutupfen, aber das macht ja den Reiz des Burger-Essens aus. Kultiviert mit Messer und Gabel haben wir ja (fast) jeden Tag, da darf man manchmal auch ein wenig kindlicher sein ;)
      Ich hoffe, Du hast auch ein wunderbar sonniges Wochenende, meine Liebe!
      Bis ganz bald <3
      Julia

  2. Martin
    4. Juli 2014 at 10:16

    Ja, sie sehen wirklich wunderschön aus!
    Und das obwohl ich eher Burger mit sehr viel Fleisch bevorzuge!

    • Julia
      6. Juli 2014 at 12:48

      Hui, schön, dass ich Dich dann trotzdem mit einer fleischlosen Variante hier her locken konnte :)

  3. *thea
    4. Juli 2014 at 10:35

    Wow!!!! Ich freue mich schon seit längerem über den Premium Burger-Trend in den Restaurants, so dass ich als Vegetarier jetzt auch eine alternative habe. Selbermachen habe ich mich noch nicht getraut, aber dieses Rezept muss ich ausprobieren. Gerade als Avocado-Fan und die Kombi mit der Nektarine klingt sommerlich frisch und fein. liebe grüße*thea

    • Julia
      6. Juli 2014 at 12:50

      Genau so geht es mir auch, liebe Thea! Ich finde, dass wir Fleischlosen lange nicht genug beachtet wurden in der Burger-Welt :) Das Selbermachen geht aber wirklich ganz schnell, die Buns brauchen zwar etwas Vorlauf, sind aber trotzdem im Handumdrehen zubereitet. Auf jeden Fall macht es viel Spaß :)
      Liebe Grüße!
      Julia

  4. Nele Büsing
    4. Juli 2014 at 17:01

    Um himmels Willen – sieht das lecker aus! Ich könnte Luftsprünge machen, wenn ich Posts wie deinen sehe, die dem Fastfood-Burger entgegenwirken. Super finde ich die Nektarine in deinem Burger. Burger mit Obst hatte ich noch nie – aber das wird sofort nachgeholt.

    • Julia
      5. Juli 2014 at 10:58

      Oh vielen lieben Dank, Nele, was für eine schöne Nachricht <3 Wenn Du Zeit und einen Grill hast, kannst Du die Nektarinen auch noch grillen, das tut dem Aroma gut und ist auch sehr lecker :)
      Viele liebe Grüße!
      Julia

  5. Micha
    4. Juli 2014 at 18:29

    Das ist mal wieder so ein Foto, dass kaum Worte benötigt, weil ALLES in einem sofort nach Burger giert :)

    • Julia
      5. Juli 2014 at 10:56

      Danke, liebe Micha, das freut mich riesig <3

  6. Natali
    5. Juli 2014 at 07:55

    :'( mein Start ins Wochenende beginnt mit einer Runde durchs Büro. Aber die Vorfreude auf den Feierabend trägt mich. Dann gibt’s was leckeres hinter die Kiemen. Leider nicht deine Burger, denn die hast du vermutlich schon längst verspeist. Aber falls noch einer übrig sein sollte, darfst du ihn mir gerne vorbeibringen. :o)

    • Julia
      5. Juli 2014 at 10:56

      Ja, leider, leider ist alles schon aufgegessen. Aber ich hab noch ein paar Buns im Gefrierschrank, ich könnte sie auftauen und Dir ein paar Burger zubereiten :)

  7. ALMA
    6. Juli 2014 at 19:26

    Heute auch gestapelt und mich an die Nektarine erinnert.
    Gut wars! Und das nächste Mal noch mehr nach dir. :)

    • Julia
      8. Juli 2014 at 20:27

      Dann auf das nächste Mal <3

  8. Claudia ~ Food with a View
    7. Juli 2014 at 08:17

    Oh, sehen die super lecker aus, liebe Julia! Bei Veggi-Burgern bin ich sofort dabei :-).

    • Julia
      8. Juli 2014 at 20:27

      Wusst ich’s doch, dass ich Euch mit den Burgern alle krieg ;)

  9. trickytine
    8. Juli 2014 at 16:28

    liebe julia! da die fb zwangskommentierung uns auf meinem blog nicht zusammen kommen ließ, schreibe ich dir heute einfach! und zwar, dass ich großer burger fan bin, und zwar von der fast schon ordinär-klassischen ausführung, mit rindfleisch, zwiebeln, gurken, ketchup, feddisch. wie herrlich, dass du mir mit deiner schönen burgerausführung lust darauf machst, diese köstliche fleischlose variante auszuprobieren!

    sei herzlich gegrüßt
    christine, die trickytine :)

    • Julia
      8. Juli 2014 at 20:29

      Oh wie schön, dass Du hier vorbei schaust, liebe Tine! Ich freu mich :) Und jeder darf alles genau so mögen, wie es gefällt, ordinär-klassisch darf genau so wie unvorstellbar-extravagant. Lass es Dir schmecken <3
      Liebe Grüße!
      Julia

  10. Kiki
    8. Juli 2014 at 19:43

    das sind aber sehr sehr hübsche Burger :) und ich liebe Burger sehr… wenn ich nicht nun schon voller Nudeln wäre, würde ich mich sofort an die Burger-Arbeit machen :D aber jetzt habe ich eher die Muße, mir deine Schätze fürs Wochenende aufzuheben :) Liebste Grüße, Kiki

    • Julia
      8. Juli 2014 at 20:31

      Vielen Dank, liebe Kiki! Ich freu mich, dass Dir die Burger gefallen und Dich sogar die Burger-Muße am Wochenende küssen mag <3 Lass sie Dir auf jeden Fall schmecken, wenn Du sie nachmachst!
      Liebe Grüße!
      Julia

  11. Steffen
    8. Juli 2014 at 21:53

    Hmmmmm, das hört sich super an. Ich bin ja eh ein Fan von Obst auf Burgern (Apfelmus z.B. ist auch toll)! Landet auf jeden Fall auf der Nachkochliste!
    Liebe Grüße
    Steffen

    • Julia
      11. Juli 2014 at 18:55

      Danke :) Apfelmus auf Burgern klingt ja auch wild, aber ich vertraue Deinem überaus fachmännischen Urteil natürlich sehr und werde das sicher bald probieren!

  12. wasmachtHeli
    9. Juli 2014 at 18:05

    Ich wusste, es ist die falsche Uhrzeit, um solch einen wunderbaren Blogpost zu lesen.
    Wasser. Mund. Zusammenlaufen.

    Ich mach dann mal Abendessen. :)

    • Julia
      11. Juli 2014 at 18:57

      Danke für Deine liebe Nachricht, da freu ich mich natürlich sehr :)

  13. Ela
    11. Juli 2014 at 12:04

    Lecker! Danke für die schöne Inspiration liebe Julia :) Burger kann man so fein variieren – da kann es nie genug Rezepte geben!

    Liebe Grüße,
    Ela

    • Julia
      11. Juli 2014 at 18:58

      Sehr gerne, Ela! Und Du hast recht: Man kann einfach NIE genügend gute Burger-Rezepte haben ;)
      Liebe Grüße!
      Julia

  14. ELBKÖCHIN
    23. Juli 2014 at 17:21

    Klingt nach einer spannenden Kombination mit der Nektarine. Ich habe gerade die köstliche Kombination von Feta und Wassermelone entdeckt, vielleicht traue ich mich an deine Konstellation auch mal ran ;-) Liebe Grüße, Bianca

    • Julia
      26. Juli 2014 at 20:23

      Wassermelone und Feta ist eine herrliche Kombination, süß und salzig passt ja immer fein zusammen. Trau Dich also, wenn Dir die Feta-Kombi schmeckt, wird Dir die Nektarinen-Kombi auch sicher gefallen :)
      Liebe Grüße!
      Julia

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *