Orangenkuchen

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Orangenkuchen mit Orangenblütenwasser | chestnutandsage.de

Wenn nach trüben Wintertagen die Sonne durch die Wolken bricht, ist das wie ein Wink des Universums. Ein Hoffnungsschimmer. Ein Versprechen, dass hinter der grauen Nebelwand, dem Alltag oder der vorherrschenden Meinung etwas besseres zu erwarten ist. Etwas, das nur noch ein wenig braucht, bis es Bahn bricht. Der Deus ex Machina unter den Großwetterlagen, sozusagen. In dieser Gemengelage aus Bangen und Hoffen empfiehlt es sich ein Stück Kuchen griffbereit zu haben. Das im Handumdrehen, sollte die Sonne sich zieren wollen, ein orangegelbes Gemüt heraufbeschwört. Denn Orangen, und das ist ja bekannt, sind neben Wintersonnenstrahlen, das einzig gute, was diese Jahreszeit zu bieten hat.

Für eine Kastenform braucht Ihr:

(Nach einem Rezept von Y. Ottolenghi)

Feuchte Zutaten
  • 180 ml Sonnenblumenöl
  • 240 ml Orangensaft
  • 160 g Orangenmarmelade
  • 4 Eier, Größe M
  • abgeriebene Schale von 1 Bio-Orange
Trockene Zutaten
  • 70 g Zucker
  • 70 g Kokosraspeln
  • 90 g Mehl
  • 180 g Polenta
  • 2 EL gemahlene Mandeln
  • 2 TL Backpulver
Für den Sirup
  • 100 g Zucker
  • 70 ml Wasser
  • 1 TL Orangenblütenwasser
Zum Servieren
  • Griechischer Joghurt
  • 3 Blutorangen, ausgepresst
  • 2 cl Grenadinesirup
  • 2 EL Zucker
  • 10 g Speisestärke

Heizt den Backofen auf 180°C vor. Vermischt die feuchten Zutaten miteinander und achtet darauf, dass sich die Orangenmarmelade auflöst. Vermischt die trockenen Zutaten miteinander. Gebt die feuchten Zutaten in die trockenen Zutaten und verrührt alles zu einem flüssigen Teig. Legt eine Kastenform mit Backpapier aus, gießt den Teig hinein und backt den Kuchen für etwa 1 Stunde.
Bereitet kurz vor Ende der Backzeit den Sirup vor: Kocht 70 ml und 100 g Zucker miteinander auf. Zieht den Topf vom Herd, rührt ein wenig um, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Gebt dann das Orangenblütenwasser in die Zuckerlösung.
Holt den fertigen Kuchen aus dem Ofen und übergießt ihn gleich mit dem Sirup. Nicht alles auf einmal, gießt ihn so nach und nach über den Kuchen. Lasst den Kuchen dann auskühlen und stürzt ihn aus der Form.
Kocht für die Orangensoße den Orangensaft mit dem Grenadinesirup und dem Zucker auf. Rührt die Speisestärke mit wenig kaltem Wasser an und gebt sie in den Topf, sodass die Orangensoße bindet.
Stellt den Kuchen, griechischen Joghurt und die Orangensoße auf die Kaffeetafel und genießt das schöne Leben.

Dieser Kuchen wird von Tag zu Tag besser. Wenn ihr ihn luftdicht verpackt wird er weicher, saftiger und köstlicher.
Habt es schön!
Julia

Photo-Credit: Rechtes Bild von Erol Ahmed via Unsplash.

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13 comments on “Orangenkuchen

  1. brittakama
    14. Januar 2018 at 09:22

    Orangenkuchen mit Kokos und Polenta? das hört sich aber gut an :-) leider hab ich für heute schon gebacken, aber den merke ich mir gleich mal ;-)
    schönen Sonntag Julia!

    • Julia
      14. Januar 2018 at 21:43

      Ach je, zu viel Kuchen ist ja auch nicht gesund ;) Dieser hier läuft Dir aber nicht weg, lass ihn Dir einfach das nächste Wochenende schmecken <3

  2. Sabrina
    14. Januar 2018 at 22:28

    Tja, hätten wir mal dir und Herrn Ottolenghi vertraut, wäre nicht der misslungenste aller misslungenen Kuchen gestern aus unserem Ofen gekommen. Der Orangenkuchen klingt ganz großartig!
    Liebe Grüße
    Sabrina

    • Julia
      15. Januar 2018 at 18:08

      Hehe, wem um alles in der Welt habt ihr denn vertraut? Das würde mich ja nun tatsächlich interessieren :) Als Entschädigung solltet ihr Euch auf jeden Fall diesem Rezept widmen, das ist sozusagen gelingsicher!
      Liebe Grüße
      Julia

  3. Gerhard Ramming
    16. Januar 2018 at 12:22

    Als absoluter Backneuling frage ich mich, ob mit “Polenta” im Rezept vielleicht Maismehl gemeint sein kann. Oder sollte es wirklich die italienische Polenta als Beilage sein?
    Für Aufklärung wäre ich dankbar.
    Gruß
    Gerhard

    • Julia
      18. Januar 2018 at 12:37

      Lieber Gerhard,
      in diesem Rezept ist tatsächlich Polenta gemeint, profaner Maisgrieß :)
      Und keine Angst vor dem Sirup, der Kuchen nimmt ihn komplett auf und macht ihn schön saftig.
      Viel Spaß beim nachbacken!
      Julia

  4. Hannah
    16. Januar 2018 at 22:15

    Liebe Julia,
    dieser Orangenkuchen klingt wirklich wunderbar. Ich hatte letztes Jahr einen ebenfalls sehr lecker orangigen gemacht, für den ganze Orangen gekocht und dann püriert werden, Polenta war auch mit dabei und das Ergebnis war zum Wiederbacken (Rezept bei Salzkörnchen Micha).
    Nun sind die Orangen gerade wieder sehr schön und deiner wandert auf die Nachbackliste…
    Liebe Grüße von Hannah

    • Julia
      18. Januar 2018 at 12:38

      Oh, so einen Kuchen wollte ich auch gerne backen! Und bei Micha werde ich fündig? Da muss ich gleich bei ihr vorbei schauen und ihn am Wochenende backen. Man sollte nämlich kein Wochenende ohne Kuchen verbringen :)
      Liebe Grüße!
      Julia

    • Hannah
      19. Januar 2018 at 16:11

      Ja, da wirst du fündig!
      http://salzkorn.blogspot.de/2013/03/ohne-superlative-orangen-polenta-tarte.html
      ich hatte übrigens den Belag von Michas Tarte (aus Faulheit) weggelassen und den Kuchen mit griechischem Joghurt und frischen Orangen serviert und das war auch sehr fein. Uuund: Da ich auch (Rühr-)Kuchen auch sehr gerne einwecke, statt einfriere: Auch dafür ist er geeignet (deiner vermutlich auch).
      Und ich sehe es auch so: Kein Wochenende ohne Kuchen! In diesem Sinne: Hab ein schönes!

    • Hannah
      4. Februar 2018 at 18:47

      So, liebe Julia, und hier folgt nun noch die Rückmeldung zu deinem Orangenkuchen: Wir haben ihn sehr genossen – wunderbare Farbe, saftig, gaanz leicht orientalisch, fruchtig frisch…. Uuuund, was du in deinem Rezept doppelt unterstreichen solltest: Wenn man sich beherrscht und ihn nicht am selben Tag komplett aufisst: Nach einer Woche (für länger hat es nicht gereicht) schmeckt er noch besser! Zarter, saftiger… Also ein idealer Kuchen zum Vorbereiten! Liebe Grüße von Hannah

    • Julia
      4. Februar 2018 at 20:29

      Liebe Hanna, Du ahnst ja gar nicht, wie sehr ich mich freue <3 Ich streiche das mit dem Vorbereiten noch hervor, vielen Dank für den Hinweis!
      Hab einen schönen Abend und ganz viele liebe Grüße!
      Julia

  5. Lena
    17. Januar 2018 at 14:07

    Liebe Julia, der Kuchen sieht fabelhaft aus. ich werde ihn wohl mit Blutorangen nachbacken, denn ich muss in den kurzen zwei Monaten Blutorangenzeit einfach jede Möglichkeit ausnutzen, die geilsten Früchte der Welt zu benutzen :)
    Jetzt wage ich nur zu bezweifeln, dass es danach so herrlich aussieht wie bei dir.
    Deine Lena

    • Julia
      18. Januar 2018 at 12:40

      Liebe Lena, so kurz ist die Blutorangenzeit nur? Dann hab ich ja ganz schön was aufzuholen ;)
      Und natürlich wird der Kuchen bei Dir herrlich aussehen, warum sollte er auch nicht?
      Liebe Grüße <3
      Julia

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