Kleinstadtei: Shakshuka

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Shakshuka | chestnutandsage.de

Ich bin ein Kleinstadtei. Kein Landei. Kein Großstadtei. Ein Ei aus einer Stadt, das sich in seinem überschaubaren Nest wohl fühlt. Die große Stadt – ich habe sie gesehen und zur Kenntnis genommen. Habe sie erlebt – und war überfordert. Was tun, wenn jede Türe offen steht? Wenn jeder Tag, jede Nacht, neue Herausforderungen, neue Möglichkeiten, neue Anstrengungen bedeutet? Wo Chancen wie platt getretene Kaugummis auf Bordsteinkanten kleben ist die Schönheit der selbigen nur schwer zu erkennen. Wo tausend Hände geschüttelt werden möchten, sind Blessuren das Accessoire der Wahl. Im Habitus kleinstädtisch sieht man mir also (so meine ich zumindest) das Unbehagen an, was mir entweder (so rede ich mir ein) einen gewissen Charm verleiht, oder (so befürchte ich) zumindest zur Erheiterung aller beiträgt. Ich bin also ein Kleinstadtei, dass sich (wenn ich ehrlich bin) am wohlsten fühlt, wenn es in einer dicken Soße aus Tomaten, Paprika und Harissa schwimmt. Es könnte schlimmer sein.

Für 2 Personen Shakshuka braucht Ihr:

  • 1 rote Paprika*
  • 1 Zwiebel, geschält und in feine Ringe geschnitten
  • 1 Knoblauchzehe, fein gehackt
  • 2 TL Kreuzkümmel
  • 1/2 TL geräuchertes Paprikapulver
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 TL Harissa
  • 1 TL Tomatenmark
  • 500 g passierte Tomaten
  • 2 Eier
  • 3 EL Petersilie, fein gehackt

*Schaltet den Backofengrill ein und heizt ihn auf 250°C vor. Legt die halbierte und entkernte Paprikaschote in den Ofen und grillt sie so lange, bis die Haut schwarz ist. Nehmt die Paprika aus dem Ofen, lasst sie etwas abkühlen und entfernt dann die schwarzen Häute. Schneidet die Paprika in feine Streifen.
Ich bereite immer gleich ein ganzes Blech voll Paprika zu und konserviere die restlichen Paprikaschoten in Olivenöl. Wenn Euch das zu viel Aufwand ist, könnt ihr auch Paprika aus dem Glas nehmen.

Erhitzt einen EL Öl in einer großen Pfanne und bratet darin Zwiebel, Knoblauch und Kreuzkümmel bei sanfter Hitze für 5 Minuten an. Gebt dann Harissa, Tomatenmark und das Lorbeerblatt hinzu und bratet alles nochmal für eine Minute an. Gebt dann die passierten Tomaten und die  gegrillten Paprikastücke in die Pfanne und köchelt alles für etwa 15 Minuten mit aufgelegtem Deckel.
Nehmt den Deckel von der Pfanne und schlagt die beiden Eier in die Tomatensoße. Legt den Deckel wieder auf die Pfanne, schaltet den Herd herunter und lasst die Eier etwa 5 Minuten gar ziehen. Wichtig ist, dass das Eigelb noch schön flüssig ist.
Verteilt das fertige Shakshuka auf zwei Teller und garniert alles großzügig mit Petersilie.

Ihr wollt mehr Shakshuka? Schaut bei den Feedmeup’s, bei Ylva oder bei Molly vorbei!
Habt ein schönes Wochenende!
Julia

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9 comments on “Kleinstadtei: Shakshuka

  1. Sabrina
    8. Oktober 2016 at 18:25

    Große Shakshuka-Liebe! <3 Ich springe einfach mit in deine dicke Tomatensoße! Hier gab es sie vor zwei Tagen erst mit Aubergine. Und eine grüne Variante will ich auch schon so lange ausprobieren.
    LG
    Sabrina

  2. Julia
    8. Oktober 2016 at 22:34

    Shakshuka geht halt einfach immer, oder? Und dann noch mit Aubergine oder in grün? Das muss ich probieren!
    Liebe Grüße!
    Julia

  3. Britta
    10. Oktober 2016 at 18:24

    Oh jaaa… gab es bei mir im Sommer auch ganz oft, ist einfach zu lecker <3

    • Julia
      6. November 2016 at 20:35

      Shakshuka geht einfach zu jeder Jahreszeit, oder?

  4. Anni
    12. Oktober 2016 at 10:03

    hach, bei dir fühl ich mich einfach immer verstanden. dieses mal sprichst du mir in sachen kleinstadt aus der seele und shakshuka klingt so fabelhaft, dass es gleich am wochenende getestet wird!
    liebste grüße
    anni

    • Julia
      6. November 2016 at 20:34

      Ich hoffe, es hat Dir geschmeckt, liebe Anna <3

  5. Claudia ~ Food with a View
    6. November 2016 at 13:41

    Hups – vor einer Weile schon hatte ich hier kommentiert, wurde wohl verschluckt. Wie gut kann ich Dein Plädoyer für die Kleinstadt verstehen, die Großstadt hat schon etwas sehr Forderndes. Gerade jetzt im Herbst packt auch mich immer die Sehnsucht nach mehr Ruhe und Natur – und so ein feines Shakshuka wie Deines wäre dazu höchst willkommen :-). Liebe Grüße!

    • Julia
      6. November 2016 at 20:34

      Liebe Claudia, ja, der Spam-Filter schlägt in letzter Zeit voll zu, ich weiß auch nicht warum… Es ist auf jeden Fall schön zu lesen, dass Du, die ja in Berlin lebt, die große Stadt auch als (heraus)fordernd empfindest.
      Liebe Grüße!
      Julia

  6. Peter
    23. November 2016 at 12:30

    Danke für das Rezept, sieht sehr lecker aus! Die Kombination ist bestimmt interessant :)
    LG

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