Heute bleibt die Küche kalt, denn ich erzähl Euch was von meinem Fotokurs

Wer mir auf Twitter folgt hat vielleicht bemerkt, dass ich an einem Fotokurs an der Abendakademie teilgenommen habe. Da ich ja seit geraumer Zeit stolze Besitzerin einer wunderbaren Spiegelreflexkamera bin, dachte ich mir, dass es mal ganz sinnvoll wäre, wenn ich diese auch im vollen Umfang bedienen könnte. Von der Automatik-Einstellung hatte ich mich zwar relativ schnell verabschiedet, doch trotz allen Muts wusste ich nie so ganz genau, was ich da eigentlich tat. Nach langem hin und her hatte ich erst überlegt, bei shoot the food teilzunehmen, fand dann aber ein ganz gutes (nicht ganz sooo charmantes, jedoch besser erreichbares) Angebot der Abendakademie Mannheim mit dem unromantischen Namen “Digitalfotografie für Einsteiger”. Da ich ja nicht nur mein Essen fotografiere, sondern auch andere Dinge, dachte ich, dass dieser Kurs genau das Richtige wäre. Auf ging’s also zu drei Tagen voller Fotografie. Dachte ich… doch weit gefehlt! Denn neben einem vor Sarkasmus strotzendem Referenten stand vor allem sein Hass auf Nikon-Produkte im Vordergrund. Und da ich die einzige Nikon-Besitzerin war, wurde mir bescheinigt, dass ich:

  1. Canon-Hasser sein müsse,
  2. Niemals Kriegsberichterstatterin werden könne und
  3. Sollte ich mal meinen Arm verlieren, meine Nikon nicht mehr bedienen könne.

Ihr wundert Euch? Fragt mich mal! Und trotz all dieser äußerst fragwürdigen, angeblich aber „psychologisch und didaktisch aufbereiteten“ Methoden dieses Referenten muss ich sagen: Ja doch, ich habe etwas gelernt. Ich habe mein Kamera-Menü verstanden, ich weiß jetzt für was alle Knöpfe und Rädchen sind, sogar, was sich hinter diesen Funktionen verbirgt und zu was man sie einsetzen kann. Gut… fundierte, physikalische Grundkenntnisse und ein naturwissenschaftliches Studium war Voraussetzung, um seinen Ausführungen zu folgen, aber bitte – das kann man ja wohl erwarten! Weißabgleich, Belichtungsmessung und –korrektur, ISO-Wert und Messfeldsteuerung hab ich verstanden, was sich hinter Blende und Belichtungszeit versteckt auch, ich weiß jetzt, was da eigentlich auf meinem Objektiv steht, hui, und das ich in anderen Formaten fotografieren kann, dass es einen Bildstabilisator gibt (und ich wunder mich über verwackelte Bilder) … ja und jetzt geht’s an’s Üben. Und das mache ich auch fleißig (hier könnt ihr ein Bild sehen, dass ich direkt nach den Kurs gemacht hatte… ihr wundert Euch? Jaja, ich plane meine Blogeinträge nicht sooo konsequent :). Mein Ziel war es, bessere Bilder als die Automatik zu machen und zwar geplant, nicht zufällig. Und daran arbeite ich jetzt.

Mit lieben, wenn auch etwas wirren Grüßen,

Julia

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9 comments on “Heute bleibt die Küche kalt, denn ich erzähl Euch was von meinem Fotokurs

  1. Familie Schulz
    5. Oktober 2012 at 10:43

    Lustigerweise lästern immer nur die Canon-Benutzer über Nikon. Anders rum habe ich sowas noch nicht erlebt. Spricht da der Neid? Wir sind mit unserer D3100 auf jeden Fall mehr als zufrieden!

    Viele Grüße von Famile Schulz-Nikon

    • Julia
      5. Oktober 2012 at 21:01

      Liebe Familie Schulz,
      schön, dass wir Nikon-Besitzer zusammenhalten. Ich mein, müssen wir ja wohl auch, oder?
      Liebe Grüße
      Julia

  2. Corinna | kitchenklatsch.com
    2. Dezember 2012 at 02:33

    Puh, das hört sich ganz schön anstrengend an! Und ganz schön unverschämt auch irgendwie! Ich muss sagen, dass mich diese Nikon/Canon oder auch Apple/Windows Diskussionen schrecklich langweilen und finde das an so einer Stelle völlig unangebracht. Aber zum Glück konntest Du trotzdem etwas lernen in dem Kurs!

    • Julia
      2. Dezember 2012 at 13:04

      Ja, da hast Du absolut Recht! Ich dachte bis zu diesem Kurs immer, dass die Hardware doch eigentlich nicht soooo super wichtig sei, aber da siehst Du mal, wie man sich täuschen kann :)

  3. Trina
    21. Januar 2013 at 12:54

    …also ich bin auch stolze Besitzerin einer Nikon D3100 und ich habe mich schon so manches Mal gefragt, ob ich die einzige wäre, die mit einer Nikon knippst. Aber nun bin ich ein bisschen glücklich das hier gelesen zu haben ;-) .. und das man mit dieser Kamera super gute Bilder machen kann, beweißt du ja mit jedem Post aufs neue, mach fein weiter so :-)

    Auf dich und die Nikon ;-)

    Liebe Grüße Trina ♥

    • Julia
      21. Januar 2013 at 19:23

      Liebe Trina, vielen lieben Dank!!!
      Ich finde ja, dass Du mit Deiner Kamera eine gute Entscheidung getroffen hast :) Ich glaube, dass es einfach darauf ankommt, welche Kamera Dir besser in der Hand liegt und mit welcher Kamera Du ein gutes Gefühl hast. Bei Zorra von 1x umrühren aka kochtopf gibt es gerade ein Food-o-Graphie Event, bei dem Food-Blogger ihre Kameraausrüstung vorstellen können und ich glaube, da gibt es schon ganz gute Beiträge, in denen meist genau diese Aussage das Fazit ist: Probiere die Kamera aus, und wenn Du findest, dass sie zu Dir passt, sollte sie (egal ob Canon, Sony, FujiFilm oder eben Nikon) die Kamera Deiner Wahl sein.
      Ich wünsche Dir auf jeden Fall viiiel Spaß beim Fotografieren!
      Liebe Grüße
      Julia

  4. Hannah
    24. März 2013 at 15:43

    Sehr schade zu sehen, dass manche Fotografen nur auf die Marke von anderen Fotografen schauen.. Es ist aber schön zu sehen, dass du trotzdem was mitnehmen konntest.

    Habe manchmal aber auch das Gefühl, dass alle meine Bekannten Canon benutzen und ich mit meiner Nikon alleine bin. Ich schätze das liegt aber daran, dass Canon z.B bei Elektronik-‘Fachhändlern’ öfter Einsteigerangebote mit Kamera und 1-2 Objektiven anbietet und die meisten dann bei Canon zuschlagen. Ich persönlich mag meine D70 gern, habe aber auch keinen Hass gegen Canon..

    • Julia
      24. März 2013 at 16:37

      Ja, Hannah, das finde ich auch. Aber manchmal habe ich das Gefühl, dass die Hersteller-Diskussion mit religiösem Eifer geführt wird, und das führt ja selten zu was Gutem :)
      Liebe Grüße
      Julia

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