Food-Fotografie: Finde Deinen Stil

unsplash.com

Warum ich meine Fotos eigentlich so künstlich aufbauen würde, wurde ich auf dem Foodbloggercamp gefragt. Das würde ich doch so nie essen und das würde doch bestimmt die Leser irgendwann langweilen. Eine gute und berechtigte Frage, muss ich ehrlich gesagt zugeben! Denn wer hat es nicht gelesen, das Bildbetrachtungsgemotze auf vorspeisenplatte.de ? Meine einfache Antwort war: Weil es mir gefällt. Weil ich versuche, mit meinen Bildern die Geschichten, die ich in meinen Texten erzähle, zu unterstützen. Weil das alles meinem persönlichen ästhetischen Empfinden nahe kommt. Weil ich so bin. Wie man dazu kommt, eine Antwort mit solch einer Überzeugung zu formulieren, habe ich versucht in der Session “Food-Fotos supergeil!” zu vermitteln, die ich gemeinsam mit Ylva vergangenes Wochenende gehalten habe. Ylvas Schwerpunkt lag dabei auf der Kamera-Technik und mein Schwerpunkt darauf, wie man seinen eigenen Bild-Stil findet und mit ein paar einfachen Tipps und Tricks umsetzt. Heute findet Ihr hier den ersten Teil meiner Präsentation mit meinen Gedanken. Ich habe die Session in zwei Posts geteilt, weil die Beiträge sonst viel zu lange geworden wären. Wichtig ist mir, das sich kein Patentrezept liefern kann, wie man seinen eigenen Foto-Stil findet, sondern nur zum Nachdenken und Ausprobieren anregen möchte.

Wie finde ich meinen eigenen Foto-Stil?

Als ich mit dem Bloggen angefangen hatte und mit Entsetzen feststellen musste, dass ich nicht der einzige Foodblog auf der ganzen weiten Welt bin, habe ich mich für meine Bilder geschämt. Wie konnte ich nur auf die Idee kommen, so was ins Internet zu stellen? Lange versuchte ich dann mit Schleifchen, Blümchen und viel Trallala den vorherrschenden Ton vieler etablierter Blogs zu imitieren – erfolglos. Mir fiel das aber erst auf, nachdem ich eine Orchidee in einem pinkfarbenem Topf geschenkt bekam und mich von da an irgendetwas in meiner Wohnung störte – der Übertopf. In all seiner Pinkheit. Nachdem ich die Orchidee in einen schönen, grauen Topf gesetzt hatte, ging es mir wieder gut und ich begann mir die Frage zu stellen, was mich eigentlich davon abhält, meinen Blog so einzurichten, wie ich es auch in meinem Zuhause mache – nämlich so wie er mir gefällt?

Gestalte Deinen Blog so, wie er Dir gefällt!

Meine Küche ist weiß, mein Sofa ist grau, geometrische Formen, wohin das Auge auch schaut, alles ist sehr schlicht und reduziert. Beim Blick in meinen Kleiderschrank setzt sich dieses Farbschema weiter durch – T-shirts, Blusen, Hosen und Kleider in gedeckten Farben, schwarz, weiß und grau, Rüschen und florale Muster sucht man vergebens. Auch meine Zeitschriftenauswahl bestätigt mir, dass ich eher von der schlichten Sorte bin, als eine verspielte Seele, The Weekender, das Cereal Magazine und This is Paper beruhigen meine Augen und regen mich zum Träumen an. Warum um alles in der Welt sollte ich meinen Blog also anders führen als mein Leben?

Beantworte Dir also die folgenden Fragen:

  • Wie bist Du eingerichtet?
  • Welche Farben findest Du überwiegend in deinem Kleiderschrank?
  • Welche Magazine liest Du gerne?
  • Was inspiriert Dich?
  • Welche Blogs besuchst Du gerne?

Hilfreich ist dabei auch Pinterest: Analysiere doch mal Deine Pins! An welchen Bildern bleibt Dein Auge immer wieder hängen? Ist da ein gewisses Schema zu erkennen? Vielleicht sogar schon ein Bildstil? Finde heraus, was Dich an diesen Pins anspricht. Oder Blätter durch Deine Kochbücher: Warum gefallen Dir die Bilder darin? Weil sie schön fotografiert sind, ok, aber was genau gefällt Dir daran?

Zur leichteren Beantwortung dieser Fragen habe ich Bild-Beispiele hinterlegt. Klickt einfach auf die Links, um die Bilder miteinander zu vergleichen.

Das Licht? Magst Du lieber hell ausgeleuchtete Bilder, oder gefallen Dir eher Bilder, die in einem schummrigen Licht aufgenommen wurden und nicht jedes Detail sichtbar machen?

Die Farben? Magst Du lieber Bilder, die mit Farben spielen, oder sprechen Dich eher monochrome Bilder an?

Die Schärfe oder die Unschärfe? Magst Du lieber Bilder, die gestochen scharf sind, oder darf auch mit Unschärfe gespielt werden?

Die bildwichtigen Elemente? Muss das Essen immer im Vordergrund stehen, oder darf es auch mal Statist sein, um ein Gefühl zu transportieren?

Das Arrangement der Speisen? Möchtest Du lieber “the art of plating” zelebrieren, oder ein Stilleben ablichten? Oder ist das vielleicht alles Quatsch und Du findest, Dein Essen gehört genau so fotografiert, wie es auch auf den Tisch kommt?

Wenn Ihr zur Beantwortung dieser Fragen ein wenig Hilfe braucht, dann schaut doch mal bei learnfoodphotography.com vorbei. Hier werdet Ihr Übungen finden, mit denen Ihr Euer Auge schulen könnt.

Lasst Euch nicht in ein Korsett pressen, in das Ihr nicht passt

Egal, wie Eure Antworten ausfallen: Sie sind richtig. Denn denkt immer daran: Es geht um Euren Blog und den dürft Ihr genau so gestalten, wie er Euch gefällt, nur dann ist er genau richtig, nur dann könnt Ihr auf die Frage, warum Ihr Eure Bilder so gestaltet, wie Ihr es eben tut mit voller Inbrunst sagen: „Weil sie mir so gefallen!“

Ich hoffe, ich konnte das, was ich in der Session erzählt habe, nochmals gut zusammenfassen. Habt Ihr noch Fragen? Löchert mich gerne! Oder noch besser: Erzählt mir von Euren Erfahrungen! Was hat Euch geholfen, Euren Stil zu finden und umzusetzen? Hier geht es dann beim nächsten Mal weiter mit dem zweiten Teil der Session rund um Bildaufbau und -komposition, in dem ich Euch ein paar Tipps und Tricks verraten möchte, wie man Food-Fotos aufbauen kann.

Liebe Grüße,
Julia

Photo Credit: Benjamin Combs über unsplash.com

Share

33 comments on “Food-Fotografie: Finde Deinen Stil

  1. Sabrina
    7. März 2014 at 16:25

    Sehr schöne Zusammenfassung, liebe Julia, die jetzt schon Lust auf Teil 2 macht! :)
    Was ich herausgefunden habe? Hm, dass ich eigentlich keine deiner Fragen so richtig beantworten kann – ich kann und will mich nicht entscheiden, möchte mich auch gar nicht auf einen bestimmten Stil festlegen. Heute mag ich‘s vielleicht bunt und hell ausgeleuchtet, morgen dann eher schattig und Ton in Ton. Das lässt den Blog hier und da vielleicht etwas „konzeptlos“ erscheinen (und diese Konzeptlosigkeit setzt sich übrigens auch in meinem Kleiderschrank fort! ;), aber das ist das eben so.
    Viele Dank jedenfalls für den Anstoß, sich darüber mal Gedanken zu machen! :)
    LG
    Sabrina

    • Karin
      7. März 2014 at 18:10

      Hihi…einen konzeptlosen Kleiderschrank habe ich auch. Aber das ist gut so. Wie bei Euren Fotos auch…so wird es nämlich nie langweilig!

      LG, die Karin

    • Sabrina
      8. März 2014 at 08:52

      Hehe, naja, konzeptlos zu sein, ist dann eben mein Konzept, lebt sich bisher ganz gut damit! ;)

    • Julia
      7. März 2014 at 18:13

      Liebe Sabrina, Euer Blog erscheint in keinster Weise konzeptlos! Wenn ich bei Euch auf dem Blog zu Besuch bin, weiß ich was mich erwartet: Klare Bilder und unterhaltsame Texte, in keinster Weise würde ich das konzeptlos nennen!
      Liebe Grüße!
      Julia

    • Sabrina
      8. März 2014 at 08:51

      <3

  2. Ulrike
    7. März 2014 at 16:34

    Hach, wie schade, dass ich an dieser supergeilen mit Supercontent gefüllten Session nicht teilnehmen konnte! Danke für die schöne Zusammenfassung, dazu fällt mir nur ein: Ich will so bleiben, wie ich bin ;-).

    • Julia
      7. März 2014 at 18:10

      Na das will ich doch schwer hoffen, liebe Ulrike, dass Du so bleibst wie Du bist! Das hat bei Dir schon alles seine Richtigkeit ;)

  3. Liv
    7. März 2014 at 16:48

    Auch für jemanden, der nicht beim Foodbloggercamp dabei war, ist das eine super schöne Zusammenfassung, die einem auch noch mal zu Denken gibt – gerade, wenn man immer noch nicht so super zufrieden ist und nach Verbesserungen sucht!

    Vielen lieben Dank dafür!
    Liebe Grüße
    Liv

    • Julia
      7. März 2014 at 18:15

      Liebe Liv, sehr gerne! Ich freu mich, dass Dir die Zusammenfassung gefällt. Mir ging es eben auch immer so wie Dir, nur konnte ich lange gar nicht formulieren, was mich genau an meinen Bildern gestört hat. Aber das schöne am Bloggen ist ja, dass man sich ausprobieren darf, kann und eigenlich auch muss ;)
      Liebe Grüße!
      Julia

  4. Karin
    7. März 2014 at 18:09

    Hi Julia,
    danke für Deine Zusammenfassung! Deine gemeinsame Session mit Ylva hat mir gezeigt, dass ich nicht zu viel auf die Fotos der anderen schielen sollte! Lieber konzentriere ich mich jetzt auf das, was ich kann :-)
    LG, die Karin

    • Julia
      7. März 2014 at 18:17

      Karin, da fällt mir ein Stein vom Herzen, denn genau das war es, was Ylva und ich erreichen wollten: Macht Euer Ding und lasst Euch nicht beirren! Hach, Deine Nachricht macht mich ganz glücklich, danke <3
      Liebe Grüße!
      Julia

  5. silvia
    7. März 2014 at 21:53

    Superschön hast Du das geschrieben, liebe Julia! Ganz genau so seh ich das auch. Nach eigener Ästhetik zu fotografieren, drapieren und Bilder zu bearbeiten – das ist auch immer meine Prämisse. Und mich selbst darin widerspiegeln – das ist ein schönes Ziel, das ich versuche, mit meinen Bildern zu erreichen. Aber das ist es doch auch, was uns Blogger / Fotografen ausmacht, oder?
    Ich fotografiere, was ich bin! So wie ich die Welt sehe – das ist auch das, was Spaß macht und, wo man sich auch schön austoben kann. :-)
    Ich freu mich schon auf den 2. Teil (und war schon bei den Live-Berichten vom Foodbloggercamp ein bisserl neidisch, dass ich da nicht dabei war)!
    Alles Liebe,
    silvia

    • Julia
      9. März 2014 at 17:19

      Liebe Silvia, vielen Dank für Deine Nachricht! Gerade von Dir (denn Du bist ja Fotografin) ist es besonders schön zu lesen, dass ich nicht so falsch liege mit meinen Gedanken :) Das nächste Foodbloggercamp kommt bestimmt und vielleicht erwischen wir dann ja beide eines der jetzt schon heißbegehrten Tickets für dieses schöne Event!
      Liebe Grüße!
      Julia

  6. Britta
    7. März 2014 at 23:10

    Ach du liebe Julia,

    ich hab das gerade gelesen und mich NOCH mehr geärgert, dass ich nicht dabei war, bei eurer Session.
    Du hast SO Recht! Mann, das öffnet mir die Augen. Die Fragen sind so auf den Punkt. Ich habe immer überall hin geschaut. Dies probiert, das probiert. Und nun? Nun weiss ich endlich mal, was ich mich fragen sollte! Ich werde jetzt mal in mich gehen. Werde mir ganz ehrlich und mit viel Zeit all diese Fragen stellen und beantworten und dann danach fotografieren!
    Vielen Dank. An Dich und an Ylva. Dafür dass Ihr so seid, wie Ihr seid. Punkt!
    Ganz ganz liebe Grüße aus dem hohen Norden,
    Britta

    • Julia
      9. März 2014 at 17:22

      Liebe Britta, ich ärger mich auch, dass ich bei so vielen Sessions nicht dabei war – zum Beispiel beim Brotbacken, das hätte ich auch gerne gemacht. Zum Glück habe ich einen Sauerteigstarter von Ylva mitbekommen, sodass ich heute schon mein erstes Sauerteigbrot genießen konnte ;) Ich freue mich wirklich sehr zu lesen, dass Dir die Zusammenfassung gefällt und Dir vielleicht sogar weiterhilft? Das ist ja mehr, als ich mir gewünscht habe mit dieser Session zu erreichen, hach, ich freu mich riesig über Deine Nachricht! Vielen lieben Dank <3
      Julia

  7. ninive
    8. März 2014 at 17:31

    Mit großem Interesse hab ich deinen Bericht gelesen- ich bin ja so eine- Linse drauf und abdrücken- kunstvolle Arrangements liegen mir überhauüt nicht. Auch im normalen Leben eher schnörkel-los, die Dinge müssen durch das wirken was sie sind. Wobei natürlich der eine oder andre Tipp bezüglich Beleuchtung, oder auch wie so ein wenig “unscheinbare” Gerichte wie meine Pfannkuchen neulich gut auf einem Foto rauskommen sicherlich hilfreich sind. Daher- ich werd mit Aufmerksamkeit weiterlesen…..

    • Julia
      12. März 2014 at 18:07

      Ich freue mich, dass ich Dein Interesse wecken konnte. Allerdings hast Du mit dem, was Du sagst natürlich recht: Dinge müssen dadurch wirken, was sie sind.
      Viele Grüße!
      Julia

  8. Natalie im Holunderweg
    8. März 2014 at 21:54

    Liebe JUlia,
    das kommt mir so bekannt vor – ich wurde auch in letzter Zeit zwei Mal gefragt, warum meine Fotos so “gestellt” seien. Weil es mir gefällt. Ich möchte auf anderen Blogs auch keine schmutzigen Küchen sehen. Da muss ich nur meine eigene Küchentür aufmachen.
    Aber als ich gefragt wurde, warum meine Fotos so sind, wusste ich außer Gestammel keine Antwort. Jetzt kenne ich sie.
    Danke!
    Liebste Grüße
    Natalie

    • Julia
      9. März 2014 at 17:24

      Hehehe, ja das scheint wohl eine oft gestellte Frage zu sein ;) Aber ich finde, dass man sich nicht dafür rechtfertigen müssen sollte, wie man seinen Blog führt. Das Internet ist so groß, und wenn jemandem das nicht gefällt, was ich mache, dann soll er halt nicht mehr vorbei schauen. Dafür gibt es unzählige andere Blogs, die ganz anders sind, und das ist ja gerade das schöne, dass man sich heraussuchen kann, was man im Internet sehen möchte ;)
      Ganz viele liebe Grüße, ich bin dann mal in meiner schmutzigen Küche!
      Julia

  9. Ylva
    9. März 2014 at 09:19

    Eine wunderbare Zusammenfassung, meine Liebe! Zu der Frage, warum es immer schön aussehen soll, fiel mir die Tage noch ein: Weil ich es brauche ;) Besonders ordentlich bin ich zwar nicht, aber alles muss schön gemacht werden oder schön sein, damit ich es kaufe. Und wenn das heißt, dass ich für jedes Gericht einen anderen Lieblingsteller raushole; je nach Stimmung und Tagesgefühl. Typisch Grafiker(in)… da kommt der Beruf doch wieder durch *hihi
    Ganz herzliche Grüße und einen schönen Sonntag Dir noch!
    Ylva

    • Julia
      9. März 2014 at 17:28

      Ohja, Du hast recht! Weil ich es so brauche gefällt mir sehr gut als Antwort! Ich umgeb mich ja auch gerne mit schönen Dingen, voilà, schon kann ich mein Antworten-Repertoire erweitern :) Und ich kaufe NUR schöne Sachen. Die hässlichen lass ich für die stehen, die fragen, warum ich meine Bilder so künstlich arrangiere ;)
      Liebe Grüße und genieß noch die restlichen Sonnenstrahlen <3
      Julia

  10. Melanie
    9. März 2014 at 23:39

    Ich finde es immer sehr schön, dass es so viele unterschiedliche Stile gibt und jeder Blog seine Eigenarten hat, das macht das Leben so wunderbar bunt. Meine Fotos sind eher schlicht, das aufwändige, verkünstelte liegt mir einfach nicht. Sicherlich gibt es da auch noch jede Menge Verbesserungsbedarf, aber ich bin einfach keine Perfektionistin :-) Liebe Grüße Melanie

    • Julia
      10. März 2014 at 21:19

      Ich sehe das genau so wie Du, liebe Melanie! Die große Vielfalt der Foodbloggerwelt ist einach wunderbar, sie reicht ja von einfach schlicht bis atemberaubend bunt, ein tolles Spektrum, das viel Spaß macht zu erkunden ;)
      Liebe Grüße!
      Julia

  11. Anni
    10. März 2014 at 16:18

    Ach Julia, das hast du sehr schön geschrieben.
    Ich kannte das Gemotze noch gar nicht und musste sehr schmunzeln. Ich verstehe ja auch was gemeint ist – aber hey, wer will denn schon sehen wies echt ausschaut?! Zu wissen, dass man im Internet oft mit schöngezeichneter Wahrheit gelockt wird, hat uns allen doch schon längst die Werbung beigebracht… Ich will lieber schwärmen und die Augen umschmeichelt bekommen. Ich schau mir gerne deine Bilder an, auch wenn ich nicht glaube, dass du sie in genau diesem Arrangement auch essen wirst – denn darauf kommts nicht an.
    Also bitte weiter so und gern noch mehr Tipps aus deiner Kiste :)
    Herzliche Grüße
    Anni

    • Julia
      12. März 2014 at 18:21

      Danke, liebe Anni! Und ja: Ich mag meine dreckige Küche auch nicht herzeigen! Die haben wir alle, die unterscheiden sich nicht so sehr in ihrer Unordnung und Dreckigheit ;) Und als Gegenteil muss man ja nicht immer nur perfekte Cupcakes ablichten, das ist für mich das andere Extrem. Also versuchen wir schön irgendwas in der Mitte zu finden, oder ;)
      Liebe Grüße!
      Julia

  12. Dani
    10. März 2014 at 17:55

    Grandios! Ganz lieben Dank für diesen herrlichen Artikel, Julia.
    Das mit den Schleifchen kommt mir bekannt vor ;) Damit hab ich auch angefangen, aber irgendwie war ich nie zufrieden. Erst als ich erkannt habe, wieviel Spielraum und Details “einfaches” Gemüse (sprich: Die Zutaten) hergeben, wurde mir klar, dass das viel besser zu mir passt. Und so bleibt jeder neue Shoot aufregend, je nachdem, was gerade so abgelichtet werden soll, findet man immer neue Details und Kompositionen.

    Meine Pins haben mir übrigens auch sehr geholfen, ich habe eeeewig gebraucht, mich an den dunkleren Stil zu wagen, weil ich anfangs immer dachte, dass es womöglich einfach nur zu dunkel weil unterbelichtet aussieht, aber durch die Pins bin ich da mutiger geworden.

    • Julia
      12. März 2014 at 18:18

      Sehr gerne, Dani! Es scheint, als ob wir beide das gleich “Tal der Tränen” durschritten sind ;) Bei Deinen Bildern finde ich ja eben genau das toll: Du nimmst häufig die Vogelperspektive ein und arrangierst so schöne Bilder, die unter den vielen, die es da gibt im Internet, erkennt. Und das ist es ja, was mir wichtig ist: Das man die Handschrift der Blogs erkennt und sich nicht fragen muss, an welchem virtuellen Tisch man da eben Platz genommen hat.
      Liebe Grüße!
      Julia

  13. Claudia ~ Food with a View
    10. März 2014 at 22:25

    In der Food-Fotografie fasziniert doch vor allem die Vielfalt, und Deine Intention, nicht nur Essen abzulichten, sondern eine Emotion zu inszenieren, teile ich absolut. Es ist eine wunderbare Möglichkeit, seine Haltung zum Essen, zu Lebensmitteln und zu allem, das damit zu tun hat, auszdrücken. Ich erfreue mich jedenfalls immer sehr an Deinem fotografischen Blick auf die Dinge :-). Lieben Gruß!

    • Julia
      12. März 2014 at 18:13

      Danke, liebe Claudia! Das ist ein tolles Kompliment, ich freu mich riesig, vor allem, weil ich ja Deine Bilder immer hinreißend finde. Ich hoffe, dass ich mit diesem Post vermitteln konnte, wie wichtig die Vielfalt in der Foodbloggerwelt ist, würden wir alle die gleiche Sicht auf die Dinge haben, wäre es ganz schön langweilig hier ;)

  14. Juliane
    11. März 2014 at 18:27

    Liebe Julia, danke für dieses Zusammenfassung Deines Teils von Foodfotografie supergeil! Jetzt kann ich immer wieder Deine Worte nachlesen, die ich als 100% treffend und sehr inspirierend empfunden habe. Ich frage mich aber, wer Deine Fotos als “künstlich aufgebaut” empfindet? Für mich sind sie ganz im Gegenteil immer sehr natürlich, lässig, stimmig… aber vielleicht ist auch das wieder Geschmackssache und hängt vom eigenen ästhetischen Empfinden ab.
    Liebe Grüße!

    • Julia
      12. März 2014 at 18:11

      Ach Juliane, danke <3 Jeder sieht Fotos halt anders, und jeder erwartet sich ja auch was anderes. Es ist ja so ein bissl wie beim Frisör; da kommt man toll gestylt nach hause und bekommt das nie wieder so hin. Vielleicht besteht da einfach auch die Befürchtung, dass das beim Kochen auch eintreten kann?
      Liebe Grüße!
      Julia

  15. Mareike
    26. März 2014 at 13:21

    Liebe Julia,

    schon beim Foodbloggercamp hab ich euch beiden gerne zugehört und es förmlich augesogen. Vielen Dank nochmal für eure Mühe :-)

    Jetzt habe ich gerade noch deinen Betirag hier gefunden und mir das nochmal zu gemüte gezogen.
    Komischerweise habe ich es mit meinem Blogdesign genau nach deinen Empfehlungen gemacht. Unterbewusst. Meine Wohnung ist vorallem weiß und jeder Raum hat seine persönliche Farbtupfer. Der eine Raum mit lila, der nächste in grün und wieder der nächste in blau.

    Nur den eigenen Stil bei den Fotos hab ich noch nicht gefunden.
    Ich finde aber, vorallem am Anfang, sollte man Motive kopieren um seine Kamera besser kennenzulernen. Einen weiteren Vorteil hat das: Man versucht ja in der Regel Fotos nachzustellen, die einem gefallen. Mir zum Beispiel gefällt nicht nur ein gewisses Arrangement sondern fast jedes Foto hat für mich etwas besonderes. So merkt man mit der Zeit, was einem liegt und was man mag. Denn das ist meiner Meinung nach nicht unbedingt der Wohnungsstil.
    Vielleicht ist das ja auch ein weiterer Ansatz.

    Liebe Grüße
    Mareike

    http://www.zuckerschnee.de

    • Julia
      26. März 2014 at 18:19

      Liebe Mareike,
      also um seine Kamera besser kennenzulernen empfehle ich auf jeden Fall einen Kurs zum Beispiel bei der VHS oder bei einem befreundeten Fotografen, ansonsten ist es ja viel zu schade eine DSLR zu haben :) Aber ansonsten gebe ich Dir absolut recht: Kopieren muss am Anfang nichts schlechtes sein, das habe ich ja auch gemacht und erst darüber gemerkt, was mir gefällt. Ich persönlich finde aber, dass man sich irgendwann eben von diesem Kopieren lösen sollte und ganz im Loriot’schen Sinne “was eigenes” schaffen sollte :)
      Liebe Grüße!
      Julia

Leave a Reply to Dani Cancel Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *