Ferienhausküche – Teil 2

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In einem Haus, in dem es nach Brot riecht, fühl ich mich zu Hause. Der Bäcker unterhalb der Terrasse arbeitet Tag und Nacht, der Schornstein ragt in mein Blickfeld, während ich im Halbschatten liege und dicke Scheiben einer kalten Wassermelonen esse. Es ist das einzige, das in der heißen kroatischen Sonne kühlt und für konstante Bewässerung der geistigen Windstille sorgt. Der Brotduft kann da schon etwas lästig werden, das ist wie in Mannheim, das nicht nur nach Industrie, sondern auch nach Schokolade riechen kann. Der Vergleich zu Charlie und der Schokoladenfabrik liegt nahe, ist das Kurpfälzisch manchmal doch so unverständlich wie die Oompa Loompa. Nicht herrlich süß und glücksverheißend, sondern schwer und penetrant. Der Bäcker backt also, als gäbe es kein Morgen. Denn tatsächlich ist seine Zukunft ungewiss, beschweren sich die Nachbarn über den beißenden Rauch, der ab und an durch das Dorf zieht. Er hat seine Stube in Mitten von Häusern gebaut, die – und so versichern sie uns- schon lange vor dem Bäcker da waren. Doch damals, ach, da rauchten nur die Zigaretten, auf die man sich abends bei einer Flasche Bier traf. Auf den Treppen, die heute noch vom Krieg erzählen. An den Ortsrand solle er, doch wo fängt ein Ort an und wo hört er auf, wenn die erste Reihe Häuser den Beginn und die dritte Reihe Häuser bereits das Ende definiert? Ich versuche es herauszufinden, während meines Urlaubs, in dem die einzige Aktivität ist, den Ort von Anfang bis Ende, Ortseingang bis Strand, zu erkunden. In der einen Hand die Sonnencreme, in der anderen Hand ein frisches Brot. Denn so lange der Bäcker vor meiner Haustür backt, da fühl ich mich zu Haus.

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Das Kochen in einem Ferienhaus gleicht einem beständigen Aufbrauchen von Kühlschrankinhalten, ständiger Improvisation. Wie lange bleiben wir noch, muss noch etwas gekauft werden, welche Gewürze sind da. In unserem Fall nur Salz und Pfeffer, sowie bestes Olivenöl. Der Blick in den Garten lässt Rosmarin und Lavendel erahnen. Es ist erstaunlich, wie man mit so wenig Reichtum Hervorragendes zaubern kann.

Gegbratene Zucchini mit Zitronen

Benötigtes Geschirr: 1 Pfanne. Zucchini mit einem Zwei Rosmarin so lange anbraten, bis sie goldbraun sind, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Zitrone aufschneiden und kurz anbraten, bis die Zitronenscheiben weich sind und etwas Röstaromen angenommen haben.

Grilled Cheese Sandwich

Benötigtes Geschirr: 1 Käsereibe, 1 Pfanne. 1 Aubergine in Scheiben schneiden und anbraten. Brotscheiben buttern und mit Ajvar, Aubergine und geriebenem Käse belegen. In der Pfanne goldbraun braten.

Tomatensalat mit Burrata

Benötigtes Geschirr: 1 Schüssel. Tomaten schneiden, mit Salz, Pfeffer, Olivenöl und Zitronensaft abschmecken. Mit Burrata servieren.

Gebratene Auberginen mit Joghurt

Benötigtes Geschirr: 1 Pfanne. Aubergine vierteln und goldbraun braten, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Joghurt mit Knoblauch, Salz, Pfeffer, Zitronensaft und Olivenöl abschmecken. Gebratene Auberginen mit Joghurt bedecken und mit kleingeschnittenen Tomaten garnieren.

Habt eine schöne Urlaubszeit!
Julia

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2 comments on “Ferienhausküche – Teil 2

  1. Barbara
    8. August 2019 at 19:07

    Ein Traum deine Urlaubsküche .
    Ich bin im Norden ,dort bei frischem Wind , ab und zu eine Überraschung in Form eines Regenschauers ,lässt es sich wunderbar entspannen ,in der Hand ein Matjesbrötchen ..reicht für den ersten Hunger .
    Deine Vorschläge passen perfekt für den Abend ,danke dafür .

    Liebe Grüsse
    Barbara

  2. Naanie
    10. August 2019 at 14:03

    Oh, das ist aber eine schöne Idee. Urlaubsküche ist toll. Ich gehe auch super gerne in fremde Supermärkte. Da muss man nur aufpassen, dass das dann nicht ausartet. :)
    Letztes Jahr gab’s bei uns in Italien auch immer schöne Tomaten und Pfirsiche mit Burrata. Wie schön einfach und lecker mit gutem Brot und Olivenöl.

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