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Die Macht der Gewohnheit mit Bagels durchbrechen

Ich liebe es zu frühstücken. Nicht das schnelle Müsli herunterschlingen unter der Woche, das meist zwischen den ersten eMails und den ersten Telefonaten des Tages passiert. Nein. Ich liebe das zelebrierte Sonntagsfrühstück mit ausgedehntem Zeitungslesen, dem Musikrätsel, zwei Eiern im Glas und Brezeln. Fällt dieses geliebte Ritual aus, ist ein Sonntag kein vollständiger Sonntag mehr, ist das fragile wochenendliche Gleichgewicht gestört, fehlt das Gefühl ausreichend gebummelt und Zeit vertändelt zu haben. Und so scheint es also zu stimmen, dass zu starres Festhalten an Gewohntem zu Stagnation führt, dass in der Routine der Tod der Spontanität liegt, dass in Traditionen der Stillstand des Denkens liegt. Dabei ist der Kopf ja bekanntlich deshalb rund, damit das Denken seine Richtung ändern kann. Und vielleicht haben Bagels auch aus genau diesem Grund ein (mehr oder weniger) kreisrundes Loch in der Mitte: Damit das fehlende Stückchen Teig dabei hilft, über Festgefahrenes nachzudenken und alltägliche Routinen zu durchbrechen – und sei es nur diese eine kleine sonntägliche Angewohnheit des Brezeln Frühstückens. Möglich wär es.

Für 9 Bagels à 90 g braucht Ihr:

  • 500 g Mehl, Typ 812 mit Spelzen oder 250 g Vollkornmehl und 250 g Weizenmehl Typ 550
  • 7 g Trockenhefe
  • 12 g Salz
  • 30 g Zucker + 3 EL Zucker
  • 1 Ei
  • 20 ml neutrales Öl, z. B. Sonnenblumenöl
  • 200 g Wasser
  • Saaten, Kerne und getrocknete Kräuter, z.B. Sesam, Mohn, Sonnenblumenkerne und Rosmarin

Vermischt Mehl, Trockenhefe, Salz und 30 g Zucker miteinander. Das ist der trockene Teil.
Verrührt Wasser, Öl und das Ei miteinander. Das ist der flüssige Teil.
Gebt den flüssigen Teil in den trockenen Teil und verknetet beide Teile mit der Küchenmaschine zu einem festen, kompakten Teig. Knetet den Teig etwa 10 Minuten.
Deckt den Teig dann mit einem Küchentuch ab und lasst ihn etwa 1 Stunde gehen.
Wenn der Teig sein Volumen verdoppelt habt, teilt ihn in 9 gleich große Stücke à 90 Gramm.
Formt die Teigstücke zu kleinen Kugeln, in die ihr dann mit dem Finger ein Loch bohrt. Zieht die Teigringe ein wenig auseinander, sodass euch die Form an Bagels erinnert. Lasst die Teigringe ruhen.
Setzt einen Topf Wasser auf und gebt 3 EL Zucker in das Wasser. Heizt den Backofen auf 240°C Umluft vor.
Wenn das Wasser kocht, gebt drei Teigringe in das Wasser und lasst sie dort 4 Minuten kochen. Nehmt die Bagels dann aus dem Wasser und legt sie auf ein mit Backpapier ausgekleidetes Blech. Wiederholt diesen Vorgang zwei weitere Male, bis alle Bagels gekocht wurden.
Bestreut die Bagels jetzt mit Saaten, Kernen, getrockneten Kräutern oder lasst sie einfach so, wenn ihr das lieber mögt.
Schiebt die Bagels in den Ofen und schaltet nach 5 Minuten die Temperatur auf 200°C herunter. Lasst die Bagels weitere 10 Minuten backen.
Nehmt die goldbraunen Bagels aus dem Ofen und lasst sie auf einem Gitter auskühlen.

Die Bagels lassen sich sowohl als Teiglinge als auch gebacken super einfrieren. Oder ihr esst sie alle auf einmal auf. Wie ihr am liebsten mögt.
Habt einen schönen Sonntag!
Liebe Grüße
Julia

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