Was man so tun sollte. Paneer Makhani

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Paneer Makhani | chestnutandsage.de

To-Do-Listen. Jeder hat sie. Die einen sind umfangreicher, die anderen kürzer. Die einen werden über Monate hinweg übertragen, auf immer neue Seiten, der Übersichtlichkeit wegen. Die anderen werden am Ende eines Tages entsorgt, nicht wert mit in den nächsten Morgen genommen zu werden. Doch was ist mit den Listen, die andere für einen angelegt haben? Den “Du bist jetzt über 30, wie wäre es denn langsam mit…”-Listen? Heiraten, Kinderkriegen, Häuserbauen, mindestens eines davon könnte man doch langsam mal angehen! Und wenn das eine erledigt ist – warum dann noch auf das andere warten? Ach was soll’s – drei auf einen Streich! Und nebenbei immer schön die Karriere im Auge behalten, das lange Studium, die umfangreiche Ausbildung, das alles muss sich doch gelohnt haben! So steht man also da, Anfgang, Mitte 30. Schaut nach links, schaut nach rechts und wundert sich. Nicht nur über andere, sondern vor allem über sich selbst. Was hilft da besser, als sich etwas schönes zu kochen. Sich hinzusetzen. Und es sich gut gehen lassen. Pläne machen hat bisher ja eh noch nie etwas gebracht.

Für 2 große Portionen Paneer Makhani für braucht Ihr:

(inspiriert durch Pushpesh Pant)

  • 2 cm Ingwer, fein gehackt
  • 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 2 grüne Kardamom, fein gemörsert
  • 1 TL Koriandersamen, fein gemörsert
  • 1 TL Bockshornklee
  • 1 Dose Tomaten (400 g)
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 TL Garam Masala
  • 1 TL Cayenne-Pfeffer
  • 1 Zimtstange
  • 3 Nelken
  • 1 EL Cashewbutter
  • 400 g Paneer, in Würfel geschnitten
  • 1 Handvoll Curryblätter
  • ein wenig Zitronenabrieb (optional)
  • Salz
  • 1 Handvoll Koriandergrün

Erhitzt neutrales Öl in einer Pfanne und bratet den Ingwer und den Knoblauch darin für etwa 5 Minuten sanft an. Gebt dann Kardamom, Koriandersamen und Bockshornklee hinzu und bratet die Gewürze für 2 Minuten mit. Gebt dann die Tomaten, das Garam Masala und den Cayenne-Pfeffer hinzu und kocht alles mit 100 ml Wasser auf.
Gebt dann das Lorbeerblatt, die Zimtstange und die Nelken hinzu und kocht die Soße für 10 Minuten. Gebt dann 1 EL Cashewbutter in die Soße, sodass sie schön sämig wird. Schmeckt die Soße mit Salz ab.
Erhitzt ein wenig Öl in einer Pfanne und bratet darin den Paneer zusammen mit den Curryblättern so lange an, bis der Paneer rundherum schön braun ist. Schmeckt den Paneer mit Salz, Pfeffer und ein wenig Zitronenabrieb ab.
Gebt den Paneer in die Soße, garniert alles mit frischem Koriander und genießt dieses herrliche Essen mit frischem Naan oder flauschigem Fladenbrot.

Ihr Lieben, nehmt Euch nicht zu viel vor. Es kommt doch eh so, wie es kommt.
Und lasst es Euch gut gehen!
Julia

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21 comments on “Was man so tun sollte. Paneer Makhani

  1. Ela
    20. Februar 2015 at 08:45

    Ich liebe Paneer Makhani! Den Paneer kann man übrigens auch relativ einfach selbst machen am Vortag. Und Häuser bauen ist doch sowieso total außer Mode bei unserer Generation ;)
    Liebe Grüße,
    Ela

    • Julia
      22. Februar 2015 at 18:35

      Paneer habe ich auch schon selber gemacht, er zerbröselt mir aber beim anbraten zu sehr, deshalb kaufe ich ihn mittlerweile lieber. Man muss ja nicht alles selber machen (hehe, so wie Häuser bauen und so ;)!
      Liebe Grüße!
      Julia

  2. Lena
    20. Februar 2015 at 09:14

    Ich liebe Paneer auch, dabei kannte ich ihn bis vor 5 Monaten noch nicht mal. Leider gibt es hier keine Quelle für Fertigen und so muss ich ihn immer selbst machen. Wie Ela sagt, eigentlich ganz leicht.
    Die Listen kenne ich, bin aber froh, dass in meinem Umfeld keiner daran erinnert bzw. denke ich sogar, dass es größtenteils gar nicht interessiert. Befreiend! Nur dass das eben auch die Listen sind, die man sich selbst macht…
    Liebe Grüße,
    Lena

    • Julia
      22. Februar 2015 at 18:37

      Ja das stimmt, manchmal setzt man sich selber auch ganz schön selber unter Druck, obwohl man das nicht müsste. Wenn man auf sich hört und sich selber treu bleibt, dann glaube ich, wird schon alles gut werden. Außer beim Paneer. Der wird einfach nicht bei mir ;)
      LIebe Grüße!
      Julia

  3. Julia
    20. Februar 2015 at 10:12

    Liebe Julia,
    ich kenne diese Situation nur zu gut! Es ist nicht immer einfach, sich dabei von fremden und eigenen Erwartungen frei zu machen. Und die eigentlich sinnvolle Frage “Was will ich?” ist eben auch nicht immer so einfach zu beantworten. Was, wenn ich die “falschen” Entscheidungen treffe? Bereue ich das später? …. Da kann einem schon der Kopf schwirren. Und Kochen hilft dabei, sich aufs Hier und Jetzt zu konzentrieren – da stimme ich dir voll und ganz zu!
    Julia

    • Julia
      22. Februar 2015 at 18:46

      Liebe Julia,
      manchmal ist es ja auch so, dass man eine Entscheidung getroffen hat und dann schaut man auf andere und beneidet sie, entweder um ihre Freiheiten oder um ihre Fähigkeit, sich Niederzulassen. Das gute an diesem Dilemma ist nur, dass einmal getroffene Entscheidungen ja reversibel sind… Im Idealfall :)
      Liebe Grüße!
      Julia

  4. Kiki
    20. Februar 2015 at 11:58

    Ich liebe Paneer und mache ihn immer selber. Deine Sauce dazu werde ich nächstes Mal ausprobieren, bisher habe ich immer die Sauce von einem Butter Chicken Rezept dazu gemacht.

    • Julia
      22. Februar 2015 at 18:42

      Ohje, lauter Paneer-Profis hier! Und nur bei mir scheint dieser Käse nichts zu werden…

  5. Theresa
    20. Februar 2015 at 12:10

    Liebe Julia, am liebsten halte ich es wie die Sängerin Cäthe in ihrem wunderbaren Lied “Ich muss eigentlich überhaupt gar nichts”. Also ganz entspannt die Erwartungen anderer ausblenden, sich selbst treu bleiben und sich etwas Gutes tun. Paneer Makhani ist in jedem Fall ein guter Anfang ;) Und dann noch flauschiges Fladenbrot, da gerate ich direkt ins Schwelgen… Hab ein wunderschönes Wochenende! Liebe Grüße, Theresa

    • Julia
      22. Februar 2015 at 18:49

      Liebe Theresa, das ist ein wunderbares Lied! Ich werde das jetzt immer, wenn ich mal wieder am Durchdrehen bin, vor mich hinsummen. Oder vor mich hinbrüllen. Ich werde das der Situation anpassen ;)
      Ich wünsche Dir noch einen schönen Sonntagabend, meine Liebe!
      Julia

  6. Ylva
    21. Februar 2015 at 09:37

    Irgendwo in mir versteckt sich ein kleiner Rebell, liebe Julia, und begehrt gegen all diese gesellschaftlichen “Pflichten” auf, indem er sich ihnen aus reinem Trotz bewusst widersetzt. Heiraten war hier eine Vernunfts-Entscheidung und ich hab den Antrag ihm gestellt. 

    Ist doch pups-egal, was die anderen machen: Es ist unser eigenes, mal mehr mal weniger verrücktes, Leben und wir sollten uns morgen im Spiegel ohne Reue entgegen schauen können…

    …und nebenbei dieses tolle Gericht mampfen ;–) Das sieht superlecker aus und duftet bis hier her!

    Ganz liebe Grüße – ein Hoch auf gelegentliche Planlosigkeit!
    Ylva

  7. Sabrina
    21. Februar 2015 at 23:15

    Ach je, da sagste was! Aber immer schön dran denken: es ist deine To-do-Liste und du bestimmst selbst, was da drauf steht! Auf meiner steht jetzt jedenfalls Paneer! ;)
    LG
    Sabrina

    • Julia
      1. März 2015 at 13:29

      Und so ist nicht nur jeder seines Glückes Schmied, sondern auch seiner To-Do-Liste Herr, ne?
      Liebe Grüße!
      Julia

  8. Krisi
    23. Februar 2015 at 13:11

    Yum, sieht das lecker aus. Ich bin sowieso ein grosser Fan der indischen Küche, herrlich! Das mit den To-Do Listen ist so eine Sache, deswegen mache ich mir eigentlich keine mehr..Nur beim Kochen habe ich eine lange Liste;)
    Liebe Grüsse,
    Krisi

    • Julia
      1. März 2015 at 13:27

      Jaja, die unendlichen Nachkochlisten, die habe ich natürlich auch…

  9. Claudia ~ Food with a View
    25. Februar 2015 at 23:45

    Was sind schon Heirat, Hausbau und Nachwuchs gegen so eine leckere Paneer-Pfanne ;-). Ich nehme mir jetzt daher doch mal was vor, liebe Julia: sie möglichst bald nachzukochen, sie klingt einfach köstlich. Lieben Gruß!

    • Julia
      1. März 2015 at 13:26

      Jeder sollte ja gute Vorsätze haben, da kommt dieser doch gerade recht ;) Lass es Dir auf jeden Fall schmecken, liebe Claudia!

  10. Dominik
    26. Februar 2015 at 08:31

    Ach, das mit der 30 wird sowas von überbewertet – 30 ist die neue 20, da geht noch alles ;)
    Habe dein Gericht gestern nachgekocht und ratzeputz die Teller ausgeleckt – ganz großes Kompliment!!

    • Julia
      1. März 2015 at 13:26

      Oh wie wunderbar, lieber Dominik, ich freue mich, dass es Dir geschmeckt hat!
      Liebe Grüße!
      Julia

  11. cookin'
    6. März 2015 at 22:01

    Das Rezept hört sich phantastisch an. Wir werden bald zeitweise auf vegetarisch umstellen – da wird das Paneer hoch im Kurs stehen.
    Was die To Do-Listen und v.a. die Erwartungen angeht: wenn der Druck anstregend wird, hilft Doris Day mit Que sera, sera :-)

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