Pastasotto mit Trüffelbutter

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Pastasotto | chestnutandsage.de

Manchmal, wenn sich die Türen der S-Bahn öffnen und mir Menschen mit all ihrem Gerede, ihrem Gestank, ihren Geheimnissen und Abgründen entgegen strömen, dann habe ich sie so satt. Die Menschheit. Wie sie drängeln und stoßen, mürrisch im Gesicht, kalt im Herzen, enttäuscht und enttäuschend. Ein Gefühl, eine starke Misanthropie, das sich mit zunehmender Dunkelheit ausbreitet. Abgestoßen und der Welt abhanden gekommen. Ein Zustand, dem nur mit seelenstreichelndem Essen begegnet werden kann. Heute nur in einer Portion, wenn man allem überdrüssig ist, sollte man das beste (und das ist Trüffelbutter nunmal) für sich bewahren.

Für 1 Portion Pastasotto mit Trüffelbutter braucht Ihr:

  • 1 Schalotte, fein gehackt
  • 125 g Risoni (auch Orzo oder Kritharaki)
  • 300 ml Gemüsebrühe
  • 1 EL Trüffelbutter (verwendet nur Produkte, die echte Trüffeln und kein Trüffelaroma enthalten)
  • 3 EL frisch geriebener Parmesan
  • 1 Schuss Weißwein
  • Olivenöl
  • Salz und Pfeffer

Erhitzt einen kleinen Schuss Olivenöl in einer Pfanne und bratet darin die Schalotte bei sanfter Hitze an. Löscht die Schalotten nach 5 Minuten mit einem kleinen Schuss Weißwein ab, gebt die Risoni in die Pfanne und gießt 250 ml kochende Gemüsebrühe hinzu.
Lasst die Nudeln 10 Minuten kochen und gebt, wenn sich die Garzeit dem Ende nähert, evtl. nochmal ein wenig Gemüsebrühe hinzu. Rührt die Nudeln regelmäßig um, nicht dass sie am Topfboden ankleben.
Wenn die Nudeln al dente sind, nehmt die Pfanne vom Herd und rührt 1 EL Trüffelbutter und 3 EL frisch geriebenen Parmesan unter. Schmeckt das Pastasotto mit Salz und Pfeffer ab.

Habt ein schönes (menschenfreies) Wochenende! Verkrümelt Euch auf die Couch, verschanzt Euch hinter Euren Monitoren und genießt die Stille.
Julia

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7 comments on “Pastasotto mit Trüffelbutter

  1. Micha
    22. Oktober 2016 at 07:44

    …manchmal sich so ein wenig authistisch ins Schneckenhaus zurückziehen vor der Welt und der Menschheit – gerne mit gutem Essen – mir tut das gut…

    • Julia
      22. Oktober 2016 at 19:43

      Mir auch, liebe Micha, mir auch!

  2. Julia
    22. Oktober 2016 at 13:50

    Versuche diese Menschen anzulächeln und warte auf die Reaktion :)

  3. Julia
    22. Oktober 2016 at 19:45

    Stimmt, Julia, das sollte ich wohl tun. Aber manchmal, da schaff ich das einfach nicht, da grummel ich genau so zurück, wie ich angegrummelt werde…

  4. Britta
    23. Oktober 2016 at 16:37

    Yum! ich hab hier auch eine seehr feine Trüffelbutter, ohne künstliches Aroma, mit der ich mir auch sehr gerne Rühreier veredele ;-)
    Ich bin ja davon überzeugt, dass die schlechte Laune der Menschen mit dem Wetter extrem zusammenhängt. In südlichen Gefilden sieht man das einfach viel, viel seltener, auch wenn es meistens den Menschen dort nicht mal ansatzweise so gut geht wie uns.
    Aber der Herbst ist einfach auch ein wenig Rückzugszeit, ist einfach so und auch wenn er viele Fans hat, ich bin nicht unbedingt ganz vorne dabei…

  5. Theresa
    25. Oktober 2016 at 11:20

    Liebe Julia,
    auch ich habe manchmal Momente in denen mir das Großstadtgetümmel zu viel ist und ich die Ruhe suche. Aber das geht nicht immer und dann entscheide ich mich bewusst, die Perspektive zu wechseln. Ich gehe mit offenen Augen auf meine Mitmenschen zu. Ich staune dann – darüber, wie viele Menschen es gibt, wie unterschiedlich sie aussehen, wie viele Träume, Ängste und Gedanken sie wohl mit durch den Tag nehmen. Dann muss ich lächeln, weil wir, auch wenn wir es oft vergessen, genau in diesem Chaos der Welt alle miteinander verbunden sind und diese besondere Erfahrung ein großes Geschenk ist. Genau wie eine herzwärmende Portion Pastasotto.
    Lass es dir gutgehen und hab einen schönen Tag!
    Theresa

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