Gegrillte Lauchzwiebeln mit Honig-Ricotta und Haselnüssen

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Gegrillte Lauchzwiebeln mit Ricotta | chestnutandsage.de

Der Lauch an sich ist ein armer Tropf. In Eintöpfen verschwindet er auf Nimmerwiedersehen, auf Schulhöfen wünschten sich die als solche beschimpften vermutlich auch, dass sich der Erdboden öffnen möge um darin auf eben das Gleiche zu verschwinden. Obwohl ich mir nicht wirklich sicher bin, dass sich der Lauch mittlerweile tatsächlich zum Schimpfwort eignet und – viel wichtiger – sich tatsächlich als solches durchgesetzt hat. Ich werte das als Gnade der Frühgeborenen. Dabei ist die Kunst sich zu beschimpfen eine wunderbare! In akribischer Kleinstarbeit mag man sich am Gegner abarbeiten, bis ein gekonnt trockener Satz mit besinnlichem Sarkasmus formuliert ist. Woraufhin man sich in gespannter Erwartung zurück lehnt und auf eine ebenso intelligent vorgetragene Beleidigung hoffen darf. Ist das verquert? Vielleicht! Aber was tut man nicht aus Langeweile. Denn die findet sich in der Urlaubszeit ja besonders gerne in den vereinsamten Bürogebäuden dieser Welt, wo ein Stapel Druckerpapier umfällt und daran erinnert, dass man langsam mal Feierabend machen könnte. Und den nutzt man dieser Tage ja gerne, um den Grill anzuwerfen. Denn keine andere Tätigkeit lässt den Homo Bureau schneller zur besten Version des Freizeit-Selbsts werden, als Grillanzünder auf Kohle und ein Feierabendbier in sich zu schütten. Wobei man wieder beim Lauch angekommen wäre. Denn dessen kleine Schwestern, die Lauchzwiebeln, wandern heute eben auf den Grill, wo sie ihr herrlich süßes Aroma entwickeln und cremig weich werden. Wer keine Lust auf Holzkohleduft hat (so wie ich), darf dafür auch gerne den Backofengrill anwerfen. Auf dass es weniger archaisch, dafür ebenso köstlich wird. 

Für 2 Portionen gegrillter Lauchzwiebeln braucht Ihr:

  • 2 Bund Lauchzwiebeln
  • 125 g Ricotta
  • 50 g Ziegenfrischkäse
  • 1 TL Honig
  • 2 EL Haselnüsse, grob gehackt (und wer mag leicht angeröstet)
  • Olivenöl
  • Ein paar Blättchen Estragon und Basilikum, grob gehackt

Heizt den Backofengrill auf die höchste Stufe vor. Gebt ein wenig Olivenöl über die Lauchzwiebeln und schiebt sie für etwa 10 Minuten in den Backofen. Die Lauchzwiebeln sollten dunkel sein, aber nicht verbrennen!
Vermischt in der Zwischenzeit Ricotta, Ziegenfrischkäse, 1 TL Honig und 1 EL Olivenöl miteinander. Schmeckt die Creme mit Salz ab.
Serviert die gegrillten Lauchzwiebeln auf einer großen Platte, streut die Haselnüsse darüber und reicht die Ricotta-Creme dazu.

Ihr seid auf der Suche nach weiteren vegetarischen Grillideen? Dann schaut doch bitte hier vorbei!

Habt einen schönen Feierabend!
Julia

Photo Credit: Linkes Bild von Kelsey Chance via unsplash.com

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6 comments on “Gegrillte Lauchzwiebeln mit Honig-Ricotta und Haselnüssen

  1. Hannah
    11. Juli 2018 at 20:12

    Liebe Julia, das klingt köstlich und ist zum Nachgrillen notiert! Die Haseln streust du zum Schluss einfach drüber oder röstest sie kurz mit?
    Liebe Grüße von Hannah

    • Julia
      12. Juli 2018 at 20:16

      Ach ja, das fehlt natürlich im Rezept, Danke fürs drauf Hinweisen! Die Nüssen kommen einfach so grob gehackt über die Lauchzwiebeln (die Version für faule Menschen wie ich es gerade bin), wenn Du magst kannst Du sie natürlich aber auch kurz rösten ;)
      Liebe Grüße!
      Julia

  2. Ye Olde Kitchen
    12. Juli 2018 at 08:35

    Lauchzwiebeln vom Grill sind bei uns dieses Jahr auch ganz weit oben. Sobald unsere Grillstelle gemauert ist, müsst ihr uns unbedingt besuchen kommen. Dann schmeißen wir ganz viel Gemüse auf den Grill, hören die Küchenradioplaylists durch und trinken Wein aus dem Ländle.
    Liebe Grüße
    Eva

    • Julia
      12. Juli 2018 at 20:12

      Das klingt nach einem Plan! Mauert schneller! Dann können wir früher vorbei kommen und mehr essen ;)
      Liebe Grüße <3
      Julia

  3. Eva von evchenkocht
    12. Juli 2018 at 20:55

    Hallo liebe Julia,
    Lauchzwiebeln habe ich bisher noch nicht gegrillt, aber das klingt sehr fein. Ich kann mir gut vorstellen, dass das dem Aroma und der Konsistenz sehr zugute kommt! Deine Fotos sind auch wieder äußerst gelungen!
    Liebe Grüße,
    Eva

  4. Dirk Brinker
    13. Juli 2018 at 19:11

    Bei mir gings leider knapp daneben. Als Nichtgriller besitze ich keinen Grill außer dem im Backofen. Da hab ich die Frühlinszwiebeln dann doch ankohlen lassen. Nach 15 Minuen waren sie schon verbrannt. Die nicht angekohlten Teile waren allerdings sehr lecker und der Ziegenkäse mit Quark und Honig hat wunderbar dazu gepasst. Also doch Danke fürs Rezept! Nächstes Mal nur Backofen, nur 180 Grad und kein Grill.

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