Bärlauchpesto

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Dort, wo Fuchs und Hase sich “Gute Nacht” sagen, habe ich meine geheime Bärlauch-Plantage. Kiloweise wächst dort das zarte Grün zwischen Laub des vergangenen Herbstes heran und zeugt so von der Anwesenheit des Frühlings. Und da wächst so viel, dass es vermutlich für einen Großteil der im Delta lebenden Menschen reichen würde. Wenn es um die schiere Menge geht, habe ich noch ein schönes Zeitungsfundstück: In der SZ von vergangenem Freitag stand, dass in einem Waldstückchen nahe Salzgitter Sammler von der Polizei angehalten wurden, die die unglaubliche Menge von 85 Kilo Bärlauch in 12 Säcken gesammelt hatten. Und die auch noch angaben, diese 85 Kilo für den Eigenbedarf gesammelt zu haben. 85 Kilo! Ich wüsste gar nicht, wie ich die nach Hause bringen sollte…

In dieses Rezept gebe ich kein Parmesan, ich weiß ehrlich gesagt auch nicht so genau, warum. Ich meine, dass das Pesto so länger haltbar sei. Aber das ist vermutlich eher Aberglaube als Tatsache. Den Parmesan mische ich erst bei der Zubereitung von, z.B. Pasta mit Pesto, unter.

200g Bärlauch

150g Nüsse

Fertiges Pesto

  • 200 g Bärlauch, grob gehackt
  • 150 g Kerne, Nüsse und/oder Mandeln (ich nehme Sonnenblumenkerne, Pinienkerne und Kürbiskerne)
  • Salz, Pfeffer
  • Öl, z.B. Olivenöl

Die Nüsse in einer Pfanne ohne Fett anrösten, bis es in der Küche duftet. Den gehackten Bärlauch in eine große Schüssel geben. Die Nüsse dazu geben und alles mit einem ordentlichen Schuß Öl beträufeln. Die Bärlauch-Nuss-Mischung mit einem Stabmixer zu einer homogenen Masse verarbeiten, und immer wieder ein bissl Öl zugeben, wenn’s zu trocken wird. Das Pesto mit Salz und Pfeffer abschmecken. Das Pesto in ausgekochte alte Marmeladengläser füllen und mit viel Öl bedecken, damit alles schön haltbar bleibt.

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5 comments on “Bärlauchpesto

  1. dottikocht
    6. April 2012 at 11:18

    Das ist natürlich Luxus, so eine Quelle zu haben. Zuhause bei Muttern hab ich die auch, aber hier in Dresden leider nicht. Und kaufen ist nicht billig…
    Trotzdem danke für’s Rezept. Sollte es sich mal ergeben, dann probier ich das aus.
    Wie viel ergibt das am Ende ungefähr?

    P.S.: Irre Geschichte…85 kg?!

    • chestnutandsage
      7. April 2012 at 15:37

      Ich habe jetzt zwei volle marmeladengläser und ein halbvolles. Es ist also mehr als reichlich :)

  2. Hermann
    31. Juli 2014 at 16:03

    Wenn Du das salz rauslässt ist es länger haltbar. Dann einfach bei der Zubereitung salzen :)

    • Julia
      2. August 2014 at 21:09

      Das ist ja ein super Tipp, vielen Dank! Das werde ich in der nächsten Bärlauch-Saison beachten!

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