Für Wankelmütige: gefüllte Zucchiniblüten

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Gefüllte Zucchiniblüten | chestnutandsage.de

Man kann nicht alles haben. Eine banale Weisheit, nicht? Stadtleben mit ländlichem Charme, die große Karriere mit fabelhaftem Freizeitausgleich, ein interessantes Leben, geführt vom Schreibtisch aus. Es geht nunmal nicht. Das ist so offensichtlich wie die Tatsache, dass eine ihrer Blüten beraubten Zucchinipflanze keine Frucht tragen kann. Und doch gibt es einen Ausweg aus dem Dilemma. Ein Licht am Ende des Tunnels. Eine Strategie für all jene, die auf nichts verzichten möchten. Die Lösung könnte lauten: halb-halb. Eine halbe Pizza Funghi, eine halbe Margharita. Eine Wohnung in der Stadt, ein Schrebergärtchen am Stadtrand. Die eine Hälfte der Blüten stehen lassen, die andere ernten und so in den Genuss von beidem kommen: frischer, schöner Zucchini und wunderbar gefüllter Blüten. Man muss ja nicht alles im Überfluss haben, Maßlosigkeit hat ja noch keinem gut getan, und gerade zur Erntezeit kann einem schonmal das sonst so geschätzte Gemüse zu den Ohren heraus kommen.

Ich fülle die Zucchiniblüten immer mit der folgenden Mischung, das ganze ein Rezept zu nennen erscheint mir ein wenig zu viel.

Pro Zucchiniblüten braucht ihr:

  • 1 TL Ricotta
  • 1/2 TL Feta, zerkrümelt
  • Salz, Pfeffer

Vermischt den Ricotta mit dem Feta, sodass eine feine Creme entsteht. Schmeckt diese Creme mit Salz und Pfeffer ab. Füllt jede Zucchiniblüte mit einem großzügigen Teelöffel der Creme. Zwirbelt die Blüten dann wieder zu, sodass nichts auslaufen kann. Verquirlt ein Ei und zieht jede Zucchiniblüte durch. Erhitzt dann ein wenig Öl in einer Pfanne und bratet die Zucchiniblüten darin an.

Genießt diesen kleinen Snack mit einem schönen, knackigen Salat und einem flaumigen Ciabatta. Ein herrliches kleines Abendessen für die anstehende heiße Woche!
Lasst es Euch gut gehen!
Liebe Grüße
Julia

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14 comments on “Für Wankelmütige: gefüllte Zucchiniblüten

  1. Lena
    29. Juni 2015 at 09:12

    Liebe Julia,
    ich liebe Zucchiniblüten und gefüllte sowieso. Und deshalb hab ich mich in meinem kleinen Saisongärtchen am meisten auf die Zucchinizeit gefreut. Aber nein, die Blattläuse auch und die bevölkern meine Blüten zu TAUSENDEN. Nicht die Wankelmütigkeit, sondern diese verfluchten kleinen Tierchen halten mich davon ab, sie zu verspeisen. Zum Glück hab ich noch männliche Kürbisblüten, die Pflanzen weigern sich nämlich standhaft, auch mal eine weibliche Blüte zu erzeugen.
    Mit der Art der Füllung bin ich ganz bei dir, simpel aber köstlich. Zum Ausbacken finde ich auch einen dünnen Bierteig ganz herrlich.

    Liebste Gartengrüße,
    Lena

    • Julia
      6. Juli 2015 at 21:21

      Liebe Lena, was mir die Schnecken scheinen Dir die Blattläuse zu sein. Ich leide mit Dir, wenn auch eher schleimig. Wusstest Du, das Schnecken 4000 Zähne auf ihren Zungen haben? Monster sind das! Ich habe deshalb auch auf Blüten vom Markt zurückgegriffen, was schade ist, denn der Garten war eigentlich voll von Zucchinis… vielleicht ist uns ja der Gartengott nächstes Jahr wohler gesonnen?
      Liebe Grüße! Und danke noch für den Tipp mit dem Bierteig, der geht natürlich immer ;)

  2. Theresa
    29. Juni 2015 at 11:36

    liebste Julia, man kann nicht alles haben – ja, wieso eigentlich nicht?! Ich möchte aus dem Vollen schöpfen und das Leben in all seinen Facetten genießen. Also gibt’s hier auch Blüte und Zucchini, wenn auch vorerst nur im übertragenen Sinne! ;) Ich danke dir für das schöne Rezept und die Anregungen! Hab eine wunderbare Sommersonnenwoche!

    • Julia
      6. Juli 2015 at 21:23

      Tja, wieso eigentlich nicht… gute Frage, liebe Theresa! Manchmal müssen Entscheidungen nunmal getroffen werden, aber eben nur manchmal. Ich schöpfe also mit Dir aus dem Vollen, meine Liebe <3

  3. Julia
    29. Juni 2015 at 16:24

    Zu dieser Kategorie der Wankelmütigen gehöre ich dann wohl auch. Vielen Dank für diese Hoffnungsblüte, dass man zumindest manchmal von allem etwas haben kann.

    • Julia
      6. Juli 2015 at 21:24

      So ein schöner Kommentar! Ich reiche Dir einen ganzen Strauß voller virtueller Hoffnungblüten, liebe Julia!

  4. Ylva
    1. Juli 2015 at 08:37

    Liebste Julia,
    ich versuche ja immer genau im Hier und Jetzt zu leben und daraus das beste zu machen – und dazu gehört unbedingt die “Genuss-Optimierung” ;-) Warum also nicht den Moment nutzen indem man ein paar dieser feinen Blüten bereits verputzt, bevor sie im Spätsommer eine Ernteschwemme verursachen (die man an Hand des Überflusses irgendwann vielleicht gar nicht mehr so gut genießen könnte)? Deine Füllung klingt jedenfalls absolut fein und im Sommer ist das für mich auch tatsächlich als Rezept zu bezeichnen. Für alles andere ist es zu warm :-)
    Ganz liebe Grüße,
    Ylva

    • Julia
      6. Juli 2015 at 21:27

      Also eine Zucchinischwemme hatte ich ehrlich gesagt schon lange nicht mehr. Trotz Schneckenzauns werden die zarten Blättchen und Blüten dahingerafft. Dabei würde mich der Überfluss mal wieder erfreuen…. dafür haben wir Kartoffeln im Überfluss, die scheinen Schneckenresistent zu sein!
      Liebe Grüße <3
      Julia

  5. Claudia ~ Food with a View
    2. Juli 2015 at 09:58

    Ein Rezept (und wunderschönes Foto) wie gemacht für das Hier & Jetzt :-).

    • Julia
      6. Juli 2015 at 21:28

      Danke, liebe Claudia! Und so ein schönes Kompliment aus Deinem Munde ehrt mich sehr <3

  6. susanne
    2. Juli 2015 at 20:18

    Die kleinen zarten Zucchini an der Blüte sind mir die Liebsten! Und ja Entscheidungen treffen ist manchmal unschön .. aber so wichtig!

    • Julia
      6. Juli 2015 at 21:29

      Wichtig ist es, da stimme ich Dir zu. Aber manchmal, ach manchmal, da darf man es auch mal nicht müssen…

  7. brittakama
    9. Juli 2015 at 21:54

    Soo schön :) und ich würde die zu gerne auch mal selbst machen, aber auch hier machen die Läuse jede Zucchini zunichte… ich hab’s aufgegeben ;-)

    • Julia
      12. Juli 2015 at 19:33

      Ohweh, bei Dir und Lena sind es also die Läuse, bei mir die Schnecken. Wir könnten tauschen – halb-halb – eine Schnecken-Laus-Plage? Vielleicht könnten sie Freunde werden und gemeinsam zu den Nachbarn in den Garten ziehen…

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