Walnussplätzchen

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Heute ist der erste Advent und ich finde, dass am ersten Advent gebacken werden sollte. Dabei kann ich gar nicht backen. Das liegt vor allem daran, dass die Toleranzen in den Kochbüchern fehlen: Ist es jetzt schlimm, wenn ich anstelle von 250 g Butter nur 200 g nehme, wie groß sollen die Eier sein (S, M, L?), wie flüssig darf der Teig maximal sein damit am Ende das Ergebnis gerade noch so zufriedenstellend ist, und so weiter. Geschickter wären doch Angaben wie: Wenn Sie ihre Kuchen fluffig mögen, verwenden Sie 220 g Butter, wenn er fester sein soll, 250 g Butter. Nehmen Sie 47 g Eiweiß und 65 g Eigelb. Super fänd ich das.

Und weil ich auch überhaupt kein Backbuch, dafür aber Unmengen an Walnüssen zu Hause habe, musste ich das Internet nach einem einfach klingenden Rezept durchforsten. Und man kann es kaum glauben, aber ich wurde fündig bei den Küchengöttern. Die hatten die ansprechendsten Bilder und das am einfachsten klingende Rezept. Das Ergebnis ist sehr gut, es war ja auch eine Gemeinschaftsleistung von Herrn S. und mir.

Walnußplätzchen

Bei wem die weihnachtlichen Gefühle noch nicht so recht aufkommen wollen, kann ich hiermit vielleicht eine kleine Hilfestellung leisten. Ich habe das Lied “Weihnachten ist eine schöne Zeit” von Georg Kreisler das erste Mal vor zwei Jahren im Radio gehört, und war schwer begeistert. Ich meine, bei diesen Liedzeilen muss man einfach begeistert sein: “Und am Weihnachtsabend, wie erquicklich / Man speist mit den Verwandten, die man’s ganze Jahr vermied! / Nach dem Essen fühlt man sich so glücklich / Weil man die Verwandten dann ein Jahr lang nicht mehr sieht!”.

Leider verstarb Georg Kreisler diese Woche. In der Süddeutschen Zeitung wurde ihm dieser Artikel gewidmet.

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