Sugar in the Morning: Süßes Holunderblüten-Orangen-Geflecht

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Holunderblüten-Orangen-Geflecht | chestnutandsage.de

Der Mai mit seinen vielen Feier- und Brückentagen ist einfach herrlich: Ich habe viele freie Tage, viele verlängerte Wochenenden und so finde ich sogar morgens manchmal die Zeit, warmes, weiches und wohlig schmeckendes Hefegebäck zuzubereiten. Heute gibt es einen süß gefüllten Hefezopf in Form eines Holunderblüten-Orangen-Geflechts. Das ursprüngliche Rezept stammt von Milas-Deli, dem wundebaren Blog von Susanne, die es immer wieder schafft eine wunderbare Stimmung einzufangen – sowohl in Ihren Texten als auch in Ihren Bildern. Schaut doch einfach mal vorbei und lasst Euch verzaubern.
Ein wenig abgewandelt habe ich das Originalrezept allerdings, denn die Füllung sollte neben Orange und Butter auch Fenchelsamen beinhalten. Diese Kombination habe ich probiert, es war nicht schlecht, ich lasse den Fenchel aber trotzdem lieber weg, so schmeckt es mir noch besser. Außerdem habe ich den Hefezopf mit einem Holunderblüten-Orangen-Gelee gefüllt, da war noch ein Gläschen vom letzten Jahr da, dass langsam mal aufgegessen werden wollte. Immerhin steht uns die nächste Holunderblüte ja schon fast bevor, da muss ich meine Marmeladen-Vorräte jetzt auch nicht mehr rationieren und bunkern (hab ich eigentlich schon erwähnt wie sehr ich mich über den Frühling freue?). Das Rezept ist für zwei Hefegeflechte, das ist mir ein bisschen viel. Deshalb habe ich einfach die Hälfte des Teiges eingefroren. Wenn man den wieder auftaut und ihn nochmal ein bisschen gehen lässt, ist das überhaupt kein Problem.

Holunderblüten-Orangen-Geflecht | chestnutandsage.de

Für den Vorteig braucht Ihr:

  • 130 g Mehl (550)
  • 20 g Hefe
  • 200 ml Buttermilch
  • 1 TL Honig
  • 1 TL Zitronenabrieb

Für den Hauptteig braucht Ihr:

  • 260 g Mehl (550)
  • 65 g Zucker
  • 1/2 TL Salz
  • 75 g Butter, geschmolzen

Für die Füllung braucht Ihr:

  • 8 EL Holunderblüten-Orangen-Gelee

Holunderblüten-Orangen-Geflecht | chestnutandsage.de

Vermischt für den Vorteig Hefe, Honig und Buttermilch und gebt das Mehl anschließend dazu. Verrührt alles gut, deckt die Schüssel mit einem Tuch ab und lasst den Vorteig etwa eine halbe Stunde ruhen bis die Masse aufgeht und blubbert.

Vermischt Zucker, Salz, Zitronenabrieb und Mehl und gebt alles zusammen mit der Butter zum Vorteig. Verarbeitet alle Zutaten zu einem geschmeidigen Hefeteig. Lasst den Teig etwa vier Stunden oder über Nacht im Kühlschrank gehen.

Teilt den Teig in zwei Teile. Knetet diese zwei Kugeln nochmal gut durch. Wenn Ihr nur ein Geflecht backen möchtet, könnt ihr jetzt die zweite Teigkugel einfrieren (das mache ich so). Rollt die Teigkugeln zu 30 x 50 cm großen Rechtecken aus. Bestreicht die Rechteck mit jeweils 4 EL Holunderblüten-Orangen-Gelee. Rollt die Rechtecke von der kürzeren Seite her auf. Legt die Rollen mit der Öffnung nach unten auf ein Backblech.

Schneidet die Rollen mit einer Schere schräg ein (schaut Euch einfach den Film an, dann wisst Ihr was ich meine). Legt die entstandenen Zipfel abwechselnd nach links und rechts, sodass die Form einer Ähre entsteht. Bestreicht alles mit flüssiger Butter und lasst die Heferollen nochmals 20 Minuten gehen. Heitzt den Backofen auf 190°C Ober-/Unterhitze vor. Backt die Hefezöpfe etwa 30 Minuten, bis sie golden sind. Wenn die Hefezöpfe zu schnell dunkel werden, könnt Ihr sie auch einfach nach 20 Minuten mit Alufolie abdecken. Lasst die Geflechte ein wenig abkühlen und genießt sie dann am Besten noch lauwarm.

Habt einen guten Start in den Tag!
Liebe Grüße

Julia

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27 comments on “Sugar in the Morning: Süßes Holunderblüten-Orangen-Geflecht

  1. Ylva
    12. Mai 2013 at 10:04

    Wow, das sieht ja wieder lecker aus! :) Das wird auf jeden Fall gemerkt und bald ausprobiert!
    Liebe Grüße!
    Ylva <3

    • Julia
      12. Mai 2013 at 17:04

      Danke Ylva, schon alleine die Zubereitung macht viel Spaß!
      Liebe Grüße
      Julia

  2. Micha
    12. Mai 2013 at 10:56

    Sieht ja sehr schön aus, schöne Bilder – und Susannes Blog mag ich auch!

    viele liebe Grüße aus F

    • Julia
      12. Mai 2013 at 17:07

      Danke, liebe Micha :)
      Viele Grüße nach F!
      Liebe Grüße
      Julia

  3. ninive
    12. Mai 2013 at 11:56

    Einfach schön, was man aus Hefeteig so zaubern kann…. und das Bunkern von Marmelade und anderen Köstlichkeiten kenn ich nur zu gut, da muß dann schnell noch allerhand verarbeitet werden um Platz zu machen für die frischen Sachen…. der Eisschrank ist immer voll!

    • Julia
      12. Mai 2013 at 16:57

      Ich hab noch so viel Zwetschgen, ich weiß gar nicht, was ich mit denen noch anstellen kann, bevor die neue Ernte im Herbst kommt. Eigentlich dachte ich, dass da nur noch ein halbes Kilo sei, bis ich die restlichen 5 Kilo in der obersten Schublade fand…

    • ninive
      12. Mai 2013 at 19:05

      Zwetschgenmus , dafür hab ich 5 Kilo verkocht, meine ich mich zu erinnern. Und dann Buchteln draus backen! Zwetschgen sind hier auch immer das große Thema, ich wohne in einem Zwetschgenparadies….

    • Julia
      12. Mai 2013 at 19:14

      Ohja, Buchteln esse ich auch sehr gerne, das ist eine gute Idee :) Dann werde ich Zwetschgenmus für viele Milchreisportionen kochen…. und die Marmeladenvorräte auffüllen :)

  4. Susanne
    12. Mai 2013 at 12:55

    liebe julia, du glaubst gar nicht wie sehr es mich freut, wenn meine rezeptangaben zu tüftelei mit neuen zutaten führen! schaut sehr lecker aus und danke für deine herzlichen worte – dir einen herrlichen sonntag. susanne*

    • Julia
      12. Mai 2013 at 16:57

      Liebe Susanne, sehr, sehr gerne <3
      Dir auch einen schönen Sonntag!
      Liebe Grüße
      Julia

  5. silvia
    12. Mai 2013 at 14:57

    Wow, wunderschön! Ich hatte das süße Geflecht ja bereits bei Twitter entdeckt. Und so schön fotografiert schauts ja gleich noch verlockender aus. :))

    Vielen Dank auch für den Blogtipp – Susannes Bilder sind sehr inspirierend!

    Schönen Sonntag,
    silvia

    • Julia
      12. Mai 2013 at 16:59

      Danke, liebe Silvia! Das Bild auf Twitter war die Variante mit Fenchel, das heutige Bild ist die Variante, mit dem aufgetauten Hefeteig :)
      Liebe Grüße!
      Julia

  6. Dirk Staudenmaier
    12. Mai 2013 at 16:49

    Uaah, ich hab auch den ganzen Keller voll mit irgendwelchen gebunkerten Marmeladen und so Zeugs. Keine schlechte Idee, daraus Hefegebäck zu backen, und dazu noch so originelles! :-)

    Lieben Gruß, Dirk

    • Julia
      12. Mai 2013 at 17:03

      Marmelade, Sirup, eingekochte Senfgurken, alles ist noch da. Und wie immer hab ich das Zeug den Winter über vergessen, besser gesagt “für besondere Tage” aufgehoben. Leider kamen diese Tage nie, bzw. ich hatte meine Schätze im Keller vergessen :)
      Liebe Grüße
      Julia

  7. Andrea
    12. Mai 2013 at 18:41

    Das sieht ja wirklich großartig aus!
    Tolle Fotos und tolles Rezept!
    Vielen Dank und liebe Grüsse
    Andrea

    • Julia
      12. Mai 2013 at 19:15

      Vielen lieben Dank Andrea, das freut mich wirklich sehr <3
      Liebe Grüße
      Julia

  8. Persis
    14. Mai 2013 at 09:32

    Wiw, das sieht ja aus wie gemalt! Und danke fürs Verlinken des Videos. Sonst hätte ich noch Jahrelang gegrübelt, wie man durch Einschneiden so eine hübsche Form hinbekommt. Ich brauch für sowas immer bildliche Hilfe *lach*

    • Persis
      14. Mai 2013 at 09:32

      Au Backe. Das sollte natürlich WOW heißen.

    • Julia
      14. Mai 2013 at 19:13

      Haha, mir geht’s genau so! Aber die unendlichen Weiten des Internets halten einfach Bilder und Videos für alles und alle bereit ;)
      LG
      Julia

  9. Claudia ~ Food with a View
    14. Mai 2013 at 10:29

    Ach, wie ist das schade, dass die Welt der Vor- und Hauptteige mir magnels Geduld wohl immer verschlossen bleiben wird. Daher ist es um so schöner, so wunderhübsche Kunstwerke wie Deines hier zu bewundern! Das Holunderblüten-Organgen-Gelee klingt auch traumhaft – und dem Link zu Susannes Blog bin ich mal gefolgt, danke für die Entdeckung!

    • Julia
      14. Mai 2013 at 19:12

      Ach Claudia, das ging eigentlich total schnell, echt jetzt ;) Aber ich gestehe, das war auch das erste Mal, dass ich mich an so was gewagt habe. Zumal ich meine Hefe immer einfriere und nie weiß, ob die “Hefetierlein” wieder aktiviert werden, oder dem Eisfach zum Opfer gefallen sind. Hat aber einwandfrei funktioniert!
      LG
      Julia

  10. Julia
    18. Mai 2013 at 14:42

    Das sieht superlecker aus und duftet sicher auch wunderbar!

    • Julia
      22. Mai 2013 at 20:03

      Ja, da wehte tatsächlich ein feiner Duft durch die Küche :)

  11. Ida
    22. Mai 2013 at 10:08

    Wie lecker sieht das bitte aus? Ich glaube, ich muss bald wirklich mal über den Gartenzaun langen und ein paar Holunderblüten stiebitzen. So ein Brot zum Frühstück einfach nur mit Butter drauf? Jammie!
    Liebe Grüße
    Ida

    • Julia
      22. Mai 2013 at 20:05

      Hach, unser Holunder mag einfach nicht blühen…. es ist einfach zu kalt!!! Aber auch eine andere Marmelade macht sich bestimmt gut in diesem Hefezopf :)
      Liebe Grüße!
      Julia

  12. Teresa
    27. Mai 2013 at 14:45

    Oh sieht der himmlisch aus! Und ich bin doch so ein Fan von Holunder! Bei Hefeteig bin ich ja immer ein bisschen abgeschreckt von der Planung, die das Rasten lassen so mit sich bringt, aber dafür könnte ich es vielleicht doch nochmal wagen…

    • Julia
      30. Mai 2013 at 20:25

      Theresa, vielen Dank, ich freu mich, dass Du schon gleich bei mir vorbei schaust <3 Ich komme jetzt gerade aus dem Urlaub zurück und bin ganz enttäuscht, dass mein Holunder nicht blüht. Ich bin nämlich auch großer Holler-Fan :) Das Kneten und Rasten und Wargeln und Kühlen kann ganz kontemplativ sein, also wenn Du mal - sagen wir - bewusstseinserweiterndes Hefeteigzubereiten benötigst, wäre das hier vielleicht Dein Rezept :)
      Liebe Grüße!
      Julia

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