Casa Della Pasta | chestnutandsage.de

Sollte es Euch einmal an einem Donnerstag oder Freitag in die Stadt der Quadrate im Rhein-Neckar-Delta verschlagen, ausgehungert und auf der Suche nach einem guten italienischen Restaurant, dann empfehle ich Euch das Casa della Pasta in R7, 29, 68161 Mannheim. Besser geht’s nicht: das kleine Restaurant mit Feinkostladen (übrigens mit hervorragenden selbstgemachten Antipasti und Pasta) hat nur wenige Sitzgelegenheiten. Wenn’s eng wird, muss man schon mal enger zusammen rutschen. Die zwei Gerichte, die zur Auswahl stehen – eines für Vegetarier / Frutti-di-Marier und eines für “Normalesser” – sind immer hervorragend und der Service ist super freundlich. Der Wein (keine Ahnung, wie die Weinauswahl ist, ich bestelle immer ein Glas Rotwein, der dann gut ist) ist wie gesagt gut, der Espresso hat eine ordentliche Crema, was will man mehr…  Leider hat das Casa della Pasta wie schon angedeutet nur Donnerstag- und Freitagabends von 18 bis 21 Uhr geöffnet. Mittagstisch gibt’s zwar auch, aber das habe ich noch nie geschafft. Eine Website hat der Familienbetrieb auch nicht, dafür aber eine Facebook-Seite, auf der auch steht, was es zu essen gibt. Wenn Ihr also mal in die Gegend kommt, einfach mal reinschaun. Es lohnt sich!

Viele Grüße

Julia

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“Der Blumenkohl ist eine in ihrem Fett verunglückte Blume und befindet sich in einem Zustand der Unnatur. In diesem Zustand ist der Blumenkohl bloße Nahrung.” Das sagt zumindest Danzelot von Silbendrechsler. Hat jemand von Euch “Die Stadt der träumenden Bücher” von Walter Moers gelesen? Ich liebe dieses Buch und vor allem die Figur des Dichtpatens Danzelot von Silbendrechsler: Wer sich im Zustand geistiger Umnachtung für einen Schrank voll ungeputzter Brillen hält ist mir einfach sympatisch. Lest dieses Buch unbedingt, verzichtet aber auf die traurig-langweilig-überflüssig und fast schon unverschämte Fortsetzung “Das Labyrinth der träumenden Bücher”, auf dieses Buch hätte die Welt gut verzichten können.

Walter Moers: Die Stadt der träumenden Bücher. Ein Roman aus Zamonien von Hildegunst von Mythenmetz, erschienen im Piper Verlag, 2007

BlumenkohlOlivenSalat

  • 2 EL Oliveöl
  • 2 Koblauchzehen, geschält und fein geschnitten
  • 1 kleine Zwiebel, geschält und in feine Ringe geschnitten
  • 100 g getrocknete Tomaten, grob gehackt
  • 1 Blumenkohl, in Röschen geteilt
  • 100 ml Brühe
  • 175 g grüne Oliven
  • 1 EL fein gehackte Petersilie

Das Olivenöl erhitzen, Knofi, Zwiebeln, getrocknete Tomaten rein und eine Weile schmurgeln lassen. Blumenkohl dazu, Brühe dazu, salzen und pfeffern, Deckel drauf, so lange warten, bis der Blumenkohl weich ist. Dann Oliven dazu, Petersilie drüber. Lecker.

Das Rezept ist mal wieder aus dem Jamie Magazin, Heft 5 November / Dezember 2011, S.108. Ich mag das Jamie Magazin. Ok – der Gute verkauft auch seine Omma für die Quote, aber trotzdem mag ich das Magazin. Wenn ihr euch also überlegt, ob ihr ein Magazin über Essen abonnieren – oder zumindest ab und zu lesen möchtet – dann kann ich Dieses nur empfehlen!

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Schneller geht’s dann wirklich nicht mehr…

  • 2-3 Chilies kleinschneiden (mit oder ohne Kerne, wie man’s lieber mag).
  • 1 Bund Frühlingszwiebeln oder 1/2 Zwiebel in Ringe schneiden.
  • 1 kleiner Bund glatte Petersilie oder Koriander oder Minze oder alles zusammen
  • 250 g Feta

Chilies und Frühlingszwiebeln zusammen in die Pfanne und ein wenig dünsten. Feta dazu rein und warm werden lassen. Feta raus, Chili und Frühlingszwiebelmix drauf, Petersilie oder Koriander oder beides drauf, Fladenbrot oder Baguette dazu. Lecker.

Anstelle der Chillies kann man das Gericht aber auch z.B. mediterran gestalten, wenn man Paprika grillt, getrocknete Tomaten dazu und Rucola drauf macht. Anstelle der Paprika würde aber vermutlich auch Aubergine, Zucchini oder Pilze gut passen. Vielleicht sollte man einfach mal schauen, was man so im Kühlschrank hat, und was vielleicht dringend verwertet werden muss.

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Vor ein paar Wochen hatte ich nochmal einen Versuch gestartet, mein Verhältnis zum Gorgonzola aufzubessern, was leider nicht geklappt hatte. Aber anstelle von Birnen mit Gorgonzola, schmeckt die Variante mit Äpfeln und Ziegenkäse viel besser und ist auch noch super einfach zuzubereiten:

ApfelZiegenkäseSalat

  • 2 Äpfel, geachtelt und entkernt
  • 1 EL Butter
  • 3 EL Weißweinessig
  • 1 EL brauner Zucker
  • 1 Handvoll Walnüsse
  • 1 Handvoll frischer Spinat, Rucola oder Mangold
  • 1 EL frischer Salbei
  • 150 Ziegenkäse, z.B. Ziegencamembert

Butter, Weißwein und Zucker in einer Pfanne erhitzen. Äpfel, Walnüsse und Salbei zugeben und solange braten, bis die Äpfel weich sind. Auf zwei Tellern den Spinat verteilen, Äpfel und Walnüsse drauf, Ziegenkäse dazu, Soße drüber… Lecker! Von der Menge her reicht das Rezept entweder für zwei als Hauptgericht oder für vier als Vorspeise.

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Heute gilt Wolfgang Neuss Motto „Heute mache ich mir kein Abendbrot, heute mache ich mir Gedanken“. Denn im SZ Magazin Nummer 48 vom 2. Dezember geht es um „Bouillon statt Business: 13 Geschichten von Menschen, die ihre wahre Berufung in der Küche gefunden haben“. Vorgestellt werden 13 ungewöhnliche Karrieren, wie von der Geigerin, die zur Importeurin von Slow Food aus Sizilien wird, oder vom Drucker, der zum Biobauern wird (den hat in letzter Zeit scheinbar nicht nur das SZ Magazin besucht, sondern auch Freunde von Freunden). Es sind (mehr oder weniger) faszinierende Lebensgeschichten, die erzählen, warum man seinen sicheren Job hinschmeißt und seiner Leidenschaft für Lebensmittel und Gastronomie folgt. Besonders schön finde ich die Geschichte von Graciela Cucchiara, die früher als Psychologien und Grafikerin arbeitete, und heute die Kochgarage in München betreibt.
Beneidenswert finde ich die 13 Geschichten allemal, zumal ich vor ein paar Monaten meinen Rentenbescheid zugeschickt bekommen habe.

Es hilft nichts, Hunger habe ich trotzdem. Gott sei Dank bin ich heute zum Essen eingeladen.

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ArmKrautchen

Und weil ich leider kein Gedicht über Spinat kenne, Sauerampfer aber aus der gleichen Ordnung der Nelkenartigen (Caryophyllales) kommt, starte ich jetzt einen abenteuerlichen Versuch den Haken zu schlagen, dass es heute Spinatrisotto gibt. Voilà!

Risotto gibt es vermutlich in einer Million Varianten. Es ist eines meiner Lieblingsessen, weil es ein cremiges, sämiges, einfaches Essen ist, das man aber durch hochwertige Zutaten und ein kleines Stückchen Fisch aufmotzen kann. Am Risottoreis sollte man nicht sparen. Ich hatte Zeiten, in denen ich anstelle von ordentlichem Reis auf den günstigeren Milchreis zurückgegriffen hatte, aber heute würde ich das nicht mehr machen. Der Risottoreis hält einfach die Form und verkocht nicht so, wie Milchreis.

Spinatrisotto

Die Zubereitung für zwei Personen ist total einfach:

  • 1 kleine Zwiebel, kleingeschnitten
  • 200 g Risottoreis
  • 1 kleines Glas Weißwein
  • Butter
  • Parmesan
  • Kochend heiße Gemüsebrühe
  • 4 große Handvoll Spinat
  • 1 Knoblauchzehe, in feine Scheiben geschnitten
  • Salz, Pfeffer, Muskat

Zwiebeln in einem Topf weichdünsten. Risottoreis zugeben und mitdünsten, bis der Reis glasig ist. Alles mit Weißwein ablöschen und einkochen lassen. Nach und nach die heiße Gemüsebrühe zugeben und immer schön rühren, rühren, rühren. Es gibt aber auch viele, die sagen, nein! Bloß nicht rühren! Macht’s also, wie ihr mögt.

Um aus dem Risotto ein Spinatrisotto zu machen, nehme ich jetzt zwei große Handvoll Spinat, püriere ihn und gebe ihn kurz bevor der Reis gar ist zum Risotto. Dann wird das schön grün. Den restlichen Spinat bereite ich in einer separaten Pfanne in zerlassener Butter, und mit ein wenig Knoblauch, Salz, Pfeffer und Muskat zu. Wenn das Risotto die gewünschte Konsistenz hat, Butter und Parmesan untermengen und noch ein wenig durchziehen lassen, salzen und pfeffern und mit ein wenig Muskat abschmecken.

Risotto auf den Teller, Spinat drauf, auf den Tisch, zweite Adventskerze an und… Lecker.

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