Love Food, Hate Waste

Was für Zahlen! Angeblich werfen die deutschen Haushalte wegen schlecht geplanter Einkäufe 21 Prozent aller Lebensmittel in den Müll. Das mache, laut einer Studie von der das Handelsblatt berichtet, etwa 300 Euro an weggeworfenem Essen pro Jahr und pro Kopf. Eine andere Studie kommt auf einen etwas geringeren Betrag von 235 Euro pro Bundesbürger, was trotz allem noch einen absurd hohen Geldbetrag ausmacht, nämlich Müll, produziert aus noch genießbare Speisen im Wert 21,6 Milliarden Euro.

Allem voran wandern wohl Obst und Gemüse in die Tonne, gefolgt von Essensresten der selbstgekochten Mahlzeiten. Dabei können die Reste der einen Mahlzeit doch zum Beispiel die Grundlage des nächsten Mittagessens sein. Ihr habt noch Gemüsereset übrig? Wie wär’s denn mit einem Eintopf? Ich überlege meist Samstags, was es die kommende Woche zu essen geben soll. Mit einem Einkaufszettel bewaffnet gehe ich dann auf den Wochenmarkt und in den Supermarkt, um eben genau diese Lebensmittel zu kaufen die ich für die geplanten Mahlzeiten brauche. Und wie der Zufall so will, gibt es heute bei Caro von Sodapop Design diesen hübschen “Was koch ich denn diese Woche”-Planer zum Download! Two great minds think alike, könnte man da meinen… Von meinem gekochten Essen bleibt dann meist eine Portion übrig die ich dann am nächsten Tag mit zur Arbeit nehme, denn ich mache meist in unserer Büroküche Mittagspause. Wenn wir aber zu viel gegessen haben und nur noch ein halbes Portiönchen übrig ist, packe ich noch ein wenig Rucola und ein wenig Feta oder Ziegenkäse ein, mixe alles irgendwie zusammen und habe dann meist noch ein schönes Mittagessen. Und als ob es nicht noch mehr Zufall geben könnte, hat Simone von Leckerbox heute die „MittwochsBox“-Aktion gestartet, mit der sie uns animieren möchte, mehr Essen von zu Hause mit zur Arbeit, Uni, Schule oder Kindergarten zu nehmen. Das ist ne tolle Idee, die bestimmt auch ein wenig Abwechslung auf den Büro-Mittagstisch bringen wird.

Was macht Ihr mit Euren Essensresten? Werden die als Pausensnack mit zur Arbeit oder in die Uni mitgenommen? Plant Ihr Eure Einkäufe? Und geht Ihr nur mit Einkaufszettel in den Supermarkt? Ich bin gespannt, was Ihr erzählt.

Liebe Grüße

Julia

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9 comments on “Love Food, Hate Waste

  1. Ela
    16. Januar 2013 at 20:15

    Wichtiges Thema! Ich machs wie du – wenn ich für mich allein koche, gibts die zweite Portion am nächsten Tag zu Mittag/Abend oder ich nehms in die Uni mit… Versuche, auch so wenig wie möglich wegzuwerfen.

    LG
    Ela

    • Julia
      17. Januar 2013 at 18:03

      Ich hab einfach so einen Inneren Widerstand, wenn’s um’s Lebensmittel wegwerfen geht. Klar, das kommt bei mir natürlich auch vor (vor allem bei Brot), aber wenn ich seh, dass was dem Ende zu geht, friere ich es “zur Not” auch noch ein.
      Liebe Grüße
      Julia

  2. leckerbox
    16. Januar 2013 at 21:17

    Hallo Julia,
    sehr wichtiges Thema, es ist erschreckend was viele Leute weg werfen. Dabei kann man viele Dinge trotz abgelaufenem Mindesthaltbarkeitsdatum noch essen. Und ich brauche auch immer alle Reste auf…aus einem kleinen Rest Süppchen kann man oft noch eine Sauce zaubern…oder man fügt etwas hinzu und hat nochmals eine Vollständige Mahlzeit.

    Danke fürs Verlinken.

    LG
    Simone

    • Julia
      17. Januar 2013 at 18:01

      Na sehr gerne, Simone! Das mit dem MHD ist immer so eine Sache. Eigentlich ließt und hört man doch so viel darüber, dass der Hersteller sich mit diesem damit doch nur absichern möchte, und man die Lebensmittel nach Ablauf dieses Datums noch unbedenklich verspeisen kann… In der Migros hab ich schon häufig auf Lebensmitteln gesehen, dass da nicht nur “MHD”, sondern auch “Verzehrbar bis” drauf steht. Ist das so üblich in der Schweiz? Ich find’s auf jeden Fall ne gute Idee.

      Liebe Grüße
      Julia

  3. Le bonheur goûteux
    18. Januar 2013 at 18:37

    Hallo Julia,
    ich bin durch Dein Like (lieben Dank!) auf Deinen spannenden Blog gestoßen und finde gleich zuoberst diesen schönen Artikel über ein wichtiges Thema. Erst kürzlich bin ich zufällig auf die Seite der Wastecooker gestoßen, die mit Kunst-Aktionen auf dieses Thema ebenfalls aufmerksam machen, ist recht spannend.

    Ich selbst friere Reste entweder ein, mache kleine Appetizer daraus oder Suppe bzw. Sauce, je nachdem, um was es sich (auch konsistenzmäßig) handelt.

    Beste Grüße
    Claudia

    • Julia
      20. Januar 2013 at 11:45

      Liebe Claudia,
      vielen Dank, dass Du mich auf die Wastecooker (http://www.wastecooking.com/) aufmerksam machst! Das ist wirklich spannend. Zwar wäre es nichts für mich, ich kann aber die Gründe für das waste diving verstehen. Auf jeden Fall macht diese “Bewegung” auf einen Missstand aufmerksam, und das finde ich immer gut :)
      Liebe Grüße
      Julia

    • Le bonheur goûteux
      21. Januar 2013 at 10:26

      Liebe Julia,

      ich gebe Dir recht und sehe das wie Du: Es ist nicht meine Szene oder Ansatz, aber ich finde interessant, das dort Leute mit (film-)künstlerischen Mitteln versuchen, auf das Thema aufmerksam zu machen.

      Chrissies Gedanken zum Thema Reste gefallen mir auch gut. Man kann offenbar viel mehr Dinge einfrieren, als man denkt.

      Liebe Grüße
      Claudia

  4. Chrissie
    20. Januar 2013 at 10:03

    Hallo Julia, dieses Thema ist auch bei uns Dauerbrenner.
    Ich werde ständig gefragt, wie Lebensmittelreste bei uns gehandelt werden.
    1. Gar nicht erst entstehen lassen! Man kann tatsächlich lernen wieviel Sättigungsbeilage notwendig sind und z.B. Kartoffeln & Nudeln auch abwiegen.
    2. Und wenn’s doch passiert: am nächsten Tag essen, einen kleinen Salat draus bauen sich von dem Luxusgedanken trennen “ich mag heute nicht das von gestern essen” – oder einfrieren! Außer rohen Eiern und Salat kann man eigentlichen alles einfrieren. Auch die Sahne, die sonst verfällt oder den Joghurt. Für Backwerke oder Smoothies sind das dann die perfekten Zutaten.
    Ein gutes und durchdachtes Vorratsmanagement ist in jedem Fall hilfreich. Das setzt aber auch etwas Aufwand vorraus. Wegwerfen ist natürlich immer bequemer.
    LG
    Chrissie

    • Julia
      20. Januar 2013 at 11:49

      Du hast absolut Recht! Das erste, was man tun sollte, ist wirklich, dass man keine Essensreste entstehen lässt. Ich wiege eigentlich auch die meisten Zutaten ab, und man lernt dazu: Mit diesen Richtangaben, dass man z.B. 50 g Reis als Beilage pro Person rechnet, muss man ein wenig spielen, damit man irgendwann weiß, dass man selber entweder nur 40 g oder 65 g braucht :) Und danke für den Tipp, dass man sogar Sahne einfrieren kann! Butter, Hefe und die sonst “üblichen” Lebensmittel habe ich auf im Gefrierschrank, aber so werde ich auf jeden Fall noch mehr darauf achten, was ich noch einfrieren kann!
      Liebe Grüße
      Julia

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