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Keine Klimaanlage und kein Fernseher, nicht wahr, das hat Boris dir bereits vor der Anreise gesagt? Die Nachbarin schaut mich mit großen Augen an. Ja, hat er. Doch anstatt mich auf eine Diskussion über die Sinnlosigkeit dieser beiden technischen Errungenschaften einzulassen, lächle ich und denke mir, dass er lieber über die Sache mit der Spülmaschine hätte Bescheid gebenWeiterlesen…

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Beim Blick aus dem Fenster offenbart sich ein eigenartiger Einblick in meine Seelenlandschaft: Termine fliegen da vorbei, gefolgt von blühenden Fantasien, während man in weiter Ferne dem Wunsch nach einem neuen Paar Schuhe beim Wachsen zusehen kann. In den Bäumen am Rand dieser Kulisse, deren Blätter voll grüner Hoffnung rauschen, sitzen, sicher versteckt vor dem eigenenWeiterlesen…

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Wer kennt das nicht: Das sanfte Licht der geöffneten Kühlschranktüre fällt über ein vor Hunger ausgemergeltes Gesicht. Der Blick streift unruhig über Zutaten, die mehr oder weniger frisch in den einzelnen Behältern, Schubladen und Tüten auf ihren großen Auftritt warten. Die eine Frage, allesbestimmend, schwebt über der Szenerie. „Was zum Teufel soll ich heute Abend nur kochen?“Weiterlesen…

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Beziehungen sind für Außenstehende nicht immer leicht zu verstehen. Nicht, dass sie es müssten, aber Menschen neigen ja dazu sich für Dinge zu interessieren, die sie eigentlich gar nichts angehen. Mir fällt dazu eine Geschichte ein, die ich (so meine ich zumindest) einmal von Roger Willemsen gehört habe. Er berichtete von einem alten Paar, dass in einem RestaurantWeiterlesen…

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Einsam ziehe ich meine Kreise, den Blick gesenkt, ruhelos. In der Hand ein leises Klimpern, bücke ich mich, prüfe kritisch, lege zurück. Ein kleiner Krebs blickt vorwurfsvoll aus meiner Beute, einer vom Meerwasser verwaschenen, sanft geschliffenen Muschel. Nach welchen Kriterien eine Muschel aufgehoben oder liegen gelassen wird, das weiß ich nicht. Und ob ich nurWeiterlesen…

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Gerade so kurz vor Weihnachten wird es einem wieder bewusst, der Zusammenhang, das Gefüge, das wichtigste soziale Netzwerk, die eigene Familie. Denn spätestens bei der alljährlichen Geschenkplanung stellt sich die Frage: gelten die alten Freundschaftseinladungen noch? Kamen neue Freundschaften hinzu, wurden bestehende beendet? Mag man sich noch? Wer folgt wem – beziehungsweise – wer hatWeiterlesen…

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