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Vor ein paar Wochen hatte ich nochmal einen Versuch gestartet, mein Verhältnis zum Gorgonzola aufzubessern, was leider nicht geklappt hatte. Aber anstelle von Birnen mit Gorgonzola, schmeckt die Variante mit Äpfeln und Ziegenkäse viel besser und ist auch noch super einfach zuzubereiten:

ApfelZiegenkäseSalat

  • 2 Äpfel, geachtelt und entkernt
  • 1 EL Butter
  • 3 EL Weißweinessig
  • 1 EL brauner Zucker
  • 1 Handvoll Walnüsse
  • 1 Handvoll frischer Spinat, Rucola oder Mangold
  • 1 EL frischer Salbei
  • 150 Ziegenkäse, z.B. Ziegencamembert

Butter, Weißwein und Zucker in einer Pfanne erhitzen. Äpfel, Walnüsse und Salbei zugeben und solange braten, bis die Äpfel weich sind. Auf zwei Tellern den Spinat verteilen, Äpfel und Walnüsse drauf, Ziegenkäse dazu, Soße drüber… Lecker! Von der Menge her reicht das Rezept entweder für zwei als Hauptgericht oder für vier als Vorspeise.

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Heute gilt Wolfgang Neuss Motto „Heute mache ich mir kein Abendbrot, heute mache ich mir Gedanken“. Denn im SZ Magazin Nummer 48 vom 2. Dezember geht es um „Bouillon statt Business: 13 Geschichten von Menschen, die ihre wahre Berufung in der Küche gefunden haben“. Vorgestellt werden 13 ungewöhnliche Karrieren, wie von der Geigerin, die zur Importeurin von Slow Food aus Sizilien wird, oder vom Drucker, der zum Biobauern wird (den hat in letzter Zeit scheinbar nicht nur das SZ Magazin besucht, sondern auch Freunde von Freunden). Es sind (mehr oder weniger) faszinierende Lebensgeschichten, die erzählen, warum man seinen sicheren Job hinschmeißt und seiner Leidenschaft für Lebensmittel und Gastronomie folgt. Besonders schön finde ich die Geschichte von Graciela Cucchiara, die früher als Psychologien und Grafikerin arbeitete, und heute die Kochgarage in München betreibt.
Beneidenswert finde ich die 13 Geschichten allemal, zumal ich vor ein paar Monaten meinen Rentenbescheid zugeschickt bekommen habe.

Es hilft nichts, Hunger habe ich trotzdem. Gott sei Dank bin ich heute zum Essen eingeladen.

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ArmKrautchen

Und weil ich leider kein Gedicht über Spinat kenne, Sauerampfer aber aus der gleichen Ordnung der Nelkenartigen (Caryophyllales) kommt, starte ich jetzt einen abenteuerlichen Versuch den Haken zu schlagen, dass es heute Spinatrisotto gibt. Voilà!

Risotto gibt es vermutlich in einer Million Varianten. Es ist eines meiner Lieblingsessen, weil es ein cremiges, sämiges, einfaches Essen ist, das man aber durch hochwertige Zutaten und ein kleines Stückchen Fisch aufmotzen kann. Am Risottoreis sollte man nicht sparen. Ich hatte Zeiten, in denen ich anstelle von ordentlichem Reis auf den günstigeren Milchreis zurückgegriffen hatte, aber heute würde ich das nicht mehr machen. Der Risottoreis hält einfach die Form und verkocht nicht so, wie Milchreis.

Spinatrisotto

Die Zubereitung für zwei Personen ist total einfach:

  • 1 kleine Zwiebel, kleingeschnitten
  • 200 g Risottoreis
  • 1 kleines Glas Weißwein
  • Butter
  • Parmesan
  • Kochend heiße Gemüsebrühe
  • 4 große Handvoll Spinat
  • 1 Knoblauchzehe, in feine Scheiben geschnitten
  • Salz, Pfeffer, Muskat

Zwiebeln in einem Topf weichdünsten. Risottoreis zugeben und mitdünsten, bis der Reis glasig ist. Alles mit Weißwein ablöschen und einkochen lassen. Nach und nach die heiße Gemüsebrühe zugeben und immer schön rühren, rühren, rühren. Es gibt aber auch viele, die sagen, nein! Bloß nicht rühren! Macht’s also, wie ihr mögt.

Um aus dem Risotto ein Spinatrisotto zu machen, nehme ich jetzt zwei große Handvoll Spinat, püriere ihn und gebe ihn kurz bevor der Reis gar ist zum Risotto. Dann wird das schön grün. Den restlichen Spinat bereite ich in einer separaten Pfanne in zerlassener Butter, und mit ein wenig Knoblauch, Salz, Pfeffer und Muskat zu. Wenn das Risotto die gewünschte Konsistenz hat, Butter und Parmesan untermengen und noch ein wenig durchziehen lassen, salzen und pfeffern und mit ein wenig Muskat abschmecken.

Risotto auf den Teller, Spinat drauf, auf den Tisch, zweite Adventskerze an und… Lecker.

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Jede Woche sollte es mindestens einmal Pizza geben, denn Pizza ist immer gut. Angeblich aßen die Deutschen im Jahre 2008 260.000 Tonnen Tiefkühlpizza. Das behauptet das Buch „Unnützes Wissen: Weitere 1374 skurrile Fakten, die man nie mehr vergisst“ aus dem Heyne Verlag. 260.000 Tonnen Tiefkühlpizza auf 82 Mio. Einwohner. Das ist trotzallem ganz schön viel, oder? Deshalb sage ich: Jede Woche sollte es mindestens einmal selbstgemachte Pizza geben, denn selbstgemachte Pizza ist immer gut.

PizzaZwiebelnNüsse2

Das eigentliche Rezept ist mit Gorgonzola, es tut mir leid Herrschaften, aber diesen Käse kann ich einfach nicht essen. Ich hab’s versucht! Ehrlich! Aber schon alleine das Aussehen erinnert mich an Pausenbrote, die über die Sommerferien im Schulranzen vergessen wurden. Der Geschmack trägt den Rest zur Abneigung bei. Deshalb ersetze ich den Gorgonzola durch Taleggio und ein wenig Parmesan, das ist auch sehr lecker. Wie gesagt, das eigentliche Rezept ist aus dem Kochbuch „CookSmart(TM) Vegetarisch. Der schnelle Weg zum grossen Genuss“, das 2005 im Lardon Media Verlag erschienen ist. Das Buch ist eigentlich ein kleiner Fächer, wie ein Farbfächer, und beinhaltet 36 kleine, feine Rezepte. Auf der Vorderseite befindet sich die Einkaufsliste, auf der Rückseite die Zubereitungsmethode. Das alles ist sehr übersichtilch gestaltet und die Rezepte sind sehr einfach nachzukochen.

PizzaZwiebelnNüsse1

Heute mache ich es mir noch einfacher, und nehme einen fertigen Pizzateig.

  • 3 rote Zwiebeln
  • Olivenöl
  • 2 EL gehackter Salbei
  • Balsamico-Essig
  • 175 g Taleggio
  • ein wenig Parmesan
  • 4 EL Crème fraîche
  • 1 Handvoll gehackte Walnüsse
  • Pfeffer

Den Backofen auf 220°C vorheitzen. Die Zwiebeln achteln und in eine feuerfeste Form geben. Die Hälfte des Salbeis drüber, alles mit Olivenöl beträufeln, salzen und pfeffern und ab in den Backofen für ca. 20 Minuten. Wenn die Zwiebeln weich sind, den Essig darüber träufeln und nochmals 5 Minuten backen. Auf dem Pizzateig die Crème fraîche verteilen und den Taleggio darauf legen. Den restlichen Salbei darüber geben und Zwiebeln und Walnüsse auf der Pizza verteilen. Über alles ein wenig Parmesan reiben, ab in den Backofen, ca. 10 Minuten warten… Lecker. Sehr lecker.

PizzaZwiebelnNüsse

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Herr S. scheint ein Mann mit einer Mission zu sein. Ihm reichen Walnussplätzchen alleine nicht, da muss noch mehr her. Also hat er sich heute noch dran gemacht, Haferflockenplätzchen zuzubereiten.

HaferflockenplätzchenDas ist ein Rezept, dass es vermutlich schon seit Generationen in seiner Familie gibt, aber sowohl enorme Ähnlichkeiten zu diesem Rezept von Jamie Oliver, als auch zu diesen Cookies von Crabtree & Evelyn hat. Die Cookies von Crabtree & Evely bekam ich vor ungefähr 100 Jahren als Mitbringsel aus I.’s England Urlaub und fand sie toll. Herr S. bekam damals auch eine Packung. Aber nachdem meine leer war und seine nicht…. tja, so kann’s gehen. Deshalb steht er jetzt also in der Küche und bereitet dieses Rezept zu:

  • 200 g weiche Butter
  • 200 g Zucker
  • 1 Fläschen Butter-Vanille-Aroma
  • 1 Ei
  • 200 g Haferflocken
  • 100 g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • Cranberries
  • Weiße Schokolade

Butter, Zucker und Butter-Vanille-Aroma schaumig schlagen. Das Ei unterrühren. Haferflocken, Mehl und Backpulver vermischen und zu der Butter-Zucker-Mischung geben. Die weiße Schokolade und die Cranberries grob kachen und in die Butter-Haferflocken-Mischung geben. Den Backofen auf 200°C vorheizen. Auf das Backblech in größere Abstände kleine Häufchen setzen, da der Teig beim Backen auseinander läuft. Die Plätzchen ca. 10 Minuten backen, danach vom Blech nehmen und abkühlen lassen.

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Heute ist der erste Advent und ich finde, dass am ersten Advent gebacken werden sollte. Dabei kann ich gar nicht backen. Das liegt vor allem daran, dass die Toleranzen in den Kochbüchern fehlen: Ist es jetzt schlimm, wenn ich anstelle von 250 g Butter nur 200 g nehme, wie groß sollen die Eier sein (S, M, L?), wie flüssig darf der Teig maximal sein damit am Ende das Ergebnis gerade noch so zufriedenstellend ist, und so weiter. Geschickter wären doch Angaben wie: Wenn Sie ihre Kuchen fluffig mögen, verwenden Sie 220 g Butter, wenn er fester sein soll, 250 g Butter. Nehmen Sie 47 g Eiweiß und 65 g Eigelb. Super fänd ich das.

Und weil ich auch überhaupt kein Backbuch, dafür aber Unmengen an Walnüssen zu Hause habe, musste ich das Internet nach einem einfach klingenden Rezept durchforsten. Und man kann es kaum glauben, aber ich wurde fündig bei den Küchengöttern. Die hatten die ansprechendsten Bilder und das am einfachsten klingende Rezept. Das Ergebnis ist sehr gut, es war ja auch eine Gemeinschaftsleistung von Herrn S. und mir.

Walnußplätzchen

Bei wem die weihnachtlichen Gefühle noch nicht so recht aufkommen wollen, kann ich hiermit vielleicht eine kleine Hilfestellung leisten. Ich habe das Lied „Weihnachten ist eine schöne Zeit“ von Georg Kreisler das erste Mal vor zwei Jahren im Radio gehört, und war schwer begeistert. Ich meine, bei diesen Liedzeilen muss man einfach begeistert sein: „Und am Weihnachtsabend, wie erquicklich / Man speist mit den Verwandten, die man’s ganze Jahr vermied! / Nach dem Essen fühlt man sich so glücklich / Weil man die Verwandten dann ein Jahr lang nicht mehr sieht!“.

Leider verstarb Georg Kreisler diese Woche. In der Süddeutschen Zeitung wurde ihm dieser Artikel gewidmet.

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