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Jede Woche sollte es mindestens einmal Pizza geben, denn Pizza ist immer gut. Angeblich aßen die Deutschen im Jahre 2008 260.000 Tonnen Tiefkühlpizza. Das behauptet das Buch „Unnützes Wissen: Weitere 1374 skurrile Fakten, die man nie mehr vergisst“ aus dem Heyne Verlag. 260.000 Tonnen Tiefkühlpizza auf 82 Mio. Einwohner. Das ist trotzallem ganz schön viel, oder? Deshalb sage ich: Jede Woche sollte es mindestens einmal selbstgemachte Pizza geben, denn selbstgemachte Pizza ist immer gut.

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Das eigentliche Rezept ist mit Gorgonzola, es tut mir leid Herrschaften, aber diesen Käse kann ich einfach nicht essen. Ich hab’s versucht! Ehrlich! Aber schon alleine das Aussehen erinnert mich an Pausenbrote, die über die Sommerferien im Schulranzen vergessen wurden. Der Geschmack trägt den Rest zur Abneigung bei. Deshalb ersetze ich den Gorgonzola durch Taleggio und ein wenig Parmesan, das ist auch sehr lecker. Wie gesagt, das eigentliche Rezept ist aus dem Kochbuch „CookSmart(TM) Vegetarisch. Der schnelle Weg zum grossen Genuss“, das 2005 im Lardon Media Verlag erschienen ist. Das Buch ist eigentlich ein kleiner Fächer, wie ein Farbfächer, und beinhaltet 36 kleine, feine Rezepte. Auf der Vorderseite befindet sich die Einkaufsliste, auf der Rückseite die Zubereitungsmethode. Das alles ist sehr übersichtilch gestaltet und die Rezepte sind sehr einfach nachzukochen.

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Heute mache ich es mir noch einfacher, und nehme einen fertigen Pizzateig.

  • 3 rote Zwiebeln
  • Olivenöl
  • 2 EL gehackter Salbei
  • Balsamico-Essig
  • 175 g Taleggio
  • ein wenig Parmesan
  • 4 EL Crème fraîche
  • 1 Handvoll gehackte Walnüsse
  • Pfeffer

Den Backofen auf 220°C vorheitzen. Die Zwiebeln achteln und in eine feuerfeste Form geben. Die Hälfte des Salbeis drüber, alles mit Olivenöl beträufeln, salzen und pfeffern und ab in den Backofen für ca. 20 Minuten. Wenn die Zwiebeln weich sind, den Essig darüber träufeln und nochmals 5 Minuten backen. Auf dem Pizzateig die Crème fraîche verteilen und den Taleggio darauf legen. Den restlichen Salbei darüber geben und Zwiebeln und Walnüsse auf der Pizza verteilen. Über alles ein wenig Parmesan reiben, ab in den Backofen, ca. 10 Minuten warten… Lecker. Sehr lecker.

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Herr S. scheint ein Mann mit einer Mission zu sein. Ihm reichen Walnussplätzchen alleine nicht, da muss noch mehr her. Also hat er sich heute noch dran gemacht, Haferflockenplätzchen zuzubereiten.

HaferflockenplätzchenDas ist ein Rezept, dass es vermutlich schon seit Generationen in seiner Familie gibt, aber sowohl enorme Ähnlichkeiten zu diesem Rezept von Jamie Oliver, als auch zu diesen Cookies von Crabtree & Evelyn hat. Die Cookies von Crabtree & Evely bekam ich vor ungefähr 100 Jahren als Mitbringsel aus I.’s England Urlaub und fand sie toll. Herr S. bekam damals auch eine Packung. Aber nachdem meine leer war und seine nicht…. tja, so kann’s gehen. Deshalb steht er jetzt also in der Küche und bereitet dieses Rezept zu:

  • 200 g weiche Butter
  • 200 g Zucker
  • 1 Fläschen Butter-Vanille-Aroma
  • 1 Ei
  • 200 g Haferflocken
  • 100 g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • Cranberries
  • Weiße Schokolade

Butter, Zucker und Butter-Vanille-Aroma schaumig schlagen. Das Ei unterrühren. Haferflocken, Mehl und Backpulver vermischen und zu der Butter-Zucker-Mischung geben. Die weiße Schokolade und die Cranberries grob kachen und in die Butter-Haferflocken-Mischung geben. Den Backofen auf 200°C vorheizen. Auf das Backblech in größere Abstände kleine Häufchen setzen, da der Teig beim Backen auseinander läuft. Die Plätzchen ca. 10 Minuten backen, danach vom Blech nehmen und abkühlen lassen.

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Heute ist der erste Advent und ich finde, dass am ersten Advent gebacken werden sollte. Dabei kann ich gar nicht backen. Das liegt vor allem daran, dass die Toleranzen in den Kochbüchern fehlen: Ist es jetzt schlimm, wenn ich anstelle von 250 g Butter nur 200 g nehme, wie groß sollen die Eier sein (S, M, L?), wie flüssig darf der Teig maximal sein damit am Ende das Ergebnis gerade noch so zufriedenstellend ist, und so weiter. Geschickter wären doch Angaben wie: Wenn Sie ihre Kuchen fluffig mögen, verwenden Sie 220 g Butter, wenn er fester sein soll, 250 g Butter. Nehmen Sie 47 g Eiweiß und 65 g Eigelb. Super fänd ich das.

Und weil ich auch überhaupt kein Backbuch, dafür aber Unmengen an Walnüssen zu Hause habe, musste ich das Internet nach einem einfach klingenden Rezept durchforsten. Und man kann es kaum glauben, aber ich wurde fündig bei den Küchengöttern. Die hatten die ansprechendsten Bilder und das am einfachsten klingende Rezept. Das Ergebnis ist sehr gut, es war ja auch eine Gemeinschaftsleistung von Herrn S. und mir.

Walnußplätzchen

Bei wem die weihnachtlichen Gefühle noch nicht so recht aufkommen wollen, kann ich hiermit vielleicht eine kleine Hilfestellung leisten. Ich habe das Lied „Weihnachten ist eine schöne Zeit“ von Georg Kreisler das erste Mal vor zwei Jahren im Radio gehört, und war schwer begeistert. Ich meine, bei diesen Liedzeilen muss man einfach begeistert sein: „Und am Weihnachtsabend, wie erquicklich / Man speist mit den Verwandten, die man’s ganze Jahr vermied! / Nach dem Essen fühlt man sich so glücklich / Weil man die Verwandten dann ein Jahr lang nicht mehr sieht!“.

Leider verstarb Georg Kreisler diese Woche. In der Süddeutschen Zeitung wurde ihm dieser Artikel gewidmet.

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Gebratener Radicchio | chestnutandsage.de

Radicchio ist ja nun ein wenig bitter. Ich verwende ihn deshalb selten im Salat. Das ist genauso wie mit Chicorée oder Endivie – die verwende ich genauso selten. Dieses Rezept klang allerdings so lecker, dass ich es einfach mal ausprobieren musste. Ich habe es im Jamie Magazin, Heft Nr. 5, November/Dezember 2011, gefunden. Diese Ausgabe ist wirklich toll, denn nicht nur die klassischen Weihnachtsgerichte wie Truthahn, Schweinebraten oder glasierter Schinken sind darin enthalten, sondern auch die Vegetarier kommen voll auf ihre Kosten. Neben dem unten stehenden Rezept gibt es noch eine hervorragende Sammlung an außergewöhnlichen Weihnachtsessen, wie z. B. Nussbraten mit Wildpilzen oder eine Kübris-Spinat-Nudelrolle.

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Heute morgen musste ich zum ersten Mal das Auto freikratzen. Der Winter ist also da. Dagegen hilft nur ein wärmendes Gericht wie Rösti.

Ich liebe Rösti. Leider mache ich die viel zu selten, weil das Kartoffelreiben so aufwändig ist. Hat man aber Herrn S. an seiner Seite, wird das Kartoffelreiben viel einfacher, weil er das übernimmt. Ist halt ein Schatz, der Herr S.

Früher gab es zu den Rösti immer irgendein Geschnetzeltes – meist Kalb – mit Pilzen. Heute finde ich, dass angebratene Zwiebeln, oder wie jetzt eben, Schalotten in Portwein geschmort, am Besten passen.

Vor kurzem war ich bei C., die in der Migros schon halbfertige Rösti – also Röstirohmasse – gekauft hatte. Die waren auch wirklich gut, aber heute, ja heute trauen wir uns selber an deren Zubereitung.

Für die Portwein- oder auch Rotwein-Schalotten nehme ich:

Portweinschalotten

  • 400 g Schalotten, geschält und geschnitten
  • 1 EL Honig
  • 125 ml Portwein oder Rotwein
  • 50 ml Gemüsebrühe
  • Thymian nach Geschmack
  • 1 Lorbeerblatt

Schalotten anbraten, Honig dazu und kurz warten, Portwein und Gemüsebrühe dazu. Salzen und pfeffern, Thymian und Lorbeerblatt dazu. 20 Minuten köcheln lassen.

Für die Rösti nehme ich:

Rösti

  • 1 kg festkochende Kartoffeln, roh und kleingeraspelt
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuß

Die Zutaten vermischen, und jetzt entweder ein Riesenrösti machen oder viele kleine Rösti. Ich mache lieber ein Riesenrösti. Dazu nehme ich eine große Pfanne, ein wenig Butter rein, Kartoffeln rein, warten. Aber nicht so lange warten, bis der Rösti unten angebrannt ist. Wenn man den Eindruck hat, dass die eine Seite gut ist, sollte man einen Plan haben, wie man das Ding wendet. Ich nehme dazu einen Teller, aber auch dann ist das noch eine diffiziele Angelegenheit.

Wenn die andere Seite gut ist, dann raus mit dem Rösti, Portwein-Schalotten drüber….Lecker.

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