Kürbiseintopf mit Kichererbsen

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Kürbiseintopf | chestnutandsage.de

„Schniebel? Schnebel? How do you call it?“ Der Kanadier, der den Platz neben mir eingenommen hat, starrt aus dem Fenster. Wo normalerweise Wälder, Felder und Ortschaften an den Reisenden vorbei ziehen, sieht man – nichts. „Nebel, that’s what you mean“, seufzt seine Begleitung. Dem Kanadier scheints nichts auszumachen, amüsiert summt er ein Schniebel-Schnebel-Nebel-Lied, während der Zug durch das graue Nichts rattert. Ich beneide ihn um seine kindliche Begeisterung, starre jetzt auch aus dem Fenster und wünsche mir nichts sehnlicher herbei als den oft beschworenen „endless summer“. Denn man weiß ja nicht, wann die Zeit kommt, in der das Wünschen wieder hilft (oder Lieder der Toten Hosen wieder hörbar werden). Sollte sie aber bald vor der Tür stehen, die Zeit, bin ich gewappnet. Bis dahin bleibt mir aber nichts anderes übrig, als mir meine Wünsche selber zu erfüllen. Ich entscheide ich mich heute also dazu mir die Sonne auf den Teller zu kochen. Gelb und dampfend heiß, mit viel Gewürzen, Kürbis und Koriander. Damit das Grau nur auf den Pullis bleibt und nicht wie dicker Schnebel in die Seele zieht.

Für 4 Personen braucht Ihr:

(Inspiriert von Lucy und Greg Malouf)

  • 600 g Kürbis, ich verwende einen Spaghettikürbis
  • Olivenöl
  • 1 Knoblauchzehe, grob gehackt
  • 1 Zwiebel, fein gewürfelt
  • 1 Knoblauchzehe, fein gehackt
  • 1 Karotte, fein gerieben
  • 1 EL Öl, ich verwende Koksöl
  • 1 gehäufter TL Kreuzkümmel, fein gemörsert
  • 1 gehäufter TL Koriandersamen, fein gemörsert
  • 1 gehäufter TL Currypulver, ich verwende das Meat Curry Powder von Baba’s
  • 1 EL Honig
  • 400 g Kichererbsen, vorgekocht oder aus der Dose
  • 600 ml Gemüsebrühe
  • 200 g Joghurt
  • 1 gehäufter TL Speisestärke
  • 1 Eigelb
  • Salz und Pfeffer
  • 1 kleines Bund Koriander, grob gehackt
  • 1/2-1 rote Chili, grob gehackt

Heizt den Backofen auf 200°C vor. Halbiert den Kürbis, entfernt die Kerne, beträufelt ihn mit Olivenöl, salzt ihn und verteilt die grob gehackte Knoblauchzehe drauf. Backt den Kürbis etwa 30 – 40 Minuten, bis er gar ist. Nehmt den Kürbis aus dem Ofen, entfernt den Knoblauch und schneidet das Kürbisfleisch in mundgerechte Stücke.
Erhitzt 1 EL Kokosöl in einem großen Topf und dünstet darin Zwiebelwürfel, Knoblauch, die geriebene Karotte, Koriandersamen, Kreuzkümmel, Currypulver, 1 EL Honig und eine ordentliche Prise schwarzer Pfeffer für etwa 10 Minuten an.
Gebt dann die Kichererbsen und die Kürbiswürfel in den Topf, gießt 600 ml Gemüsebrühe an und lasst alles für 30 Minuten köcheln.
Vermischt in der Zwischenzeit 200 g Joghurt mit 1 TL Speisestärke und einem Eigelb.
Schaltet den Eintopf ein wenig herunter, sodass der nicht mehr kocht. Gebt dann den Joghurt in den Eintopf, rührt alles gut um und wartet, bis er eine schöne, sämige Konsistenz bekommt. Schmeckt alles mit Salz und Pfeffer ab und rührt den gehackten Koriander und die rote Chili unter.

Habt ein schönes Wochenende!
Julia

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7 comments on “Kürbiseintopf mit Kichererbsen

  1. Julia
    10. November 2017 at 22:52

    Schnebel… klingt doch irgendwie gleich viel putziger als das eklige Grau vor der Tür. Dieser Tage braucht es wirklich ganz viel innere Sonne! Schöne Schälchenauswahl übrigens auch. .. befindet sich ebenfalls in unserem Küchenschrank ;)

    • Julia
      11. November 2017 at 11:28

      Ich finde ja, Schnebel klingt wie ein nebliger Tag an dem es zu allem Unglück auch noch schneit ;)

  2. markus
    11. November 2017 at 07:29

    hi julia!

    was für eine gemüsebrühe nimmst du hierfür? die auswahl ist nämlich riesig im alnatura. was ich an deinen rezepten mag ist der umgang gewürzen – es gibt tatsächlich auch anderes wie salz und pfeffer bzw gewürzketchup :-)

    herzliche grüsse
    markus

    • Julia
      11. November 2017 at 11:32

      Lieber Markus,
      für Brühen nehme ich immer eingesalzenes und fermentiertes Gemüse, das finde ich bisher am besten. Dafür habe ich Karotten, Sellerie und Lauch fein gerieben und Petersilie und Liebstöckel püriert. Dann kommt viel Salz dazu. Lass das Gemüse für zwei Tage bei Raumtemperatur stehen, der Fermentierungsprozess fängt gleich an und stell es dann in den Kühlschrank, wo es sich Ewigkeiten halten wird. Falls es Dich interessiert, findest Du hier auch noch ein passendes Rezept dazu.
      Viele Grüße
      Julia

      • Markus
        19. November 2017 at 11:41

        Liebe Julia,

        vielen Dank für den Tip. Das sollte ich tatsächlich mal ausprobieren wobei ich skeptisch bin. Werden die Kräuter dabei nicht säuerlich schmecken? Es gibt aus Schlesien ein geniales Rezept für eine sehr gesunde und schmackhafte Suppe, žurek nennt sich die Suppe beziehugnsweise Sauermehlsuppe. Dabei lässt man Kulturen die komplexen Moleküle des Roggens aufspalten und das Ergebnis ein Gaumemschmaus. Zurück zum Gemüse: Nimmst du Himalaya Salz oder normales Jodsalz?

        Herzliche Grüsse
        Markus

  3. brittakama
    11. November 2017 at 16:22

    Momentan geht es ja noch… da findet man gemütlich und Kerzen noch ganz nett. Im Januar/Februar bekomme ich persönlich dann aber die Krise, zulange grau und dunkel.
    Hier gibt’s heute Abend auch ein schönes Herbstessen gegen das Grau :) und Kerzen und Kamin.

  4. Kathy Loves
    11. November 2017 at 22:11

    Das sieht klasse aus! Ich mag den Übergang vom Herbst zum Winter auch nicht wirklich, viel zu nass, viel zu matschig… Aber ich freue mich, wenn der Schnee wieder für etwas mehr Helligkeit sorgt :D

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