Für den Vorratsschrank: Geschmorte Kirschtomaten

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Geschmorte Kirschtomaten | chestnutandsage.de

Wenn es besonders schön ist, sagt der Volksmund, solle man verschiedene Dinge tun: Aufhören, weiterziehen, gehenlassen. Eine seltsame Sichtweise. Wenn es besonders schön ist, sage ich, soll man festhalten, bewahren, konservieren. Nicht, dass ich mich damit vor Fortschritt und Weiterentwicklung sperren würde, ich denke nur, dass man nicht immer darauf warten soll, dass etwas noch besseres kommt, etwas noch tolleres passiert. Deshalb freue ich mich über den August. Denn mit ihm sie ist ganz plötzlich wieder da, die Zeit, das Schöne einzufangen und sich wie ein Hamster die Backen vollzustopfen. Die Zeit, all die Aromen der leichten Jahreszeit, die uns mit dem schönsten Gemüse beschenkt, festzuhalten und im Vorratsschrank zu bannen. Damit man auch dann, wenn alles fortgeschritten ist, hinter uns liegt, vorbei ist, wieder an die schönste Zeit des Jahres zurück denken kann. Denn besser, das wage ich zu behaupten, wird es nicht mehr. 

Für 7 Gläser geschmorte Kirschtomaten à 350 ml braucht Ihr:

(nach einer Idee von T. Mälzer)

  • 3,5 Kilo Kirschtomaten
  • 14 Sternanis
  • 8 kleine Stangen Zimt
  • 8 EL Zucker
  • 2 EL Fenchelsamen
  • 300 ml Weißweinessig
  • 4 EL Olivenöl

Heizt den Backofen auf 180° Umluft vor.
Verteilt die Kirschtomaten auf ein großes Backblech und vermischt sie mit allen anderen Zutaten.
Deckt das Backblech mit Albfolie ab und schiebt es für eine Stunde in den Backofen.
Übergießt in der Zwischenzeit die Gläser und die Deckel mit kochendem Wasser. Verbrennt euch dabei nicht die Finger! Gießt das Wasser wieder ab und stellt die Gläser und die Deckel beiseite.
Wenn die Stunde vorbei ist, prüft, ob die Tomaten verschrumpelt und zusammengefallen sind. Nehmt das Blech dann aus dem Ofen und entfernt die Zimtstangen und die Sternanis.
Füllt die heißen Tomaten in die Gläser und füllt sie mit dem Olivenöl-Essig-Sud auf.
Verschließt die Gläser sofort und lasst die Tomaten abkühlen.

Die Tomaten passen sehr gut zu Socca, in Salate oder auch zu Käse, sie schmecken aber auch pur oder auf ein Butterbrot und halten, sofern die Gläser sauber waren, mindestens ein Jahr.

Wenn ihr nach noch mehr Rezepte mit Tomaten sucht, dann schaut unbedingt bei Julia vorbei, bei ihr findet ihr eine wunderbare Tomaten-Galette. Und bei Britta gibt es eine fabelhafte Zusammenstellung ihrer liebsten Tomatenrezepte. Wer es etwas feiner und aufwändiger mag, schaut doch bitte bei Claudia vorbei, denn hier gibt es eine tolle Tomaten-Consommé.

Lasst es Euch gut gehen!
Julia

 

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14 comments on “Für den Vorratsschrank: Geschmorte Kirschtomaten

  1. Britta
    18. August 2016 at 20:17

    Yessss, ich bin hier auch noch schwer mit meinen Tomaten beschäftigt. Momentan schaffe ich noch alles frisch zu bewältigen, gestern mit Burrata, heute in einer traumhaften Shakshuka :D
    Ich genieße die Zeit auch gerade sehr, eingekocht hab ich bisher aber nur Äpfel ;-)

    • Julia
      19. August 2016 at 20:22

      Frisch sind sie mir ja auch am liebsten, Britta! Aber ich hab immer Angst, dass ich den Zeitpunkt verpasse, dass es noch Tomaten von hier gibt, die erst noch günstig sind. Also Hamster ich schon mal lustig vor mich hin :)
      Liebe Grüße!
      Julia

  2. Ye Olde Kitchen
    19. August 2016 at 08:12

    Was ein feines Rezept! Das muss ich ausprobieren, obwohl Philipp bei Sternanis und Fenchelsamen zusammenzucken wird. Ich werde es ihm einfach nicht verraten. Hier wird auch fleißig ins Glas gebannt. Gestern waren es 5 Kilo Zwetschgen. Unter anderem habe ich davon ein paar ins Salz eingelegt, die Zwetschgenvariante der Salzzitronen sozusagen, ein Versuch. Mal sehen, was dabei herauskommt.
    Genieße den Überfluss und fang‘ so viel ein, wie du nur kannst!
    Liebe Grüße, Eva

    • Julia
      19. August 2016 at 20:20

      Ja, das ist eine gute Idee, liebe Eva, einfach mal machen und nicht sagen, was drinnen ist im Glas ;) Und wenn Philipp die Tomaten so nicht mag, bliebt schon mehr für Dich übrig!
      DIe Idee mit den Salzzwetschgen find ich übrigens fantastisch! Vielleicht probier ich das auch einfach mal aus. Ich bin gespannt, was bei Euch noch so diesen Sommer verarbeitet wird…
      Liebe Grüße!
      Julia

  3. Karin
    19. August 2016 at 10:55

    Das klingt einfach köstlich, liebe Julia! Ich liebe Tomaten, Fenchel & Zimt. Mit Anis stehe ich ein bisschen auf Kriegsfuß, aber vielleicht sollte ich das Rezept einfach mal ausprobieren! :-)
    LG & schönes Wochenende,
    Karin

    • Julia
      19. August 2016 at 20:18

      Das Aroma der Sternanis kommt nur ganz leicht durch, reduzier einfach die Menge, dann ist’s auch nicht so intensiv und wenn Dir das Aroma gar zuwider ist, dann lass die Sternanis einfach weg ;)
      Liebe Grüße und ein ebenso schönes Wochenende!
      Julia

  4. Lena
    19. August 2016 at 14:59

    Klingt super lecker!
    Wird der Sud einfach nur aus den restlichen Zutaten zubereitet oder kommt da noch Wasser rein? Es kommt mir so wenig vor für 7 Gläser.

    Liebste Grüße
    Lena

    • Julia
      19. August 2016 at 20:16

      Liebe Lena,
      nein, das Rezept stimmt schon so, wie es da steht. Die Tomaten fallen in sich zusammen und schmoren in ihrem eigenen Saft, bei mir blieb sogar ein wenig Flüssigkeit übrig.
      Liebe Grüße!
      Julia

  5. Natalie
    19. August 2016 at 19:38

    Ich bin ganz deiner Meinung, dass man alles Schöne konservieren sollte. Ich bin Moment in End of Summer Panic und mag es nicht wahrhaben, dass das schon fast vorbei ist. Morgen muss ich Hamstereinkäufe auf dem Markt erledigen, sonst ist nach dem Urlaub Ende September wirklich alles vorbei. Ich gehe ganz früh, um genug Kirschtomaten zu kaufen und dann mache ich ganz bestimmt auch einige Gläser von deinen geschmorten Kirschtomaten, die sehen mega lecker aus!

    Liebe Grüße
    Natalie

  6. Julia
    21. August 2016 at 17:28

    Liebe Julia,
    vielen Dank für die Erwähnung; deine süßen Tomätchen: sehr verführerisch! Diese letzten Sommermomente müssen einfach in allen Zügen genossen und bewahrt werden. Der Hamster macht’s richtig, nicht so wie das Eichhörnchen, das vergisst, wo es seine Vorräte deponiert hat ;)
    Ganz liebe Grüße, Julia

    • Julia
      1. September 2016 at 21:03

      Man kennt das ja: Mach es wie die Hamster-Uhr, zähl die heitren Sonnenstunden nur, oder so :) Aber ehrlich gesagt bin ich eher ein Eichhörnchen, gegen Ende des Winters weiß ich auch nicht mehr, was ich so im Keller habe…
      Liebe Grüße!
      Julia

  7. Ela
    22. August 2016 at 13:53

    Was für eine tolle Idee – genau sowas habe ich gebraucht. Zwar gibt es dieses Jahr keine Tomaten aus dem eigenen Garten aber dann müssen die der Eltern herhalten ;)
    Liebe Grüße,
    Ela

    • Julia
      1. September 2016 at 21:00

      Ach, hier gibt es auch keine Tomatenschwemme, ich hab meine Tomätchen auch gekauft, das tut dem ganzen keinen Abbruch ;)
      Liebe Grüße!
      Julia

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