Foodblog-Bilanz 2017

Foodblogbilanz | chestnutandsage.de
Fotos: via unsplash.com

Während ich darauf warte, dass der Silvesterabend mit all seinen Traditionen, Erwartungen und Enttäuschungen beginnt, habe ich ein wenig Zeit, das diesjährige Blogjahr Revue passieren zu lassen. Ich habe versucht, mich von einigem frei zu machen, Lebewohl zu sagen, nur um im gleichen Atemzug Neues zu begrüßen. Weshalb ich mich hier so wohl fühle, wie schon lange nicht mehr.  Sabine möchte die Gründe dafür gerne etwas genauer wissen und ruft deshalb (bereits zum vierten Mal) zur Foodblog-Bilanz auf. 

Was war 2017 dein erfolgreichster Blogartikel?

Der Alltime-Favorit meiner LeserInnen ist, wie jedes Jahr, der Post zur Pizza Bianca. Überhaupt bin ich sehr erstaunt, dass einige der frühen Posts absolute Dauerbrenner sind. Der Brotbacken für Anfänger-Post, zum Beispiel. Dabei ist das wirklich das schlimmste Brot, das man backen kann. Wer auf der Suche nach einem guten Einsteigerbrot ist, sollte viel lieber dieses Weizenbrot oder dieses Roggenmischbrot backen. Beide Brote sind einfach in der Zubereitung und um Welten besser, als das erste. Die Lust auf Brotbacken hat mich in den letzten Jahren übrigens verlassen, was vor allem daran liegt, dass wir in Augsburg hervorragende Bäckereien haben.

Welche drei deiner eigenen Blogartikel aus diesem Jahr haben dir persönlich am meisten bedeutet?

Ich mochte meine diesjährigen Reiseartikel am liebsten Bonjour TriestSommerhaus, jetzt und Ferienhausküche. Dieser Sommer war einfach ein besonderer für mich, hatte ich doch endlich Zeit genau das zu tun auf was ich Lust hatte: Eis essen, Kardemummarbullar backen und die Welt kennenlernen.

Und welche drei aus anderen Blogs haben dich am meisten inspiriert?

Auch wenn ich keine drei Blogposts benennen kann, so kann ich doch die drei inspirierendsten Blogs benennen: Ich bin eine treue Seele und liebe einfach Michas Blog Grain de Sel, meiner Konstante in meinem Blog-Universum. Durch sie fand ich auch den wunderbarsten Blog Read on my Dear, read on der mich mit seinen Geschichten und Gedanken laut lachen lässt und zu Tränen rührt. Visuell angesprochen hat mich dieses Jahr mit seiner unverwechselbaren fotografischen Sprache der Blog Artful Desperado.

Welches der Rezepte, die du 2017 veröffentlicht hast, hast du selbst am häufigsten gekocht – und warum?

Am häufigsten habe ich dieses Jahr wohl Falafel gemacht. Das Rezept ist super einfach und tatsächlich perfekt. Ich habe angefangen, den Teig portioniert einzufrieren und kann jetzt immer, wenn die Lust auf Falafel da ist, schnell welche zubereiten. Dazu gibt es immer Hummus (auch in Variation), total gerne auch diesen Spinat und Pitabrot.

Was hat dich im Zusammenhang mit Kochen, Essen oder deinem Blog 2017 beschäftigt und warum?

Essen und Kochen lief dieses Jahr irgendwie so nebenher, einfache und unkomplizierte Gerichte standen eindeutig im Vordergrund. Dagegen war 2017 mein erstes Bienenjahr, und diese faszinierenden Wesen schwirren nicht nur ständig in meinem Kopf herum, sondern haben auch endlich ihren Platz auf dem Blog gefunden.

Was war deine größte kulinarische Neuentdeckung dieses Jahres – welches Lebensmittel, welches Rezept, welche Küchentechnik, welcher Geschmack hat dir eine völlig neue Welt eröffnet?

Für mich ist die chinesische Küche dieses Jahr die Länderküche, die ich gerne besser verstehen möchte. Der absolut unauthentische Fastfood-Klassiker General Tso’s Tofu hat mich ins Thema einsteigen und das alte Kochbuch The Thousand Recipe Chinese Cookbook von Gloria Bley Miller zur Hand nehmen lassen. Durch das koche ich mich jetzt – was bei den wenigen vegetarischen Rezepten, die sich im Buch befinden, ein leichtes ist.

Was war der beste (oder lustigste) Suchbegriff, über den Besucher auf dein Blog gekommen sind?

Besonders gut gefällt mir die Frage „ist essen fotografieren asozial“. Diskutieren würde ich das gerne im hoffentlich bald wieder stattfindenden Event „Blogg den Suchbegriff“ der Feedmeups. Ansonsten habt ihr über weniger kontroverse Fragen zu mir gefunden: Was Kopenhagen besonders mache, zum Beispiel. Oder was man in Hanoi tun könne.

Was wünschst du dir und deinem Blog für 2018?

Ich würde mich wieder über einen stärkeren Austausch mit Euch LeserInnen freuen. Euer Feedback, Eure Nachrichten, sind, was das Veröffentlichen von Geschichten und Rezepten belohnt. Zwar freue ich mich auch über Kommentare auf Instagram, aber das ist (und hier möchte ich nicht undankbar klingen) irgendwie nicht das gleiche.

Ihr Lieben, kommt gut ins neue Jahr!
Julia

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22 comments on “Foodblog-Bilanz 2017

  1. Karin
    31. Dezember 2017 at 18:38

    Hallo liebe Julia,
    Schön, Euch dieses Jahr mal wieder gesehen zu haben. Deine Beiträge lesen ist zwar immer ein Fest, aber ersetzen auf Dauer nicht den persönlichen Austausch. Auf ein baldiges Wiedersehen & rutscht gut rüber! LG Karin

    • Julia
      1. Januar 2018 at 14:36

      Liebe Karin,
      das stimmt allerdings, wir müssen uns 2018 viel öfter sehen ;)
      Alles Liebe für 2018
      Julia

  2. Shermin
    1. Januar 2018 at 16:48

    Liebe Julia,

    jetzt habe ich mich erstmal bei deinen Bienenthemen festgelesen und – trotz nicht völliger Bienenunerfahrenheit – gelernt, was ein „Bien“ ist. ;)
    Normalerweise summt es bei mir im Minischattengarten auch ganz gewaltig und die verschiedensten Bienchen und Hummeln nutzen meine Pflanzen als Buffet – aber in diesem Jahr war leider kaum Betriebe. Das macht schon ein mulmiges Gefühl. Imker*innen bewundere ich, erstaunlich, wie viele das inzwischen als Hobby betreiben. Ich habe im losen Bekanntenkreis allein bestimmt 4 Leutchen, die imkern in der Stadt.

    Liebe Grüße

    Shermin

    • Julia
      1. Januar 2018 at 19:24

      Liebe Shermin,
      das kann ich gut verstehen! Wenn das Summen und Brummen nachlässt und man die vertrauten Tiere nicht mehr antrifft, macht das nachdenklich. Ich bin auch überrascht, wie viele ImkerInnen es hier in der Stadt gibt. Allein in der Innenstadt haben wir wohl über 1.000 gemeldete Völker, das fand ich erstaunlich.
      Liebe Grüße
      Julia

  3. Ulrike
    1. Januar 2018 at 17:15

    Wenn ich mehr Kraft und Muße hätte, würde ich mir sofort Bienen in den Garten stellen. Dein Projekt habe ich mit Spannung verfolgt!

    Ich wünsche dir ein gutes, glückliches und genussvolles 2018!

    • Julia
      1. Januar 2018 at 19:26

      Liebe Ulrike,
      ja, es stimmt, die Bienen machen schon ein wenig Arbeit. Mehr, als ich angenommen hatte aber weit weniger als ich befürchtet hatte :)
      Ich wünsche Dir auch ein wunderbares neues Jahr.
      Herzliche Grüße
      Julia

  4. Sabrina
    1. Januar 2018 at 22:37

    Falafel portioniert einzufrieren, ist mal ne richtig gute Idee! Die gabs hier eeeewig nicht mehr. Und was die Instagram-Kommentare angeht, bin ich ganz bei dir – die sind zwar nett, aber jeder Blogkommentar ist so viel mehr wert.
    Liebe asoziale Grüße ;-)
    Sabrina

    • Julia
      3. Januar 2018 at 17:45

      Tjaja, auch ein blindes Huhn findet mal ein Falafel, oder so ;) Ich freu mich auf jeden Fall auf ein neues Event (um den Druck nochmal aufzubauen!)
      Liebe asoziale Grüße zurück ;)
      Julia

  5. Micha
    2. Januar 2018 at 09:22

    sach mal: ist mein Kommentar im Spam gelandet???

    • Julia
      3. Januar 2018 at 17:43

      Äh, dieser hier ja, wenn Du noch einen anderen hinterlassen hast, dann befindet der sich im Daten-Nirvana…

  6. brittakama
    2. Januar 2018 at 17:00

    Ein wunderschönes neues Jahr wünsche ich dir :-)
    Und ich frage mich gerade, bist du Vegetarierin? Wenn ja, ist mir das tatsächlich noch nicht aufgefallen :D

    • Julia
      3. Januar 2018 at 17:47

      Britta, Du bist ja lustig, ja, ich ernähre mich vegetarisch! Und wie schön, dass Dir das noch nie aufgefallen ist! Ich hatte vor kurzem ein Gespräch mit einer anderen Bloggerin die erzählt hat, dass sich bei ihr jemand beschwert hat, dass sie ihren Blog nicht eindeutig als Veggie-Blog kennzeichnet. Lustig, oder?
      Liebe Grüße und ein tolles neues Jahr <3
      Julia

      • brittakama
        4. Januar 2018 at 18:11

        Ach, ich finde es immer nett, wenn so etwas nicht gleich auffällt :D ich finde es sieht hier nur immer alles sehr lecker aus und ich lese auch so gerne hier :)

  7. Sabine
    3. Januar 2018 at 00:52

    So, Falafel stehen auf der To-cook- und Bienen auf der To-read-Liste, und ich denke mal wieder: Was habe ich mir da mit der Foodblogbilanz eingebrockt – ich werde Jahre brauchen, um all das nachzulesen, worauf ich in den ganzen tollen Rückblicken gestoßen bin! Deshalb auch erst jetzt, leicht verspätet, ein dickes Dankeschön fürs Mitmachen! Es ist toll zu sehen, wie lebendig die Foodblogwelt ist, und hier komme ich immer wieder gerne her, auch wenn ich inzwischen viel zu selten überhaupt in Blogs lese. Das soll sich wieder ändern! Dir und deinem Blog wünsche ich jedenfalls ein richtig tolles 2018.

    • Julia
      3. Januar 2018 at 17:49

      Liebe Sabine, ich habe für die Organisation zu Danken! Es gibt wie immer vieles zu entdecken, ich hab auch ganz schön viel aufzuholen :)
      Alles Liebe für Dich!
      Julia

  8. Julia
    8. Januar 2018 at 11:12

    Ein schöner Rückblick. 2017 scheint generell das Jahr gewesen zu sein, in dem viele Blogger über ihren Blog nachgedacht haben. Ich hoffe, Du behältst Dir die Freude daran – denn ich lese hier immer gerne mit und liebe Deine Fotos! Was die Kommentare angeht, kann ich Dir nur zustimmen: ein Kommentar auf Facebook oder Insta ist einfach nicht das Gleiche. Deshalb lautet mein Vorsatz: wieder mehr bei anderen Kommentieren :)

    • Julia
      11. Januar 2018 at 21:28

      Vielen lieben Dank, Julia, ich freue mich wirklich sehr über Deine Nachricht! Ich habe 2017 tatsächlich erst wieder so richtig die Freude am Bloggen gefunden, ans aufhören denke ich da nicht :)

  9. Anna C.
    9. Januar 2018 at 13:29

    Liebe Julia, wir haben uns irgendwie ganz aus den Augen verloren was doch irgendwie sehr schade ist. Und so werde ich zukünftig versuchen (sic!) auch bei dir und deinen sehr lesenswerten Beiträgen öfter reinzuschauen. Ich wünsch dir ein erfreuliches, abwechslungsreiches und einfach schönes 2018
    Christine

    • Julia
      11. Januar 2018 at 21:29

      Liebe Christine, das wünsche ich Dir auch <3
      Herzliche Grüße
      Julia

  10. Maren
    12. Januar 2018 at 12:40

    Liebe Julia,

    seit ich-weiß-nicht-wann, jedenfalls schon lange, besuche ich deine Website regelmäßig und äußerst gerne. Nach meinem Dafürhalten gibt es keinen Foodblog, der an deinen heranreicht. Ich liebe, nein, LIEBE deine Rezepte – sie treffen genau meinen Geschmack, verwenden keine zu abgefahrenen Zutaten, an die ich im Alltag nur über Umwege käme, und das Ergebnis ist einfach immer hervorragend. Die Aufmachung der Seite ist einfach nur schön, deine Texte bringen mich mal zum Schmunzeln, mal ins Nachdenken und ich bin nach jedem Besuch inspiriert.

    Kurzum – dein Blog ist für mich der einzige, beste.

    Ich wünsche mir, dass ich auch noch 2048 eine Foodblog-Bilanz hier lesen kann.
    Dir wünsche ich alles erdenklich Gute in 2018 und sende liebe Grüße aus Freiburg –
    Maren

    • Julia
      14. Januar 2018 at 17:05

      Liebe Maren,
      Du machst mich sprachlos! Danke! Danke, danke, danke, danke, danke für Deine Nachricht. Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Für Dich mach ich einfach immer gerne weiter <3
      Viele liebe Grüße und eine feste, virtuelle Umarmung.
      Julia

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