Links with Love im Juni

links with love | deathtothestockphoto.comEin neuer Monat, eine neue Sammlung dessen, was mir diesen (und den vorigen) Monat besonders gut gefallen hat. Denn da war ich ja nun im Urlaub und hatte damit auch Blog-frei, was (ehrlich gesagt) mehr als befreiend war. Warum das so ist – eine von vielen Fragen, die ich mir stelle!

Ihr Lieben, lasst es Euch gut gehen!
Viele Grüße
Julia

Für Wankelmütige: gefüllte Zucchiniblüten

Gefüllte Zucchiniblüten | chestnutandsage.de

Man kann nicht alles haben. Eine banale Weisheit, nicht? Stadtleben mit ländlichem Charme, die große Karriere mit fabelhaftem Freizeitausgleich, ein interessantes Leben, geführt vom Schreibtisch aus. Es geht nunmal nicht. Das ist so offensichtlich wie die Tatsache, dass eine ihrer Blüten beraubten Zucchinipflanze keine Frucht tragen kann. Und doch gibt es einen Ausweg aus dem Dilemma. Ein Licht am Ende des Tunnels. Eine Strategie für all jene, die auf nichts verzichten möchten. Die Lösung könnte lauten: halb-halb. Eine halbe Pizza Funghi, eine halbe Margharita. Eine Wohnung in der Stadt, ein Schrebergärtchen am Stadtrand. Die eine Hälfte der Blüten stehen lassen, die andere ernten und so in den Genuss von beidem kommen: frischer, schöner Zucchini und wunderbar gefüllter Blüten. Man muss ja nicht alles im Überfluss haben, Maßlosigkeit hat ja noch keinem gut getan, und gerade zur Erntezeit kann einem schonmal das sonst so geschätzte Gemüse zu den Ohren heraus kommen. Continue reading

Immer wenn die Sonne scheint…

Bohnen-Salat und Hummus | chestnutandsage.de

Heinz Erhardt sang einst: Immer wenn ich traurig bin, trink ich einen Korn. Mir geht das ganz ähnlich, nur würde ich den Liedtext gerne in „Immer wenn die Sonne scheint, muss ich nach draußen” umwandeln. Das reimt sich nicht, ist aber trotzdem wahr, denn kaum werde ich von strahlendem Sonnenschein geweckt, kann ich kaum den ersten Kaffee des Tages (der in meinem Haushalt immer im Bett getrunken wird) genießen, das Frühstück wird des ausgedehnten Zeitunglesens beraubt und die Haare können auch noch später in Form gebracht werden, schnell zusammengewurstelt, werden sie mir nach einer Radtour durch sonnengelbe Getreidefelder sowieso zerzaußt vom Kopf abstehen. In den Rucksack, den ich vor der Abfahrt noch schnell packe, befindet sich ein Snack, ein Picknick, gibt es doch nichts schöneres, als im Halbschatten, die Beine in den Lech streckend, eine Kleinigkeit zu essen – immerhin muss man sich ja für die Rückfahrt stärken (die aus irgendwelchen Gründen nie so viel Spaß macht wie die Hinfahrt). Sinnvoll ist es bei solchen Picknicks, Lebensmittel einzupacken, denen eine kurze Zeit ohne Kühlung nicht zusetzt. Oliven, zum Beispiel, und ein Bohnensalat mit Tomaten. Und Hummus, das geht ja immer und darf heute, wo ich für den Salat viel zu viele weiße Bohnen eingeweicht habe, aus eben jenen zubereitet werden. Kapernäpfel dürfen auch nicht fehlen, ein schönes Weißbrot ebensowenig – wenn Ihr bereit seit, dann könnten wir doch jetzt gemeinsam los, oder? Continue reading

Hongkong Food- und Travel-Guide

Hongkong Food- und Travel-Guide | chestnutandsage.de

Es ist eine große Stadt. Kein Reiseziel. Eine Nacht, ein Stopover, verrucht wie der Hafen, man erzählt sich Geschichten von fernen Ländern – show me Porta Prince and Hongkong. Es ist eine seltsame Stadt. Getrieben vom großen Geld, dem
Wunsch immer mehr zu haben, wird gerannt und gekämpft. Denn nicht nur den Mutigen gehört die Welt, sondern auch denen, die mangelndes Talent durch harte Arbeit wett machen. Work hard. Party hard. Und doch ist es die Stadt, in der mein Freund C. wohnt. Als kleine Flucht vor der Arbeit in China. Als kleine Auszeit von strenger Regulierung und Zensur. Grund genug also, uns auf den Weg zu ihm zu machen. Continue reading

Rhabarber-Popsicles

Rhabarber-Popsicles | chestnutandsage.de

Der Rhabarber in unserem Garten ist ein schüchternes Gewächs. Ganz hinten, verdeckt von einem imposanten Stachelbeerbusch, zwei ausladenen Johannisbeersträuchern und zurzeit stolz den Kopf in den Himmel reckenden Tulpen, sitzt er am Zaun, den Katzen den Weg in ihre nächtlichen Abenteuer versperrend. Dabei ist es gerade dort ein schöner Ort: Das Licht bricht sanft durch den Blätterhain der Beerensträucher, es ist angenehm heiß und die Schnecken lassen sich hier auch nicht blicken – sie fallen lieber über die fein säuberlich eingezäunten Beete her, in denen sich Salate, Gurken und Selleriepflänzchen ihrer Haut erwehren. Man könnte also sagen: Der Rhabarber ist ein schlaues Pflänzchen. Zieht sich zurück, hat seine Ruhe, lässt anderen den Vortritt. Ein sich nicht nach vorne Drängler. Doch wenn seine Zeit gekommen ist, dann strahlt er, am liebsten an der Seite seiner Freunde, den Milchprodukten. Denn hier kann er seine Oxalsäure mit dem Calcium der Milch verbinden, was ihn viel bekömmlicher macht und die Zähne nicht mit diesem uangenehm pelzigen Gefühl zurücklässt. Continue reading

Sommerrollenglückssalat

Sommerrollenglueckssalat-1024x768

Beim in den Himmel starren bleibt die Zeit stehen. Cumuluswolken formen sich zu Ungetümen, der Wind treibt sie behäbig über das strahlend blauen Firmament, eine Leinwand die so leuchtend ist, wie die lachenden Augen eines Kindes beim Anblick einer großen Kugel Eis. Wellen brechen ein rhythmisches Lied, das mich, eingekuschelt in die Hitze, die sich wie eine warme Decke um mich schmiegt, langsam in den Schlaf wiegt. Gedankenfetzen schweben wie Schmetterlinge heran, nicht greifbar, und ziehen auch schon wieder weiter, alles was nicht bleiben will geht dahin und das ist im Moment, da ich im Urlaub bin, nicht nur genau richtig, sondern auch mehr als gewünscht. Natürlich sollt auch ihr etwas von diesem Urlaubsglück abbekommen. Leicht und lecker. Sommerlich fein. Natürlich asiatisch, denn schließlich befinde ich mich da ja auch gerade. Continue reading