Links with Love im Februar

Links with love | succulents | chestnutandsage.de

Das Bloggen mag mir gerade nicht so recht gelingen. Keine Zeit, keine Zeit! Genau so, wie das weiße Kaninchen bei Alice im Wunderland, das einen Rucksack voll gesellschaftlicher Über-Interpretationen trägt, fühle ich mich. Umso besser, dass es andere Blogger gibt, die tolle Dinge machen, die ich nur noch finden, aufsammeln, mit Euch teilen muss.

Keine Zeit, keine Zeit! Ich muss schon wieder weiter! Bis ganz bald – lasst es Euch bis dahin gut gehen!
Julia

Was man so tun sollte. Paneer Makhani

Paneer Makhani | chestnutandsage.de

To-Do-Listen. Jeder hat sie. Die einen sind umfangreicher, die anderen kürzer. Die einen werden über Monate hinweg übertragen, auf immer neue Seiten, der Übersichtlichkeit wegen. Die anderen werden am Ende eines Tages entsorgt, nicht wert mit in den nächsten Morgen genommen zu werden. Doch was ist mit den Listen, die andere für einen angelegt haben? Den “Du bist jetzt über 30, wie wäre es denn langsam mit…”-Listen? Heiraten, Kinderkriegen, Häuserbauen, mindestens eines davon könnte man doch langsam mal angehen! Und wenn das eine erledigt ist – warum dann noch auf das andere warten? Ach was soll’s – drei auf einen Streich! Und nebenbei immer schön die Karriere im Auge behalten, das lange Studium, die umfangreiche Ausbildung, das alles muss sich doch gelohnt haben! So steht man also da, Anfgang, Mitte 30. Schaut nach links, schaut nach rechts und wundert sich. Nicht nur über andere, sondern vor allem über sich selbst. Was hilft da besser, als sich etwas schönes zu kochen. Sich hinzusetzen. Und es sich gut gehen lassen. Pläne machen hat bisher ja eh noch nie etwas gebracht. Weiterlesen

Because I’m happy?

Sweet potatoe soup | chestnutandsage.de

February is a good month to be happy” ziert meinen Desktop. Es schreit mich förmlich an, mich anzustrengen. Happy sein. Glücklich. Und jedes mal, wenn ich meine Programme schließe, Telefonate führe, zwischen Applikationen hin und her springe, gestresst, angespannt, ja manchmal auch überspannt, dann ist es da. Das Gefühl, es nur nicht richtig zu wollen. Mich nicht genug darum zu bemühen. Happy sein. Denn jeder, und das weiß man ja, ist bekanntlich seines Glückes Schmied. Ein hehres Ziel, genau so wie die Anforderung der Generation Y, dass ein Job Spaß machen muss. Ein kurzer Blick auf diesen Satz genügt um ein bitteres Lachen aus meiner Kehle zu locken, bevor ein aufflackerndes Strohfeuer gelöscht, ein weiteres tragisches Drama diskutiert, Befindlichkeiten angehört werden möchten. Agieren. Nicht nur reagieren. Das würde ich mir gerade wünschen. Nicht schwimmen, sondern erhaben sein. Wie ein Fels in der Brandung. Vielleicht ist der März ja auch noch ein guter Monat, um happy zu sein. Weiterlesen

Links with Love im Januar

Links with Love | levisaunders.com | image from unsplash.com

Neues Jahr, neue Rückblicke. Auch 2015 sammle ich wieder, was mir besonders gut gefällt – wie immer Kulinarisches und Kurioses – mit Euch geteilt.

Ihr Lieben, das Jahr hält viel für uns bereit! Ich stecke schon mittendrin, das mit dem langsamen rein kommen sollte nicht sein. Na gut, dann eben so.

Lasst es Euch gut gehen!
Julia
…das Bild – wie immer bei LwL – von unsplash

Dem Frust mit Schneckennudeln auf der Spur

Schneckennudeln | chesntutandsage.de

In meinem Viertel wohnt ein Gespenst. Ein Phantom. In unregelmäßigen Abständen treibt es Nachts sein Unwesen, macht vor nichts und niemandem halt, verteilt – seine Zettel. Der Zettelmann wird er daher auch genannt. Mit dickem Stift und ruhiger Hand schreibt er seine Wuttiraden nieder, verteilt seinen Hass an Windschutzscheiben, zieht eine Spur des Frusts durch unsere Straßen. Geschimpft wird über vieles: Die Politik im Kleinen und im Großen, Stadträte, Referenten, Oberbürgermeister, ja selbst die Kanzlerin wird nicht verschont. Gesund kann das nicht sein. Auf den Magen würde mir so ein Katzenjammer schlagen! Von der Seele muss man sich doch sowas reden! Ich überlege, ob ich ihm ein paar Schneckennudeln vor die Türe stelle. Vielleicht stimmt ihn das ja milder. Weiterlesen

Zwei Blogs, eine Idee drehen an der Uhr

Krautsalat | chestnutandsage.de

Es ist wieder soweit, Ylva und ich kochen einmal mehr für einander. Heute widmen wir uns Kohl, einem herausfordernen Gemüse an dem sich die Geister scheiden. Zu bitter, zu schwer, aus der Zeit gefallen. Und nicht mehr modern sein, das möchte man ja nicht. Deshalb schaut man noch vorne, hofft auf ein Morgen, in dem man seinen Platz nicht verliert. Vorwärts immer, rückwärts nimmer! – der Ruf wird immer lauter, vielleicht zu laut, birgt er doch die Gefahr in sich das Heute zu vergessen. Versicherungen, Altersabsicherung, erstarrt vor dem, was da kommen könnte, ein Berücksichtigen aller Eventualitäten die vor lauter Vorsorge nicht stattfinden können weil man darüber hinaus das Leben in der Gegenwart vergisst. Dabei gehört das Hier und Jetzt gefeiert, warum nicht mit diesem Salat den ich gerne im Rheingold esse, meinem Ums-Eck-Lokal, meinem Spät-Abend-Dessert-Lieferant, manchmal auch meiner letzten der-Kühlschrank-ist-leer-Rettung, in dem sich die Zeit vorzüglich vertändeln lässt. Von der tamilischen Küche inspiriert, Fenchelsamen, Curryblätter und Kreuzkümmel helfen die Ballaststoffe des Weißkohls im Zaum zu halten und den Salat so bekömmlich zu machen. Die frischen Curryblätter haben einen herben, rauchigen Duft, ein ebensolches Aroma, das auch die übrig gebliebenen und getrockneten Blätter nicht verlieren wollen. Rein pflanzlich erfreut sich der Salat da seiner Tierproduktefreiheit, etwas, was mir gerade sehr entgegenkommt. Weiterlesen