Kaffee?

Mittwochs ist der Tag, an dem ich Städte, Dörfer, Wälder erwachen sehe. Die letzten Sterne weichen einem sanftem Dämmerlicht, die Sonne lugt zwischen Tannen hervor, ich brause mit dem Zug in die Stadt, die mich beschäftigt. Kaffee hilft dabei, die Schönheit zu erkennen, mich aus einer grummeligen Nörglerin in eine halbeloquente Reisende zu verwandeln. Es ist eine besondere Stimmung, so früh am Morgen, so wunderbar eingefangen in “Prelude”.
Prelude – a life & thyme production
Director: Nathan Sage, Producers: Antonio Diaz & Jaime Valdovino, Writers: Nathan Sage & Gianna Hughes, Original Score: Jaime Valdovino, Jason Bennett, & Luke Graham, Narration: Sarah Valdovino

Zwischen Spät-Winter und Früh-Jahr

Orangensalat | chestnutandsage.de

Es ist die Zeit des Dazwischen-seins, ein Nicht-mehr-Winter aber Noch-nicht-Frühling. Die Übergangsjacken-Zeit. Ein Heizköper an, Heizkörper aus, winter-traurig und doch frühlings-froh. Und in dieser Zeit, in der der Wandel greifbar ist, hofft man ja gerne darauf, dass alles besser wird, nicht nur anders, sondern überraschend und neu. Dass sich Möglichkeiten eröffnen, von denen man nicht gewagt hat zu träumen. Dass man sich nur bücken müsse, um die neuen Chancen zu pflücken, Chancen, die nur so aus dem Boden schießen, wie Schneeglöckchen, Krokusse und Märzenbecher. Doch hoffen reicht nicht, kann Veränderung doch nicht durch andere geschehen, soll sie zufriedenstellen, sie muss aus einem selber herauskommen, sonst bleibt da nur ein Gefühl des Überrumpeltseins, des Nicht-mitsprechen-dürfens. Dabei möchte man doch selber gerne sein Schicksal in der Hand halten. Es weht also der Wind der Veränderung, und ein chinesisches Sprichwort sagt, dass die Mutigen jetzt Windmühlen bauen. Ich nutze den frischen Wind erstmal dazu, die schweren Töpfe im Schrank zu lassen und endlich wieder Salatbesteck vor sich hin klappern zu lassen. Mehr Veränderung brauche ich gerade nicht. Weiterlesen

Yemek – Rezepte aus Istanbul {Rezension}

YEMEK_cover

Urlaub. Das bedeutet die Freiheit zu haben das zu tun, was man gerne möchte, Tage so zu strukturieren, dass sie dem eigenen Rhythmus entsprechen, vollkommen ent- oder beschleunigt, eben genau so, wie es notwendig ist. Frequent Traveller lassen die Koffer in der Ecke stehen, froh, sie einmal nicht packen zu müssen und jene, die den Großteil ihrer Arbeitszeit an ein und demselben Schreibtisch verbringen treibt es in die Ferne, den Tapetenwechsel ebenso herbeisehnend wie dringend benötigend. Ich verbringe meine freien Tage daher gerne reisend, denn neben der gesuchten Abwechslung weitet Reisen das Herz, macht neugierig, lässt die Welt in neuem Glanz erstrahlen und macht Urlaubstage damit kostbar wie Perlen. Umso besser, wenn es da Bücher gibt, die einen von der Couch aus mit auf Reisen nehmen, fremde Städte, Länder, Kultur lesend kennenlernen lassen. Genau so ein Buch ist “Yemek”, in dem uns Isabel Lezmi, Lisa Rienermann und Veronika Helvacioglu auf eine Reise nach Istanbul einladen um die wunderbare Metropole am Bosporus durch ihre Augen kulinarisch kennenzulernen. Weiterlesen

Variatio delectat: Hummus in Variation

Hummus-Variation | chestnutandsage.de

Genug Trübsal geblasen! Genügend Zeit vertändelt! Jetzt, während der ersten warmen Tage, müssen die Stunden festgehalten, das langsame Frühlingserwachen geschätzt, Augenblicke gesammelt und wie Perlen aufgezogen werden. Mit den ersten hellen Sonnenstrahlen, die durch winterdreckige Fenster scheinen, gewinnt das Leben neue Energie, Freude am Sein, freiheitlichen Drang, alles, was man wohl als “das schöne Leben” zusammenfassen und feiern kann. Da darf auch das Essen wieder leichter werden, weniger aufwändig, schneller, den wärmenden Ofengerichten zum Abschied leise Lebewohl gesagt werden. Farben stehen endlich wieder auf der Speisekarte, orangenrundes kullert über die Arbeitsfläche, verhuschtes Grün lugt aus der Obstschale hervor, die letzten dunkelroten Beten werden aus dem kühlen Vorratsschrank befreit und mit Schwarzkümmel bestreut – einem wunderbaren Hausmittel gegen Heuschnupfen, dem einzigen Wermutstropfen, den diese Zeit mit sich bringen mag. Weiterlesen

Links with Love im Februar

Links with love | succulents | chestnutandsage.de

Das Bloggen mag mir gerade nicht so recht gelingen. Keine Zeit, keine Zeit! Genau so, wie das weiße Kaninchen bei Alice im Wunderland, das einen Rucksack voll gesellschaftlicher Über-Interpretationen trägt, fühle ich mich. Umso besser, dass es andere Blogger gibt, die tolle Dinge machen, die ich nur noch finden, aufsammeln, mit Euch teilen muss.

Keine Zeit, keine Zeit! Ich muss schon wieder weiter! Bis ganz bald – lasst es Euch bis dahin gut gehen!
Julia

Was man so tun sollte. Paneer Makhani

Paneer Makhani | chestnutandsage.de

To-Do-Listen. Jeder hat sie. Die einen sind umfangreicher, die anderen kürzer. Die einen werden über Monate hinweg übertragen, auf immer neue Seiten, der Übersichtlichkeit wegen. Die anderen werden am Ende eines Tages entsorgt, nicht wert mit in den nächsten Morgen genommen zu werden. Doch was ist mit den Listen, die andere für einen angelegt haben? Den “Du bist jetzt über 30, wie wäre es denn langsam mit…”-Listen? Heiraten, Kinderkriegen, Häuserbauen, mindestens eines davon könnte man doch langsam mal angehen! Und wenn das eine erledigt ist – warum dann noch auf das andere warten? Ach was soll’s – drei auf einen Streich! Und nebenbei immer schön die Karriere im Auge behalten, das lange Studium, die umfangreiche Ausbildung, das alles muss sich doch gelohnt haben! So steht man also da, Anfgang, Mitte 30. Schaut nach links, schaut nach rechts und wundert sich. Nicht nur über andere, sondern vor allem über sich selbst. Was hilft da besser, als sich etwas schönes zu kochen. Sich hinzusetzen. Und es sich gut gehen lassen. Pläne machen hat bisher ja eh noch nie etwas gebracht. Weiterlesen