Zwei Blogs, eine Idee: Bärlauch-Lasagne

Baerlauchlasagne | chestnutandsage.de

Two housholds. Both alike in dignity in fair Verona, in dessen Nähe ich mich zumindest gerade aufhalte und von dort aus meine liebe Ylva, die heute den zweiten Haushalt darstellt, bekoche. Es ist also wieder soweit, „Zwei Blogs, eine Idee“ geht in die nächste Runde, und so stellen Ylva und ich heute beide ein Rezept für Bärlauch-Lasagne vor – welches Gericht könnte besser zu meinem wohlverdienten frühlingshaften Italien-Urlaub passen? Ganz spargelfein kommt meine Lasagne daher, mit Bärlauch als kräftigen, dabei blätterzarten Begleiter, der ihr gut steht. Gemütlich dürfen sich es die beiden machen auf einem daunenflaumigen Bett aus cremiger Béchamel, verfeinert mit einem frischen Lorbeerblatt, so viel Extravaganz muss erlaubt sein. Bewacht wird dieses frühlingshafte tête-à-tête von gehobeltem Sbrinz der zu den ältesten Käsesorten Europas zählt und Parmesan nicht missen lässt. Ein wunderbares Abendessen, am besten immer und immer wieder genossen, solange die frühlingshafte Liaison von Bärlauch und Spargel währt. Weiterlesen

Wunderbar antiquiert und fast vergessen – der Wirtshausklassiker Soleier

Soleier | chestnutandsage.de

Nur weil etwas alt ist, altmodisch, althergebracht, muss es nicht verstaubt, von gestern, passé sein. Im Gegenteil. Es kann überraschend neu sein. Gut. So, dass man bitte mehr davon möchte, so, dass man sich fragt: Warum nur konnte dieses Glas Soleier von den Tresen der Wirtshäuser, der Kneipen, der Bars verschwinden? Denn dort vermisse ich es am meisten, das gute Essen. Billige Zutaten, völlig aus der Jahreszeit gefallen, unkreativ zusammengemischt, lieblos angerichtet – da hilft meist nur der beherzte Schluck aus dem Bierglas um das dargebotene akzeptieren zu können. Dabei könnte es so einfach sein: Wenige gute Lebensmittel, mit Freude am Produkt zubereitet, harmonisch, wohlwollend und ja – allerbanalst – lecker. So wie diese Soleier. Mit ein wenig frischem Brot, dick mit Butter und Senf bestrichen, mit Grün besprenkelt. Ein Bier dazu. Was will man mehr? Weiterlesen

Rezepte für die Zwischenzeit: Socca mit Zwiebeln und Tomaten

Socca | chestnutandsage.de

Was bedeutet “Verzicht”? Diese Frage stelle ich mir, seit ich Anfang des Jahres von Christine gefragt wurde, ob ich nicht Lust hätte, zur Fastenzeit ein Rezept vorzustellen, ein Verzichtrezept sozusagen, mit dem es ihr einfacher fallen werde, Fleisch und süße Versuchungen links liegen zu lassen. Dabei stieß das Wort “Verzicht” im Vorfeld schon auf Vorbehalte, denn wer verzichtet schon gern? Eben. Deswegen fand Christine einen sehr schönen Namen für ihr Vorhaben: Zwischenzeit. Klingt das nicht viel besser? Ich finde schon. Weiterlesen

Wie ich eines schönen Morgens im April mein Einsteigerrezept für Kimchi fand

Kimchi | chestnutandsage.de

Es ist wohl das, was man Schicksal nennt. Ein Tweet, eine Idee, ein Rezept. Etwas Neues probieren. Denn dafür ist es jetzt gerade Zeit. Sich trauen, nicht wie der Mann, der das 100%ige Mädchen sieht, eines schönen Morgens im April, und dann nicht den Mut hat, es anzusprechen. Beherzt Zutaten bestellen, nicht wissend, ob es sich tatsächlich um das geheimnisvolle Gochugaru handelt oder doch nur um schnödes Paprikapulver – denn die koreanische Küche, die Kultur, die Geschichte, die Sprache, die Schriftzeichen, sie sind mir völlig unbekannt. Und dieses Unbekannte hat mich, wie beim Brotbacken auch, in seinen Bann gezogen. Weiterlesen

Brotbacken für Anfänger: Sauerteigbrot

Sauerteigbrot | chestnutandsage.de

Heiß oder kalt? Im Moment wechseln sich die Temperaturen und mit ihnen die Stimmungen ab, mal im Schritt, und, nun, wie man sagt, mal im Trab. Was gestern noch gut und lieb war, kann heute schon – aber so was von – vorbei sein. So ungefähr ergeht es mir auch mit meinen Broten. Erinnert Ihr Euch noch am mein erstes? Das “schnelle” Sauerteigbrot? Heute weiß ich wie absurd diese Annahme war, innerhalb weniger Stunden ein fertiges und gutes Sauerteigbrot anschneiden zu können. Denn Schnelligkeit und Brotbacken – diese zwei Begriffe gehen einfach nicht zusammen. Ein gutes Brot braucht Zeit, es will gehegt und gepflegt in Ruhe gelassen werden, geknetet, gegärt, gestürzt, bedampft, heiß gebacken und dann vollständig abgekühlt werden. Weiterlesen

Was kleines für Unterwegs: Granola-Bars
 mit Kokos und Schokolade

granola bars | chestnutandsage.de

Was vermisst ihr, wenn ihr lange auf Reisen seid? Ist es das eigene Bett? Die gewohnte Umgebung? Oder selber zu kochen? Bei mir ist es letzteres. Immer in Restaurants, Cafés oder Bars zu essen ist für eine gewisse Zeit aufregend und schön, aber das Essen zu Hause im ausgebeulten Kapuzenpulli auf der Couch mit unsäglichem Fernsehprogramm berieselt zu genießen, alltäglich und normal. Und gegen den Alltag ist meiner Meinung nach nichts einzuwenden. Zu meinem gehört seit neustem das Bahnreisen. Jede Woche sitze ich für mehrere Stunden in Zügen, die mich ratternd und ruckelnd von einem Ziel zum anderen bringen. Auf diesen Reisen habe ich gerne etwas dabei, dass mir die Zeit versüßt, nichts gekauftes, etwas selbstgemachtes, etwas, dass kaum Gewicht hat und mich nicht mit zuckerhungrigen Augen an jedem Bahnhofskiosk halten lässt. Etwas, das genau so ist, wie diese Müsliriegel, mit viel Schokolade und Kokosflocken. Weiterlesen