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Zatar-spiced Süßkartoffel-Pommes | chestnutandsage.de

Wenn der Geist in Stücke zerfallen ist vermischt man diese am besten ordentlich und spielt mit dem Rest seines Verstandes Mikado. Dem kaiserlichen Spiel des Aufräumens und Ordnungschaffens. Wodurch innere Konformität wiederhergestellt werden soll. So kann man es zumindest sehen wenn man annimmt, dieses Spiel entstamme dem alten Rom. Nähme man jedoch an, sowohl Wort als auch Spiel lehnten sich an ostasiatische Orakeltechniken an, dann wäre man – man denke nur an Delphi – zumindest mit dem Herzen wieder in Europa, woraufhin sich mein Geist schon um ebenjene Tentakel des gleichnamigen Orts dreht und mich erinnert, dass man in der Antike annahm, die Seele sei ein Oktopus. Die auf Mauritius übrigens von einer illustren Runde von Oktopus-Fischerinnen gefangen werden könnten, die – man stelle es sich nur vor – in der einströmenden Flut ein Boot besteigen das sie hinaus in ein farbenfrohes Riff bringt. Man stelle sich weiter vor: Während die Damen ihre löchrigen Badeschuhe laut schnatternd anlegen beschwert sich der Steuermann dass des linken Nachbars Kühe seinen Garten leer fraßen und den Mais im angrenzenden Feld des rechten Nachbarn verspeisten. So ein Unglück! Wer solle nur für den Schaden aufkommen! Und wie solle nun das nächste Abendessen auf den Tisch kommen? Die letzte Frage stellt die Kuh sich nun nicht, sattgefressen wie sie ist. Dieses Leben hätte man auch gerne, zumindest so lange, bis die Kuh ihrem Schlachter gegenüber steht und die Filets kurz darauf in der Pfanne brutzeln (womit die Frage nach dem nächsten Abendessen beantwortet wäre). Dabei sollten in der Pfanne doch nichts weiter brutzeln als (Süß-)Kartoffelstifte. Denn wenn nichts mehr geht, gehen immer noch Pommes. Weiterlesen…

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Scharf-Saure-Suppe | chestnutandsage.de

Wer im Jahr des Hundes geboren ist, der soll ein ehrlicher, treuer und loyaler Freund sein. Und wer wünscht sich nicht genau so einen Freund an seiner Seite? Einen Freund, der nicht nur in den guten, glücklichen Zeiten zu einem steht, sondern sich auch im Sturm nicht vor den Wellen fürchtet. Der im Zweifel sogar mit Dir das mit Wasser vollgelaufene Boot mit Eimern leer schöpft. Man rettet ja gerne, was zu retten ist. Vor allem, wenn das  4715. chinesische Jahr hält, was es verspricht – nämlich stürmisch zu werden! Ein Jahr, in dem subjektive Sicherheitsbedenken und Intoleranz wie Unkraut wachsen werden. Weswegen die besonderen Werte des chinesische Sternzeichen des Hundes – Loyalität, Solidarität und Bereitschaft zum konstruktiven Dialog – hochgehalten werden müssen. Da sich der Hund aber nicht nur um das Große kümmert, sondern als guter Freund auch für seine Liebsten da ist, sorgt er rührend für ihr Wohlbefinden. Und da ich von mir behaupte, eine ganz passable Freundin zu sein der das Wohl ihrer Liebsten am Herzen liegt, springe ich den Hund-Geborenen heute gerne zur Seite. Denn das chinesische Neujahrsfest, das heute begangen wird, soll mit einer Festtafel voller Köstlichkeiten begangen werden. Und weil man zu Neujahr ja meistens gute Vorsätze hat (und meiner war ja, mich intensiver mit der chinesischen Küche auseinander zu setzen) koche ich heute eine köstliche sauer-scharfe Suppe deren Brühe so intensiv ist, dass man nicht glauben kann, dass sie rein pflanzlich ist. Der Trick sind dabei die – nicht authentischen – Trockenpflaumen und die Kaffirlimettenblätter. Zwei Zutaten, die ich mir bei Ottolenghi abgeschaut habe und die den Unterschied machen. Dazu reiche ich diese veganen Dumplings (die ich mittlerweile auch ordentlich falten kann) sowie „smashed cucumbers“, zerdrückte Gurken mit Ingwer in süß-saurer Marinade. Und mit diesem herrlichen Festtagessen kann man das neue Jahr doch Willkommen heißen. Weiterlesen…

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huyen | unsplash.com
Fotografin: Huyen

Nach vielen Jahren des Bloggens kommt mir manchmal der Gedanke, dass es vielleicht doch mal angebracht wäre zu erklären, warum ich so koche, wie ich das hier auf dem Blog tue. Warum meine Gerichte so sind, wie sie sind. Und was sich so alles als Grundstock in meiner Küche bewährt hat um eben dieses Kochen (und am Ende dieses Essen) zu ermöglichen. Wenn ihr nämlich oft und gerne meine Rezepte nachkocht (und ich weiß, dass es da ein paar Menschen gibt <3), dann kann es von Vorteil sein, wenn ihr wisst, was ich so ständig daheim habe. Als Vorbereitung, sozusagen. Meine Küchenschränke, meine Schubladen und mein Kühlschrank sind nämlich voll von Gläsern und Flaschen, in denen ich meine Vorräte aufbewahre. Was sich in ihnen verbirgt, das zeige ich Euch heute. Weiterlesen…

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Links with Love | Cristina Gottardi | unsplash.com
Fotografin: Christina Gottardi

Es zwitschert und zirpt, es sprießt und grünt, der Januar gibt den Frühling und bringt mich damit komplett durcheinander. Und was macht der verwirrte Geist am liebsten? Sammeln, sortieren und teilen, was (neben dem Vogelgezwitscher) am besten gefallen hat:

Habt einen schönen Februar!
Julia

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Taleggio-Polenta mit Cipolline | chestnutandsage.de

„Möchten Sie noch einen Kaffee? Tee vielleicht? Oder einen Prosecco? Den können wir gerne noch zum Frühstück zählen!“ Erfreutes Nicken, glänzende Augen, einem geschenkten Gaul schaut man, auch hier im schicken Wellness-Hotel, nicht ins Maul. Im Gegenteil, von Nichts kommt ja bekanntlich Nichts, Geld hat man zu haben, und so lernt man von den Reichen das Sparen. Man prostet sich zu, immerhin hat man die vergangenen sechs Tage miteinander verbracht, jaja, eingecheckt habe man vergangenen Samstag, Abreise sei heute. Die beste Idee sei das gewesen. Viel zu voll war es heute am Frühstücksbüffett. Die ganzen Neuen, die sich nur ein Wochenende hier leisten könnten und nicht wüssten was es zu Essen gäbe, also die stehen ja nur im Wege herum, an ein entspanntes Frühstück sei so ja nicht zu denken. Sagt man, während man, wenn man schon den Tellerrand nicht erblicken kann, über seinen Glasrand hinweg nach Übereinstimmung heischt. Arm, nein, das wolle man nicht mehr sein. Man müsse sich doch nur die armen Tröpfe ansehen, die hier die Zimmer putzen! So tolle Jobs, so tolle Chancen für die Osteuropäerinnen, da müsste doch eigentlich jeder froh sein hier zu arbeiten! Vom Tellerwäscher zum Millionär, oder, haha, vom Zimmermädchen zu Melania Trump. Man lächelt, man nickt, man kennt sich und seine Vorurteile. Ich verlasse meine Sonnenliege um mir eine neue Tasse Gute-Laune-Tee zu holen. Denn die kann einem hier schon mal vergehen. „Reich sind die geistig Armen, ihnen gehört das Himmelreich“, denke ich, auch als ich schon lange wieder zu Hause bin. Und bereite deshalb extra für sie, die Reichen und die Armen, ein Essen zu, das – auch wenn die Zutaten günstig sind – ein reichhaltiger und phänomenaler Zufriedenmacher ist.  Weiterlesen…

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Wie Du eine richtig gute Pizza backst | chestnutandsage.de
Fotograf: Cathal Mac an Bheatha

You can’t make everybody happy. You’re not pizza. Das gute daran ist, dass man das ja auch nicht muss – eine Pizza sein. Viel wichtiger ist doch, eine richtig gute Pizza zubereiten zu können. Denn so kann man (und ich halte wirklich nichts von „People Pleasern“) zumindest diejenigen glücklich machen, die wichtig sind. Das kannst (im Idealfall Notfall) auch nur Du alleine sein, wenn sich denn niemand findet, der sich eine Pizza mit Dir teilen möchte. Was natürlich utopisch ist, denn wer, Bitteschön, mag Pizza nicht? Eben. Knusprig, mit geschmolzenem, blubbernden Käse ist Pizza für mich das Comfort Food schlechthin. Sie zu hause perfekt zuzubereiten kann jedoch eine ganz schöne Herausforderung sein. Der Teig hart, die Tomatensoße überwürzt und die Kräuter verbrannt – man kann einer kulinarischen Seele, die nach versöhnendem Essen ruft, wenig schlimmeres zumuten! Deshalb zeige ich Dir heute, wie Du eine wirklich gute Pizza backst. Alles, was Du dazu brauchst, ist Zeit und wirklich gute Zutaten. Denn die sind, gerade bei Gerichten die nach wenigen Zutaten verlangen, essentiell. Weiterlesen…

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