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Dal mit Spinat | chestnutandsage.de

Wer über die vergangenen Weihnachtsfeiertage das Radio oder den Fernseher anschaltete, bekam bestimmt mit, dass mein erster Weihnachtsfeiertag vor allem durch eines bestimmt wurde – einer Fliegerbombe eines Krieges, der scheinbar so weit zurück liegt, dass sich heute kaum noch jemand daran erinnert. Denn wären das Leid, die Grausam- und Unmenschlichkeit noch präsent, würden heute bestimmt viel mehr Menschen ihre Herzen und Heime für jene öffnen, die vor aktuellen Kriegen und Krisen flüchten. 1,8 Tonnen Sprengstoff, gleich um die Ecke. Was dazu führte, dass mit mir 53.999 Menschen ihr Zuhause verlassen mussten. Und auch wenn das Vertrauen in die Fähigkeiten der Sprengmeister da war, so blieb die Beklemmung darüber, dass alle Menschen aus meinem normalen Umfeld, meinem 1,5 Kilometer großen Radius, meinem kleinen Dorf, evakuiert wurden. Einer Beklemmung, die mich den ganzen Tag über begleitete und die sich erst wieder auflöste, als die Mitteilung kam, dass die Evakuierung und die Evakuierungszone wieder aufgehoben wären. Denn wieder zurückkehren zu können in ein vollkommen sicheres und friedliches Zuhause, das ist ein großes Glück, das nur noch dadurch gesteigert wird, wenn man weiß, dass es in diesem an nichts mangelt. In dem man sich einfach an den Vorräten bedienen kann und ein ebenso zufrieden stellendes wie auch köstliches Abendessen zubereiten kann. Und in dem man sich sicher sein kann, dass sich an diesem Zustand auch am nächsten und übernachsten Tag nichts ändern wird. Weiterlesen…

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Mac'n'cheese | chestnutandsage.de

Wer kennt das nicht: Das sanfte Licht der geöffneten Kühlschranktüre fällt über ein vor Hunger ausgemergeltes Gesicht. Der Blick streift unruhig über Zutaten, die mehr oder weniger frisch in den einzelnen Behältern, Schubladen und Tüten auf ihren großen Auftritt warten. Die eine Frage, allesbestimmend, schwebt über der Szenerie. „Was zum Teufel soll ich heute Abend nur kochen?“ Wer sich dieser Herausforderung täglich stellt, verfügt alsbald über ein Repertoire beliebter wie einfacher Rezepte. Um ein wenig Abwechslung in den Abendessenalltag zu bringen, möchte ich Euch 2017 jeden Monat ein Mal die What the fuck should I make for Dinner-Karten legen. Ich werde dabei drei Karten ziehen, denn dies ist die einfachste Art und Weise, um Tagesvorhersagen oder Fragen aus dem Privaten zu beantworten. Die erste Karte, die ich ziehe, wird immer die Zutat oder die Zubereitungsart sein, auf die verzichtet wird. Die zweite und die dritte Karte werden das Gericht, die Hauptzutat oder die Länderküche bestimmen. Lassen wir sie heute also zum ersten Mal entscheiden, was es zu essen geben soll. Ich ziehe die erste Karte: The Constant. Bacon. Auf den wird also verzichtet. Die zweite Karte: The Fallen. Der Apfel. Für ein Abendessen eine gewagte Zutat, da ich keine Freundin süßer Hauptgänge bin. Die dritte Karte: King of Sides. Maccheroni and Cheese. Halleluja! Die Karten haben also entschieden, es gibt Maccheronie mit Käse, ein wenig aufgelockert durch Apfel und Sellerie. Ein guter Start in diese Serie. Weiterlesen…

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Tea | chestnutandsage.de

Das neue Jahr beginnt still, fast leise. Das Lachen, Gläserklirren, das Vertraute des vergangenen Abends ist verklungen. Es ist Zeit für Kontemplation, Zeit, sich zu überlegen, was das neue Jahr bringen soll, waren die letzten Wochen doch so turbulent, dass man kaum noch die eigenen Gedanken gehört hat. 2016 war nicht für jeden ein gutes Jahr, persönlich, was mir immer wieder klar wurde, wenn ich sagen konnte, dass es für mich kein schlechtes war. Und doch hoffe ich, dass es weiter geht. Nicht weiter tröpfelt. Ein wenig Veränderung, das ist es, wonach mir der Sinn steht. Aber ohne Plan – nicht mal mit einem guten (auch wenn der manchmal helfen kann). Abenteuer, das ist es, was 2017 für mich bereit halten darf. Und die beginnen ja oft da, wo Pläne enden. Heißen wir es also willkommen, das neue Jahr. Möge es für jeden von uns das bereit halten, was wir uns von ihm erhoffen.
Julia

 

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Milchreis | chestnutandsage.de

Weihnachten ist eine schöne Zeit. Insbesondre, singt Georg Kreisler, wenn es richtig schneit. Aber Weihnachten ist auch eine schöne Zeit, wenn, so wie heute, die Sonne scheint. Weil Sonnenstrahlen der Seele gut tun. Weil man neue Kraft schöpfen kann. Und weil man so gestärkt auch Familienmitgliedern gegenübertreten kann, die man, aus welchen Gründen auch immer, nur einmal pro Jahr sieht. Weil in solchen Momenten nicht nur Worte fehlen, sondern auch das gegenseitige Verständnis, empfehle ich mich meist und ziehe mich zurück. Gerne in die Küche. Warum auch nicht? Hände, die Pistazien schälen, können sich nicht zu Fäusten ballen. Gedanken, die in Unendlichkeit um den Rührlöffel kreisen, können sich nicht in Gemeinheiten verartikulieren. Und wenn man das doch alles nicht aushält, dann sollte man sich in den Keller verkriechen um dort nach dem letzten Glas Aprikosen zu suchen. Denn die werden auch das härteste Herz mit ihrer Süße versöhnen und dem Fest der Liebe den angemessenen Raum und Frieden schenken. Weiterlesen…

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christmas market | unsplash.com

Der Weihnachtsmarkt ist hier in Augsburg schon seit vielen Tagen voll im Gange. Der Rathausplatz bricht aus allen Nähten, Glühweinschwaden und der Duft von Krautschupfnudeln wabern durch die Stadt. Allüberall auf den Tannenspitzen, würde ich gerne sagen, sieht man goldene Lichter blitzen. Doch in den Gassen und Straßen – da sieht man vor allem mit schweren Taschen bepackte Menschen auf der Jagd nach den passenden Geschenken für die Liebsten, denn zu Weihnachten, und das ist auch bei uns so, gehören Geschenke einfach dazu. Und wie so oft wird bei der Wahl der Geschenke meist eine hübsche, jedoch nicht die nachhaltigste getroffen. Dabei haben alle Konsumentscheidungen einen direkten Einfluss auf die Natur und die Menschheit. Deshalb möchte ich Euch heute meine Top 5 der Weihnachtsgeschenke-Hotspots vorstellen, in denen man mit gutem Gewissen Geschenke für sich selber und die Liebsten kaufen kann. Starten wir also am Rande des Domviertels bei glore. Danach wursteln wir uns einmal über den Weihnachtsmarkt um in der Stadtmitte gleich eine kleine Pause in der FÄRBEREI einzulegen. Um in das Bismarckviertel zu samobie und den Lokalhelden zu gelangen, schlendern wir dann die Maxstraße entlang, wo wir noch einen kurzen Abstecher ins Apothekergässchen machen. Denn einen Besuch bei greenglam sollten wir uns nicht entgehen lassen. Weiterlesen…

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Spaghetti mit Ricotta und Kapern | chestnutandsage.de
Beziehungen sind für Außenstehende nicht immer leicht zu verstehen. Nicht, dass sie es müssten, aber Menschen neigen ja dazu sich für Dinge zu interessieren, die sie eigentlich gar nichts angehen. Mir fällt dazu eine Geschichte ein, die ich (so meine ich zumindest) einmal von Roger Willemsen gehört habe. Er berichtete von einem alten Paar, dass in einem Restaurant schweigend seine Suppe aß. Die beiden wirkten traurig auf ihn, als ob alle Gemeinsamkeit abhanden gekommen, als ob alles zwischen ihnen gesagt sei. Als der Mann kurz den Tisch verließ, aß die Frau ihre Suppe schweigend weiter, ohne auch nur den Blick zu heben. Bei der Rückkehr des Mannes an den Tisch, streichelte dieser seiner immer noch essenden Frau mit einem leichten Lächeln sanft über den Kopf, setzte sich, und aß schweigend weiter. Die Zärtlichkeit dieses liebevollen Aktes, die absolute Zufriedenheit, mit der dieses Paar beieinander saß und ein gemeinsames Mahl mit seiner ganzen Aufmerksamkeit genoss, ließ die Szenerie auf einmal in anderem Licht erscheinen. Aus großer Traurigkeit wurde absolute Vertrautheit, die große Liebe. Was für Außenstehende also vielleicht auf den ersten Blick wie Unglück scheint, muss kein Unglück sein, kann sogar, ganz im Gegenteil, einfach nur die stille Vertrautheit  zweier Menschen sein, die ihren Alltag, ihr Leben und all das, was dazu gehört, gemeinsam meistern. Und die sich ab und an, unter dem Ausschluss aller neugieriger Augen, einen Teller Spaghetti teilen.
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